InSpace Magazin #566 vom 25. Februar 2017

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Ausgabe #566
ISSN 1684-7407


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Intro von Axel Orth

Liebe Leserinnen und Leser,

Sigmund Jähn war 1978 der erste Deutsche im All, mit einer Sojus-Mission zur sowjetischen Raumstation Saljut 6. Er erfreut sich immer noch guter Gesundheit und feierte am 13. Februar seinen 80sten Geburtstag. Aus diesem Anlass hat Andreas Weise in einem längeren Artikel sein Leben rekapituliert, erzählt von dem berühmten Flug und auch von der Zeit danach. Herzlichen Glückwunsch, Herr Dr. Jähn!

Axel Orth

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Updates / Umfrage

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News

• Neues von Intelsat und Telkom «mehr» «online»
• Japan: Neuer militärischer Comsat DSN 2 im All «mehr» «online»
• Sigmund Jähn wird 80! «mehr» «online»
• Zeitplan für elektrische Express 80 und 103 «mehr» «online»
• Jahrestreffen 2017 in Potsdam und Berlin «mehr» «online»
• Falcon 9 startet mit Dragon von 39A «mehr» «online»
• Hispasat 36W-1, der erste SmallGEO, ist im All «mehr» «online»


» Neues von Intelsat und Telkom
04.02.2017 - Intelsat ersetzt Intelsat 5 mit Telkom 2. Telkom lässt Telkom 3S als Ersatz für Telkom 2 starten. Intelsat 33e hat nach Triebwerksproblemen seine Einsatzposition zwischenzeitlich bezogen.
Intelsat 5 …
… kreist seit seinem Start als PAS-5 für PanAmSat auf einer Proton-K-Rakete mit Block-DM3-Oberstufe am 27. August 1997 um die Erde. Die Auslegungsbetriebsdauer des dreiachsstabilisierten Satelliten von 15 Jahren ist also bereits deutlich überschritten. Die Nickel-Metallhydrid-Akkumulatoren an Bord zeigten allerdings bereits im Frühjahr 1998 Anzeichen eines nicht erwarteten Kapazitätsverlusts. Das führte dazu, dass in Schattenphasen nicht mehr alle elektrischen Verbraucher an Bord mit Strom versorgt werden konnten. Wiederkehrende Abschaltungen von Teilen der Kommunikationsnutzlast mit C- und Ku-Band-Transpondern wurden erforderlich. Im Herbst 1998 hatte sich der Zustand des Stromversorgungssystems noch einmal verschlechtert. Das Versicherungsunternehmen Lloyds nennt einen Überschuss von Elektrolyt, der zum Versagen von Akkumulatoren-Zellen führte.

PanAmSat konnte schließlich berichten, für den zuerst bei 26 Grad Ost im Geostationären Orbit eingesetzten Satelliten eine Kompensationszahlung erhalten zu haben, weil er sich formal als Totalverlust habe deklarieren lassen. Lloyds notiert als Datum des Totalverlusts den 10. September 1998.

Wie andere Satelliten aus der gleichen Bauserie blieb auch PAS-5 nicht von Problemen mit seinem elektrischen, das Edelgas Xenon als Arbeitsmedium nutzenden Antriebssystem verschont. Es hört auf den Namen XIPS für Xenon Ion Propulsion System. Es hat vier XIPS-13-Triebwerke mit einem Durchmesser von jeweils 13 Zentimetern, einem Strombedarf von jeweils unter 500 Watt sowie einem Schub von je rund 18 Millinewton (17,2 mN bei 750 V, 421 W). PAS-5 war der erste Satellit auf Basis des Satellitenbus HS-601 von Hughes (jetzt BSS-601 / Boeing) mit einem derartigen Antriebssystem, das insbesondere für das Positionshalten in Nord-Süd-Richtung vorgesehen wurde.

