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Autor: Karl Urban / 17. September 2009, 00:18 Uhr

Supererde mit großer Schwester

Der erdähnliche Exoplanet Corot-7b besitzt eine feste Oberfläche und ist nicht allein.

Quelle: ESO, DLR, UniverseToday
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ESO/L. Calcada

Bild vergrößernKünstlerische Ansicht des Exoplaneten und seines Zentralsterns
(Bild: ESO/L. Calcada)
Der im Februar entdeckte Exoplanet Corot-Exo-7b ist ein Gesteinsplanet. Dies konnte mit ergänzenden Messungen des Teleskops in La Silla der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile nachgewiesen werden. Bei regelmäßig auftretenden Transits konnte sein Radius bestimmt und damit ein Rückschluss auf seine Dichte geschlossen werden, die im Bereich der Erddichte liegt. Desweiteren konnte ein weiterer Planet mit dem Namen Corot-Exo-7c in dem Sonnensystem entdeckt werden, der eine etwas größere Masse besitzt.

Die Entdeckung von Corot-Exo-7b wurde bereits im Februar von einem internationalen Forscherteam bekannt gegeben (Raumfahrer.net berichtete), das ihn mit dem französisch geführten CoRoT-Observatorium nachgewiesen hatte. Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist beteiligt.

Mit einer Umlaufzeit von nur 23 Tagen ist der Planet eine extreme Welt, die seinen Stern 23-mal dichter passiert als der innerste Planet unseres Sonnensystems, Merkur: in einem Abstand von nur 2,5 Millionen Kilometern. Seine Rotationsebene verläuft zufällig genau zwischen uns und dem Stern, so dass es alle 23 Tage zu einer minimalen Verdunkelung kommt. CoRoT versteht sich im besonders exakten Vermessen von Helligkeitsschwankungen. Jedoch können die auch durch Sonnenflecken ausgelöst werden, abhängig von der aktuellen solaren Aktivität. Daher galt eine unabhängige Verifizierung des Planeten als notwendig, auch weil es sich um einen der kleinsten bisher gefundenen Exoplaneten handelt.

"Obwohl unser Instrument bei der Entdeckung kleiner Exoplaneten bisher ungeschlagen ist, mussten wir ganze 70 Beobachtungsstunden zusammenbringen, um Corot-7b genau zu vermessen", sagte François Bouchy, Coautor der neusten Studie.

Die Messungen des 3,6-Meter-Teleskops der ESO konnte zeigen, dass Corot-Exo-7b eine etwas höhere Masse von rund fünf Erdmassen besitzt - bisher war man von 1-2 Erdmassen ausgegangen.

Der auf Exoplanetensuche spezialisierte High Accuracy Radial velocity Planet Searcher (HARPS), ein zusätzlicher Spektrograph in La Silla, entdeckte zudem den Schwesterplaneten Corot-Exo-7c mit rund acht Erdmassen, der den Stern in nur drei Tagen und 17 Stunden umkreist. Damit ist der Stern Corot-7 der erste Stern mit zwei kurzperiodischen Supererden. Leben existiert auf ihnen wohl nicht: Dafür ist es auf der sternzugewandten Seite zu heiß - und auf der -abgewandten zu kalt. Denn in diesem Abstand rotiert jeder Körper in gebundener Rotation, weist der Sonne also immer die gleiche Hemisphäre zu.

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