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Autor: Matthias Wenz / 26. Februar 2011, 15:08 Uhr

Sternenhimmel im März 2011

Der März, der dritte Monat des Gregorianischen Kalenders, bietet dem Sternfreund im Mittel 8 Stunden zur Himmelsbeobachtung. Die Wintersternbilder ziehen sich langsam vom Firmament zurück und machen den Frühlingssternbildern Platz.

Quelle: Wikipedia, Kosmos Himmelsjahr 2010
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Screenshot aus Stellarium ; www.stellarium.org

Bild vergrößernSternbilder im März (Bild: Screenshot aus Stellarium (www.stellarium.org))
Beim Blick zum abendlichen Sternhimmel erkennt man im Südwesten noch Orion, der aber nun langsam von Osten her von den Frühlingssternbildern verdrängt wird. Hoch im Süden steht das Sternbild Zwillinge welches mit M35 einen 5,1 mag hellen Sternhaufen enthält, der unter besonders guten Beobachtungsbedingungen gerade noch mit bloßem Auge sichtbar ist.

Ein Stück weiter östlich findet man das Sternbild Krebs, welches den Sternhaufen M44 enthält. Dieser Sternhaufen ist mit 3,1 mag einer der hellsten am Himmel und kann daher leicht als nebeliger Fleck am Himmel ausgemacht werden. M44 besteht aus über 300 Sternen der Größenklassen zwischen 6 mag und 12 mag. Außerdem findet man dort den 6,9 mag hellen offenen Sternhaufen M67. Dieser Sternhaufen besteht aus ca 500 Sternen und ist ca. 2700 Lichtjahre von uns entfernt. Er kann leicht mit einem Feldstecher am Himmel ausgemacht werden.

Im Nordosten steht der Große Wagen nun recht hoch und bietet einen Blick auf ein paar schöne Galaxien, M81 mit einer scheinbaren Helligkeit von 7,0 mag und M82 mit einer scheinbaren Helligkeit von 8,6 mag, die beide zur Galaxiengruppe M81 gehören. Diese Gruppe ist einer der nächsten Nachbarn unserer Galaxiengruppe. Die Galaxie M101, auch Feuerradgalaxie genannt, ist ein weiteres schönes Objekt im großen Wagen. Es handelt sich dabei um eine 27 Millionen Lichtjahre entfernte Spiralgalaxie, welche eine scheinbare Helligkeit von 7,5 mag hat. Ihr Durchmesser beträgt 170.000 Lichtjahre.

Matthias Wenz

Bild vergrößernDie Galaxien M81 & M82
(Bild: Matthias Wenz)
Matthias Wenz

Bild vergrößernDie Galaxie M101
(Bild: Matthias Wenz)
Der März ist für Sternschnuppenfans leider kein besonders guter Monat. Zwischen Mitte März und Anfang April tauchen die Hydraiden am Himmel auf. Sie sind ein Sternschnuppenstrom, der allerdings nur wenige Sternschnuppen pro Stunde erwarten lässt. Ihr Radiant befindet sich im Sternbild Wasserschlange. Außerdem den ganzen März hindurch zu sehen sind die Virginiden. Doch auch die Virginiden lassen nur wenige Sternschnuppen pro Stunde erwarten. Der Radiant befindet sich hier im Sternbild Jungfrau und das Maximum ist Anfang April erreicht.

Planeten und Mond:

Merkur: Ab der Monatsmitte zeigt sich Merkur in der Abenddämmerung. Der kleine Planet kann dann bei einer Helligkeit von -1,2 mag kurz nach Sonnenuntergang gesehen werden. Dies ist die einzige Abendsichtbarkeit des kleinen Planeten in diesem Jahr. Am 15. kommt es zu einer Begegnung mit dem -2,1 mag hellen Jupiter der 2 Grad an Merkur vorbeizieht. An diesem Tag kann Jupiter beim Aufsuchen von Merkur helfen.

Venus: Venus ist weiterhin als heller Stern am Morgenhimmel zu sehen. Ihre Helligkeit sinkt leicht von -4,0 mag am Monatsersten auf -3,9 mag am Monatsletzten. Durch den immer früher einsetzenden Sonnenaufgang wird sie allerdings immer unauffälliger. Am 1. und am 31. März zieht der abnehmende Mond an Venus vorbei.

Mars: Der Mars hält sich den ganzen März über am Taghimmel auf und ist nachts nicht sichtbar.

Jupiter: Der -1,9 mag helle Jupiter verschwindet so langsam vom Abendhimmel. Er ist nur bis ca. 19. März am Abendhimmel zu sehen, danach verschwindet er in der Dämmerung.

Saturn: Saturn geht am Monatsersten gegen 21:05 Uhr MEZ auf und nähert sich seiner Opposition, die er jedoch erst Anfang April erreicht. Zum Monatsende steigt der Ringplanet schon kurz nach Sonnenuntergang über den östlichen Horizont und ist dann die ganze Nacht über beobachtbar.

Uranus: Uranus hält sich den ganzen März am Taghimmel auf und ist nachts nicht sichtbar.

Neptun: Neptun hält sich den ganzen März am Taghimmel auf und ist nachts nicht sichtbar.

Matthias Wenz

Bild vergrößernAufnahme des zunehmenden Mondes
(Bild: Matthias Wenz)
Mondlauf: Am 4. ist Neumond, dann befindet sich der Mond genau zwischen der Erde und der Sonne. Am 19. ist Vollmond, wo die Erde zwischen dem Mond und der Sonne steht und der Mond dadurch die ganze Nacht am Himmel steht.

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