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Autor: Michael Stein / 13. Januar 2004, 21:25 Uhr

Mars Express: Die Arbeit kann beginnen

Die Vorbereitungen für den Beginn der wissenschaftlichen Mission von Mars Express sind so gut wie abgeschlossen, so dass die eigentliche Arbeit des Orbiters bald beginnen kann.

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Mars Express in der Umlaufbahn.
(Grafik: ESA)
Parallel zur Anpassung der Umlaufbahn nach dem Einschwenken in den Mars-Orbit und der - bisher erfolglosen - Suche nach Beagle 2 sind auch die sechs wissenschaftlichen Instrumente und Kameras an Bord der Raumsonde aktiviert und getestet worden. Mittlerweile werden die im Rahmen der Instrumentenüberprüfungen zur Erde übermittelten Daten ausgewertet, so Mars Express-Projektleiter Dr. Rudolf Schmidt gegenüber Raumfahrer.net. Voraussichtlich Anfang der kommenden Woche werden erste Ergebnisse dieser Tests sowie wahrscheinlich auch Aufnahmen und Messdaten von der ESA veröffentlicht werden.
 
Zwischenzeitlich wurde auch die Fähigkeit von Mars Express, Funksignale von der Marsoberfläche zu empfangen und zur Erde weiterzuleiten, erfolgreich getestet. Nach dem Ausfall von Beagle 2 hat die europäische Raumsonde in den letzten Tagen testweise Funksignale des amerikanischen Mars-Rovers Spirit empfangen und zu den Bodenstationen auf der Erde übermittelt, die Gegenrichtung - also die Übermittlung von Befehlssequenzen der Bodenstation zum Rover - wird voraussichtlich Anfang Februar getestet. Mit Mars Express würde den beiden Mars-Rovern Spirit und Opportunity ein weiterer Übertragungsweg zur Verfügung stehen, um Daten mit hoher Geschwindigkeit bei gleichzeitig relativ geringem Energieverbrauch zu senden.
 
Hinsichtlich der vor einiger Zeit berichteten Probleme mit leichten Vibrationen von Mars Express informierte Rudolf Schmidt, dass die Ursache dieser kaum messbaren Bewegungen noch nicht festgestellt werden konnte. Es ist auch noch nicht bekannt, ob ein einzelnes wissenschaftliches Instrument Verursacher dieses Phänomens ist oder ob Systeme der Raumsonde wie beispielsweise die schnell laufenden Drallräder für die Lagesteuerung als Quelle in Betracht kommen. Unter Umständen werden die hochaufgelösten Bilder der HRSC-Kamera davon leicht beeinträchtigt werden, so Prof. Neukum in einem Telefoninterview, aber ob und wie stark die Auswirkungen sein werden ist noch nicht klar.
 
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