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Autor: Karl Urban / 30. Dezember 2003, 20:05 Uhr

Mars Express: Kurs in Richtung Beagle

Heute früh konnte Mars Express in eine polare Umlaufbahn wechseln. Der erste Kontakt zu Beagle 2 ist Anfang Januar aus direkter Nähe möglich.

ESA
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Heute früh um 9:00 Uhr (MEZ) führte die Sonde Mars Express planmäßig eine weitere Kursänderung durch. Dieses Manöver innerhalb der ersten europäischen Marsmission wurde vom Bodenkontrollteam im European Space Operations Centre (ESOC) in Darmstadt durchgeführt und brachte das Raumfahrzeug von seiner ursprünglich äquatorialen auf eine polare Umlaufbahn.



Mars Express ist Europas erste Marsmission
(Bild: ESA)
Die Signale für dieses Manövers wurden durch die erste europäische Deep Space-Station in New Norcia nahe Perth in Australien übertragen. Darin wurde das Triebwerk von Mars Express angewiesen, vier Minuten lang zu zünden. Damit ist die Raumsonde noch 188.000 Kilometer vom Mars und bereits 160 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Ab dem 4. Januar 2004 wird der polare Orbit schließlich sehr viel dichter am Mars vorbeiführen.

Die Kursänderung führt Mars Express auch dichter in Richtung des britischen Landers Beagle 2. Das Landegebiet wird der Orbiter am 7. Januar um 13:13 Uhr (MEZ) das erste mal direkt überfliegen und hat damit größere Chancen das Landefahrzeug zu kontaktieren, als die amerikanische Sonde Mars Odyssey oder erdgebundene Radioteleskope. Das europäische Raumfahrzeug wird die Landestelle in einer Höhe von nur 315 Kilometern überfliegen.

Im polaren Orbit ist Mars Express aber nun auch in der Lage, seine eigentliche wissenschaftliche Arbeit zu beginnen. Ab mitte Januar 2004 werden die Instrumente an Bord die Marsatmosphäre und die Oberfläche in unerreichter Präzision erforschen.

Das MARSIS-Radar geht sogar noch weiter. Es kann bis zu vier Kilometer unter die Marsoberfläche blicken und dort nach Eis oder Wasservorkommen suchen. Die in Berlin unter Prof. Gerhard Neukum entwickelte hochauflösende Stereokamera HRSC wird dann beginnen, den Mars dreidimensional zu kartografieren. Zudem werden mehrere Spektrometer die marsianische Mineralogie und Atmosphäre analysieren und die Einflüsse von Sonnenwind und jahreszeitlichen Veränderungen erkunden.
 
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