Ab Mai 2002 nutzte Arabsat noch einsetzbare C-Band-Transponder des Satelliten und nannte ihn Arabsat 2C, später dann Badr C. Zum 1. Februar 2007 wurde nach einem Eigentümerwechsel die Umzeichnung des bei 26 Grad Ost positionierten Raumfahrzeugs in Intelsat 5 offiziell vollzogen. Im Oktober 2008 zog der Satellit an eine Position bei 169 Grad Ost um, um von dort aus Empfänger in Ostasien und Ozeanien mit Ausstrahlungen im C-Band zu versorgen. Im Frühjahr 2013 erfolgte eine erneute Umsetzung. Bei 157 Grad Ost „steht“ der Satellit aktuell über dem Pazifik und nutzt weiter nur die C-Band-Transponder seiner Kommunikationsnutzlast. Der Orbit des Satelliten ist mit etwas über drei Grad mittlerweile wieder leicht geneigt, was auf einen sparsamen Umgang mit oder das Ausbleiben von Bahnkorrekturen in Nord-Süd-Richtung spricht.

Telkom 2 …
… befindet sich seit Ende 2005 im All. Bei einem der üblichen Doppelstarts von Kommunikationssatelliten mit einer Ariane-5-Rakete war der Satellit am 16. November 2005 gestartet worden (Arianespace Flugnummer V167). Telkom 2 basiert auf dem Satellitenbus GEOStar von Orbital ATK und wurde mit 28 Transpondern für das C-Band ausgerüstet. Der dreiachsstabilisierte Satellit hatte eine Startmasse von 1.930 Kilogramm und eine Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren. Sein Betreiber, der Kommunikationssatellitenbetreiber PT Telekomunikasi Indonesia (Telkom) aus Indonesien mit Sitz in Bandung, setzte ihn zuletzt bei 118 Grad Ost im Geostationären Orbit ein.

Vier Jahre will Intelsat Telkom 2 als Nachfolger von Intelsat 5 bei 157 Grad Ost nutzen, und hat mit Telkom eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Erwartet wird, das sich Telkom 2 noch bis ins Jahr 2021 hinein sinnvoll einsetzen lassen wird.

Telkom 3S …
… ist Telkoms Nachfolger für Telkom 2. Das S in der Bezeichnung von Telkom 3S signalisiert, dass es sich außerdem um einen Ersatzsatelliten handelt – das S steht für spare, englisch für Ersatz. Zu ersetzen ist Telkom 3, ein Produkt von Reschetnjow in Schelesnogorsk bei Krasnojarsk in Sibirien. Telkom 3 basiert auf dem Satellitenbus Express 1000H / 1000N und erhielt eine Kommunikationsnutzlast von Thales Alenia Space. Der Start von Telkom 3 erfolgte am 6. August 2012. Wegen eines Fehlers der Breeze-M-Oberstufe wurde jedoch kein nützliches Ergebnis erreicht. Nach dem Abbruch der dritten geplanten Oberstufen-Brennphase wurden Express-MD2 und Telkom-3 in Orbits ausgesetzt, aus denen sie konstruktionsbedingt ihre vorgesehenen Einsatzorbits geostationär über dem Äquator nicht aus eigener Kraft erreichen konnten (rund 266 x 5.013 Kilometer, 49,9 Grad Bahnneigung).

Arianespace plant den Start von Telkom 3S für Telkom zusammen mit SKY Brasil-1 für AT&T und DIRECTV derzeit für den 14. Februar 2017 und hat dafür die Flugnummer VA235 vergeben. Telkom 3S ist ein Produkt von Thales Alenia Space (TAS) und basiert auf dem Satellitenbus Spacebus 4000B2 (improved). Für Abbau von Restinklination und zur Ausbildung einer annähernden Kreisbahn hat der Satellit einen 400 Newton starken Apogäumsmotor bekommen. Für Bahnerhalt und Lageregelung besitzt er sechzehn 10 Newton starke Triebwerke vom Typ S10-18. Hersteller aller Triebwerke ist die Airbus Safran Launchers, welche außerdem Ablass-, Füll- und Pyroventile beisteuerte.

Das dreiachsstabilisierte Raumfahrzeug wurde mit 24 C-Band-Transpondern, 8 Transpondern für das erweiterte C-Band und 10 Transpondern für das Ku-Band ausgestattet. Positionieren will sein Betreiber den neuen Satelliten bei 118 Grad Ost im Geostationären Orbit, wo bisher Telkom 2 steht.

