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Autor: Axel Nantes / 28. August 2017, 17:44 Uhr

CAS500-1 und -2 aus Südkorea fliegen Sojus

Für neue südkoreanische Erdbeobachtungssatelliten wurden jetzt Startverträge geschlossen. Mit dem Transport von CAS500-1 und -2 wurde eine Tochter der russischen Raumfahrtorganisation Roskosmos beauftragt.

Quelle: Glavkosmos, KAI, KARI
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KARI

Bild vergrößernCAS500-1 und -2 über der Erde - Illustrationen
(Bild: KARI)
Nach den mit Glavkosmos und der Tochterunternehmung GK Launch Services vom Koreanischen Luft- und Raumfahrtforschungsinstitut (Korea Aerospace Research Institute, KARI) im südkoreanischen Daejeon am 17. August 2017 und vom koreanischen Luft- und Raumfahrtkonzern Korea Aerospace Industries, LTD. (KAI) im südkoreanischen Sacheon am 18. August 2017 getroffenen Vereinbarungen sollen die Erdbeobachtungssatelliten bei zwei Starts von Sojus-2.1a-Raketen in den Weltraum gebracht werden. Die Raketen werden laut Glavkosmos mit ihren Fregat-Oberstufen neben den Erdbeobachtungssatelliten aus Südkorea weitere Nutzlasten transportieren.

Die beiden Erdbeobachtungssatelliten aus Südkorea sollen unter anderem Aufgaben im Bereich des Vermessungswesens übernehmen und Daten liefern, die bei der Planung der Landschaftsnutzung verwendet werden können. Zur Erfüllung ihrer Primärmission, der Erfassung von panchromatischen und multispektralen Bilddaten, werden die Satelliten mit einer Zusammenstellung von Instrumenten ausgerüstet, die Advanced Earth Imaging Sensor System-Compact (AEISS-C) genannt wird – auf Deutsch etwa fortschrittliches kompaktes Sensorsystem für Bilder von der Erdoberfläche. Bei einer Flughöhe von rund 500 Kilometern auf einem sonnensynchronen Orbit um die Erde erwartet man bei panchromatischer Bilderfassung eine Bodenauflösung von unter einem halben Meter. Bei Multispektralaufnahmen soll die Bodenauflösung besser als zwei Meter sein.

Das KARI ist für die Entstehung des ersten Satelliten – CAS500-1 – verantwortlich. CAS500-2 soll vom KAI gebaut werden. Der Entwurf der Satelliten ist eine Gemeinschaftsentwicklung. Beide Raumfahrzeuge basieren auf einem CAS500 genannten Satellitenbus aus Südkorea. Das CAS in der Bus-Bezeichnung steht für Compact Advanced Satellite, auf Deutsch kompakter fortschrittlicher Satellit. Die Zahl 500 bezieht sich auf die Satellitenmasse – für beide Satelliten wird von einer Startmasse im Bereich von jeweils 500 Kilogramm ausgegangen. In Südkorea hofft man, weitere entsprechende Raumfahrzeuge an Interessenten aus aller Welt liefern zu können. Die Konstruktion der Satelliten wurde darauf ausgerichtet, dass eine gewisse Anzahl entsprechender Satelliten eine Konstellation bilden kann, welche in der Lage ist, Echtzeiterdbeobachtungsdaten zu liefern.

CAS500-1 wird voraussichtlich im Jahre 2019 eine Umlaufbahn um die Erde erreichen, CAS500-2 soll ihm nach derzeitigem Planungsstand etwa ein Jahr später folgen. Für beide Satelliten wird eine Auslegungsbetriebsdauer von jeweils vier Jahren genannt.

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