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Autor: Raumfahrer.net Redaktion / 05. Juli 2019, 00:02 Uhr

Partielle Mondfinsternis und Jubiläum der Mondlandung

Ein volles Programm mit Himmelsbeobachtungen, Planetariumshows und Vorträgen erwartet Besucherinnen und Besucher am 16. Juli am Nordcampus. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung.

Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung
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Einen eindrucksvollen Anblick bietet der Mond am Dienstag, 16. Juli 2019: Eine partielle Mondfinsternis wird über Mitteleuropa und somit natürlich auch in Göttingen zu sehen sein. Der Termin könnte kaum günstiger liegen. Genau 50 Jahre zuvor startete die bemannte Weltraummission Apollo 11 auf ihre legendäre Reise; vier Tage später setzte dessen Mondfähre als erstes Raumschiff in der Geschichte der Menschheit auf dem Mond auf. Zu einer Sommernacht rund um den Erdtrabanten und die erste Mondlandung laden das Institut für Astrophysik (IAG) der Universität Göttingen, das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS), der Förderkreis Planetarium Göttingen (FPG) sowie die Amateur-Astronomische Vereinigung Göttingen (AVG) für den 16. Juli an den Nordcampus ein. Neben Shows im mobilen Planetarium, Beobachtungen mit Teleskopen und Vorträgen erwartet die Besucherinnen und Besucher Live Musik, Grillstation und Getränke. Einige der Programmpunkte sind auch für Kinder geeignet.

Niclas Mrotzek/IAG

Bild vergrößernBei einer partiellen Mondfinsternis schiebt sich die Erde zwischen Mond und Sonne. Ein Teil des Mondes erscheint dadurch rötlich-braun verfärbt.
(Bild: Niclas Mrotzek/IAG)
Anders als im vergangenen Sommer verdunkelt sich der Mond am Dienstag, 16. Juli 2019, nicht komplett, sondern tritt nur zum Teil in den Kernschatten der Erde ein. Da das Licht der Sonne in der Erdatmosphäre stark gestreut wird und blaue Anteile herausgefiltert werden, erscheint der Mond dann zum Teil als blass-rote Scheibe am Himmel. Das Himmelsschauspiel beginnt ab etwa 22 Uhr (siehe Infokasten rechts). Zum Zeitpunkt der maximalen Verfinsterung gegen 23.30 Uhr wird der Mond zu mehr als der Hälfte dunkelrot-bräunlich verfärbt erscheinen.

Gelegenheit, das astronomische Ereignis unter fachkundiger Anleitung und genauer als mit dem bloßen Auge zu beobachten, gibt es ab 21.30 auf der Beobachtungsplattform des Instituts für Astrophysik an der Tammannstraße. Auch Jupiter und Saturn werden in dieser Nacht zu sehen sein. Sollte der Besucherandrang sehr groß sein, werden die Bilder des 50-cm-Spiegelteleskops ab 22 Uhr zudem in einen Seminarraum des Instituts übertragen.

Wer mit dem eigenen Hobbyteleskop oder mit dem Feldstecher auf den Mond blicken möchte, ist herzlich eingeladen, sich am Justus-von-Liebig-Weg auf halbem Weg zwischen dem MPS und dem XLAB einzufinden. Von dort wird der Mond gut zu sehen sein. Erfahrene Sterngucker des MPS und von der AVG stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Und wie war das nochmal mit der Mondfinsternis? Was passiert da genau? Wer eine kleine Auffrischung benötigt, ist ab 22 Uhr im mobilen Planetarium des FPG gut aufgehoben, das im Foyer des MPS am Justus-von-Liebig-Weg aufgebaut wird. Im Halbstundentakt lässt sich dort Wissenswertes rund um die Mondfinsternis erfahren.

NASA

Bild vergrößernAm 16. Juli 1969 startete die Mondmission Apollo 11 ins All. Vier Tage später am 20. Juli 1969 betraten die Astronauten Neil Armstrong und Edwin (Buzz) Aldrin als erste Menschen den Mond.
(Bild: NASA)
Bereits vor Sonnenuntergang beginnt das Programm. Für die kleinsten Mondbegeisterten ab einem Alter von 4 Jahren, die möglicherweise nicht bis zur eigentlichen Finsternis durchhalten, gibt es um 18 Uhr die Planetariumshow „Lillis Reise zum Mond“. Um 20 Uhr widmet sich die Show „Sieben Tage im Juli - Die Geschichte der Apollo 11“ der ersten Mondlandung. Diese Show ist für Menschen ab 10 Jahren geeignet.

Einen wissenschaftlichen Blick auf den Erdtrabanten und das Landen bieten die MPS-Wissenschaftler Harald Krüger und Matthias Nieuwenhuis. Um 19 Uhr berichtet Harald Krüger im Auditorium des MPS von geglückten Landungen auf fernen Himmelskörpern. Dabei steht natürlich der Mond im Mittelpunkt. Schließlich ist er der einzige Himmelskörper neben der Erde, den Menschen je betreten haben. Unbemannte Raumsonden sind jedoch in den vergangenen Jahrzehnten noch deutlich weiter ins Weltall vorgedrungen: Landeeinheiten finden sich auf unseren Nachbarplaneten Mars und Venus, auf Kometen und Asteroiden und auf einem fernen Saturnmond. Auf den aktuellen Stand der Mondforschung blickt um 21 Uhr MPS-Forscher Matthias Nieuwenhuis. Dabei geht er etwa der Frage nach, welche Rolle Wasser in der Geschichte unseres kosmischen Begleiters spielte.

Damit alle Besucherinnen und Besucher gut durch die lange Mondnacht kommen, gibt es vor dem Haupteingang des MPS eine Grillstation mit Würstchen und Getränken. Zudem spielt ab 22 Uhr die Band „MegaGauss“, in der sich zahlreiche Doktoranden des MPS zusammengetan haben, Songs mit und ohne Mondbezug.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist kostenlos. Für alle Shows im Planetarium wird eine Anmeldung unter www.planetarium-goettingen.de dringend empfohlen.

Quelle beim MPS mit Poster und Programm:
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