Die Startmasse von Telkom 3S liegt im Bereich von 3.500 Kilogramm. Als Nutzlastleistung nennt TAS rund 6,3 Kilowatt (laut TAS März 2015 ~8 kW), als Auslegungsbetriebsdauer 15 Jahre. Ausstrahlen soll der neue Erdtrabant hochaufgelöste Fernsehprogramme (HDTV) für Empfänger in Indonesien und dem Südosten Asiens sowie Internet- und Mobilfunkdienste.

Intelsat 33e …
… musste mit einem alternativen Flugprofil in den Geostationären Orbit gesteuert werden. Nach seinem Start am 24. August 2016 auf einer Ariane-5-Rakete traten Probleme mit dem chemischen Antriebssystem des Satelliten auf. Die Probleme führten dazu, dass der Apogäumsmotor des dreichachsstabilisierten Satelliten nicht wie im vorgesehenen Ausmaß geplant zum Abbau der nach dem Start verbliebenen Rest-Inklination und der Ausbildung einer annähernden Kreisbahn auf Höhe des Geostationären Orbits verwendet werden konnte.

Mittlerweile hat Intelsat 33e seine Einsatzposition bei 60 Grad Ost im Geostationären Orbit bezogen und hat am 29. Januar 2017 den kommerziellen Betrieb aufgenommen. Ursprünglich war der Betriebsbeginn des auf Boeings Satellitenbus 702MP basierenden Raumfahrzeugs um den 1. November 2016 herum erwartet worden.

Für den Abbau der verbliebenen Bahnneigung und die Ausbildung einer annähernden Kreisbahn hatte man den Satelliten mit einem Apogäumsmotor vom Typ LEROS des Herstellers Moog ausgestattet. Nach seinem Start war Intelsat 33e auf einem hochelliptischen, rund sechs Grad gegen den Äquator geneigten Geotransferorbit mit einem der Erde nächsten Bahnpunkt um 250 Kilometer über der Erde und einem erdfernsten Bahnpunkt in Höhe des Geostationären Orbits ausgesetzt worden.

Zwischen dem 27. August und dem 4. September 2016 hätte der Hydrazin (N2H4) mit Distickstofftetraoxid (NTO / nitrogen tetroxide / N2O4) verbrennende Motor mehrere Einsatzphasen absolvieren sollen. Der Satellit mit einer Startmasse von rund 6.600 Kilogramm dürfte anfangs über zusammen rund 3.500 Kilogramm beider Treibstoffkomponenten verfügt haben. Mit einem Teil des Treibstoffs konnte der Apogäumsmotor zunächst das Erreichen einer rund zwei Grad gegen den Erdäquator geneigten 9.950 x 35.750 Kilometer Bahn verwirklichen.

Am 9. September 2016 teilte Intelsat mit, dass man wegen einer Fehlfunktion des Apogäumsmotors nun länger für die erforderliche Bahnanhebung brauchen werde. Man arbeitete dann mit den chemischen Triebwerken für Lageregelung und Bahnerhalt an Bord des Satelliten, um ihn zu seiner Einsatzposition zu steuern. Die ursprüngliche Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahre könnte durch die Manöver vielleicht um maximal 18 Monate geringer ausfallen.

Der neue Erdtrabant ist der zweite einer Serie von neuartigen Kommunikationssatelliten für ein Netzwerk mit hohem Durchsatz unter der Bezeichnung Intelsat EpicNG. C-Band-Spots adressieren Telekommunikationsnetzwerkbetreiber in Asien, Australien, Europa, dem Mittleren Osten und in Zentralafrika, die große Datenmengen umschlagen. C-Band-Ausleuchtzonen über dem Bereich des afrikanischen Kontinents unterhalb der Sahara dienen der Verbreitung von Daten- und Informationsdiensten. Ku-Band-Spots erlauben Breitbanddienste für Afrika, Asien, Europa und den Mittleren Osten. Eine Ku-Band-Ausleuchtzone dient der Ausstrahlung von Radio- und TV-Programmen für Asien, Europa und den Mittleren Osten.

Über Intelsat 33e verbreitete maritime Breitbandanwendungen werden unter anderem von GEE, Marlink und Speedlink vermarktet. Wifi-Netzwerkunterstützung für Luftfahrzeuge via Intelsat 33e gibt es über Gogo und Panasonic Avionics. Außerdem zählen Breitbandanbieter, Telekommunikationsnetzwerkbetreiber und Fernsehgesellschaften beispielsweise aus Armenien, Dschibuti, Kamerun, Pakistan, Russland, Südafrika und den USA zu den Nutzern des neuen Intelsat.

