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Autor: Hans Lammersen / 16. Juli 2013, 17:32 Uhr

Wasser auf Exoplaneten von der Erde aus nachweisbar

Ein britisch-holländisches Team von Astronomen hat mit erdgebundenen Teleskopen Wasser in der Atmosphäre eines Exoplaneten nachgewiesen. Dies erleichtert den Astronomen die Suche nach potenziell Leben tragenden Planeten.

Quelle: Spiegel online, welt.de
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NASA/JPL

In der Atmosphäre eines Exoplaneten wurde Wasser nachgewiesen - von der Erde aus.
(Bild: NASA/JPL)
Die Existenz von Exoplaneten ist mittlerweile nichts Besonderes mehr. Daher gehen die Astronomen einen Schritt weiter und versuchen, die Atmosphären dieser Himmelkörper auf ihre Beschaffenheit hin zu untersuchen. Dabei hat nun ein Team unter der Leitung der britischen Astronomin Jayne Birkby von der Universität Leiden die Existenz von Wasser in der Atmosphäre eines Exoplaneten von der Erde aus nachgewiesen.

Bei dem Himmelskörper handelt es sich um den vor acht Jahren durch den Satelliten Hipparcos nachgewiesenen Planeten HD 189733b, einen sehr nah an seinem Heimatstern kreisenden jupiterähnlichen Planeten mit einer Oberflächentemperatur von wahrscheinlich mehr als tausend Grad Celsius. Sein Stern HD 189733 ist etwa 63 Lichtjahre von der Erde entfernt, also eigentlich nur einen Katzensprung.

Dieses Objekt nahmen die Wissenschaftler mit dem europäischen Very Large Telescope (VLT) in Chile unter die Lupe. Dabei suchten sie Wassermoleküle in der Atmosphäre des Planeten, was schon aus dem Grund nicht leicht war, weil man durch die irdische, ebenfalls mit Wasser durchsetzte Atmosphäre zunächst einmal hindurch sehen und das Spektrum des irdischen von dem des exoplanetaren Wassers sauber trennen musste. Indem dies nun gelungen ist, stehen den Wissenschaftlern neue Fenster zur genaueren Analyse der Atmosphären von Exoplaneten zur Verfügung. Sie sind nicht mehr allein auf Teleskope in den Umlaufbahnen oder auf Raumsonden angewiesen, sondern können von der Erde aus derartige Untersuchungen anstellen.

Die beteiligten Wissenschaftler haben als nächstes das Ziel, die Methode auch auf kleinere Planeten anzuwenden. Doch dazu sind auch bei den erdgebundenen Teleskopen größere Öffnungen notwendig. Daher warten auch Birkby und ihre Kollegen auf den Nachfolger des VLT – das Extremely Large Telescope der Europäer, welches in 9 Jahren seine Arbeit aufnehmen soll.

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