Intelsat 5 alias PAS-5 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 24.916 und als COSPAR-Objekt 1997-046A.
Telkom 2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 28.902 und als COSPAR-Objekt 2005-046A.
Telkom 3 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 38.744 und als COSPAR-Objekt 2012-044A.
Intelsat 33e ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.748 und als COSPAR-Objekt 2016-053B.

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(Autor: Axel Nantes - Quelle: Arianespace, Boeing, Intelsat, Raumfahrer.net, Reschetnjow, Telkom, Thales Alenia Space)


» Japan: Neuer militärischer Comsat DSN 2 im All
04.02.2017 - Am 24. Januar 2017 gelangte der erste einer neuen Serie japanischer militärischer Kommunikationssatelliten ins All. Neben der Nutzung einzelner Elemente kommerzieller Kommunikationssatelliten können die Japanischen Selbstverteidigungskräfte (Japan Self-Defence Forces, JSDF) künftig auf eigene Satelliten zurückgreifen.
Das DSN-Programm …
… geht auf ein Joint-Venture der SKY Perfect JSAT Corporation (JSAT) aus Tokio mit der NEC Corporation, der NTT Communications Corporation (NTT Com) und der Maeda Corporation zurück. Die genannten Unternehmen gründeten die DSN Corporation, an der JSAT rund 65 Prozent aller Anteile hält. Die DSN Corporation gab am 15. Januar 2013 bekannt, mit dem japanischen Verteidigungsministerium einen Vertrag insbesondere über Ausbau und Betrieb eines Satellitenkommunikationssystems im X-Band geschlossen zu haben. Zur Finanzierung des Programms kommt nach Angaben aus Japan seitens des Joint-Ventures angeblich ausschließlich privates Kapital zum Einsatz.

Das zu realisierende Satellitenkommunikationssystem und entsprechend angepasste Bodenstationen sollen laut Plan in den japanischen Haushaltsjahren 2015 bis 2030 genutzt werden können. Die Gesamtkosten wurden von japanischen Quellen auf 122.074.026.613 Yen beziffert, umgerechnet rund 1,1 Milliarden US-Dollar.

JSAT fungiert als Hauptauftragnehmer im DSN-Programm und organisiert Beschaffung, Start und Betrieb der Satelliten. NEC organisiert den Bau von Kommunikationsnutzlasten und Satelliten und kümmert sich um die Anpassung von Bodenstationen. NTT Com wartet und organisiert die Bodenstationen, Maeda widmet sich erforderlichen Bauarbeiten.

Drei unterschiedliche Satelliten ...
... sollen im Rahmen des DSN-Programms zum Einsatz kommen, wurde mittlerweile bekannt. Am 25. April 2014 hatte JSAT mitgeteilt, die Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) mit dem Bau von Superbird 8 mit Transpondern für das Ka- und das Ku-Band auf Basis des Satellitenbus DS2000 beauftragt zu haben. Der neue Satellit sei dafür gedacht, Superbird B2 bei 162 Grad Ost im Geostationären Orbit abzulösen.

Die ursprüngliche Planung sah vor, DSN 1, eigentlich nur ein Teil der Kommunikationsnutzlast des kommerziellen Kommunikationssatelliten Superbird 8 alias Superbird B3, im Dezember 2015 auf einer Ariane-5-Rakete ins All transportieren zu lassen. Das besagte Raumfahrzeug wurde später beim Transport zum Startzentrum Kourou beschädigt. Wäre sein Start termingerecht erfolgt, wäre laut Plan im März 2016 der Beginn seines Regelbetriebs und im April 2030 das Ende seines Regelbetriebes zu erwarten gewesen.

Ein Be- bzw. Entlüftungsventil am Transportcontainer mit Superbird 8 war während des Lufttransports nach Kourou offenbar von einer Abdeckplane blockiert. Ungeeignete Druckverhältnisse führten deshalb zu einer Beschädigung des Satelliten bzw. seines Antennensystems. Mitte 2016 ging man davon aus, dass sich der Start von DSN 1 / Superbird 8 alias Kirameki 1 daher um rund zwei Jahre verzögern wird. Aktuell erwartet man den Start des Satelliten irgendwann im Zeitraum von März bis September 2018.

Der jetzt gestartete zweite Satellit, DSN 2 alias Kirameki 2, soll laut Plan im März 2017 den Regelbetrieb über dem Indischen Ozean aufnehmen (als Nachfolger für Superbird D alias N-SAT 110 bei 110 Grad Ost im Geostationären Orbit). Bis März 2031 will man DSN 2 dann nutzen können. Via DSN 2 könnte beispielsweise Kommunikation mit Japanischen Militäreinheiten abgewickelt werden, die im Rahmen einer Mission der Vereinten Nationen im Südsudan tätig sind. Daten zum Budget des japanischen Verteidigungsministeriums zum Finanzjahr 2017 zeigen an, dass es auch einen dritten Satelliten geben soll, der X-Band-Kommunikationsverbindungen unterstützen kann. Seine Stationierung könnte im Jahr 2020 im Geostationären Orbit zwischen DSN 1 und DSN 2 auf der Höhe Japans erfolgen.

DSN 2 …
… gelangte an Bord der H-IIA-Rakete mit der Flugnummer F32 in den Weltraum. Am 14. Mai 2014 hatte Mitsubishi Heavy Industries (MHI) mitgeteilt, von JSAT mit dem Start eines nicht näher bezeichneten Satelliten beauftragt worden zu sein. Ausgangspunkt für den nun abgewickelten Flug war die Rampe Nummer 1 des Yoshinobu-Startkomplexes (YLP-1) an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima. Verwendung fand eine von MHI gebaute H-IIA-Rakete in der Version 204. Die Bezeichnung zeigt an, dass seitlich an der ersten Stufe vier Feststoffbooster des Typs SRB-A3 montiert waren.

Als exakten Startzeitpunkt nennt die Japanische Weltraumforschungsagentur (Japan Aerospace Exploration Agency, JAXA) 16:44 Uhr Japan Standard Time (JST) am 24. Januar 2017, das ist 7:44 Uhr Weltzeit (UTC) am gleichen Tag. Das Startfenster erstreckte sich von 16:44 Uhr bis 17:58 Uhr JST. Das Wetter vor Ort bezeichnete die JAXA als gut, die Temperatur betrug nach Angaben der JAXA zum Startzeitpunkt neun Grad Celsius, Wind sei mit Geschwindigkeiten von 7,1 Metern pro Sekunde aus nordwestlicher Richtung gekommen.

Vor dem Abheben zündete zunächst das flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennende Haupttriebwerk vom Typ LE-7A am Heck der ersten Stufe. Nach dem Aufbau des vorgesehenen Schubniveaus zündeten die vier jeweils mit rund 66 Tonnen HTPB (Hydroxyl-terminiertes Polybutadien) gefüllten Feststoffbooster, und der Flug der anfangs rund 53 Meter hohen Rakete begann.

Nach nicht ganz zwei Minuten Flugzeit waren die vier Feststoffbooster ausgebrannt und wurden abgeworfen. Dann folgte der Abwurf der Nutzlastverkleidung, und schließlich übernahm die zweite Stufe der Rakete die weitere Steigerung von Flughöhe und Geschwindigkeit. Die zweite Stufe ist mit einem Triebwerk des Typs LE-5B ausgestattet, das ebenfalls flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennt.

Die zweite Stufe brachte DSN 2 auf einen Transferorbit, von dem aus der Satellit den Weg in den Geostationären Orbit eigenständig bewerkstelligen muss. Um 8:18 Uhr Weltzeit war die Stimme eines Kommentators in einer Startübertragung zu hören, die die Abtrennung des Satelliten von der zweiten Stufe bestätigte. Die JAXA meldete später, dass die Mission der H-IIA F32 ein Erfolg gewesen sei und die Abtrennung des Satelliten nach Plan erfolgte.

Dem neuen Satelliten wird eine Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren bescheinigt. Er basiert auf MELCOs Satellitenbus DS2000. Zunächst hatten einige Beobachter japanischer Raumfahrtaktivitäten angenommen, DSN 2 könnte basierend auf NECs Satellitenbus NX-G aufgebaut werden, weil MELCO bzw. MHI wegen unangemessener Rechnungsstellung an das Japanische Verteidigungsministerium und die JAXA zeitweise vom Wettbewerb um japanische Regierungsaufträge ausgeschlossen worden sei.

DSN 2 alias Kirameki 2 (auch X-Band Defense Communication Satellite-2) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.940 und als COSPAR-Objekt 2017-005A. Die zweite Stufe der Trägerrakete ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.941 und als COSPAR-Objekt 2017-005B.

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(Autor: Axel Nantes - Quelle: DSN Corporation, JAXA, JSAT, JSDF, MHI, mod.go.jp)


» Sigmund Jähn wird 80!
10.02.2017 - Doktor Sigmund Jähn, Fliegerkosmonaut und erster Deutscher im All, feiert am 13. Februar 2017 seinen 80sten Geburtstag. Wir gratulieren ganz herzlich!
Viele berühmte Persönlichkeiten definieren sich in der Geschichte nur durch eine einzige große Tat.
Der preußische General Blücher wäre bestimmt heute nicht so bekannt, wenn er nicht in der Schlacht bei Waterloo am 18. Juni 1815 entscheidend eingegriffen hätte.
Charles Augustus Lindbergh war ein einfacher Pilot. Durch eine einzige Tat wurde er weltberühmt, sein Atlantikflug 1927.
Ein kleiner bis dato völlig unbekannter Oberleutnant wurde im April 1961 vom Schicksal an eine Stelle gestellt, die ihn zum Symbol des Beginns eines neuen Zeitalters machte, der bemannten Raumfahrt: Juri Gagarin.

Ist es aber gerechtfertigt, die Lebensleistung nur durch eine einzelne Tat zu definieren? Eine schwere Frage und nicht leicht zu beantworten.
Der hier genannte Jubilar hat auch so eine Tat vollbracht, mit der er, ob er will oder nicht, immer in Zusammenhang gebracht wird. Mit dieser Tat ist er im Bewusstsein vieler Landsleute verankert. Sigmund Jähn ist als erster Deutscher 1978 ins All geflogen.

Viel wurde seinerzeit darüber berichtet und bis in die heutigen Tage wieder und immer wieder. Der Start von Sojus-31. Die Arbeit auf der Orbitalstation Salut-6. Die Landung mit Sojus-29. Viele große und kleine Geschichten über und um diesen Flug wurden erzählt. Alles wurde schon hunderte male berichtet und wieder berichtet. Ausgeschmückt oder kleingeredet. Immer, wie man es gerade zu sehen glaubte. Diese eine Woche Aufenthalt im Weltraum wurde von einigen Zeitgenossen als überragender Beweis der Überlegenheit des damals herrschenden Systems gewertet. Für andere war es „nur“ eine Propagandashow. Beides stimmt nicht. Aber der Akteur kann sich nur schwer gegen eingefahrene Vorurteile wehren.

Für den Autor dieser Zeilen definiert sich die Lebensleistung nicht in dieser einzigen Tat. Der Jubilar hat ein nicht gerade eintöniges Leben geführt. Nur einige Stationen seines Lebens seien hier genannt. Er wird in Morgenröthe-Rautenkranz (Sachsen) geboren. Ein Ort im tiefsten Vogtland, dessen Name noch heute manchen Unkundigen zum Schmunzeln anregt. Als junger Mann lernt er den bodenständigen Beruf eines Buchdruckers. Er will fliegen. Das ist für ihn nur bei den Luftstreitkräften der DDR möglich. So wird er Militärpilot. Hier sieht der junge Unterleutnant und frisch gebackene Pilot erstmals dem Tod ins Auge. Er muss sich aus einer MiG-17 nach Triebwerksausfall katapultieren. Ein Stück verkohlte Karte aus den Flugzeugtrümmern wird zum Talisman. Er studiert in Moskau an der Militärakademie in Monino und erlebt dort 1968 den tragischen Unfalltod von Juri Gagarin. Er wird Inspekteur für Jagdfliegerausbildung und Flugsicherheit. 1976 folgt dann unerwartet die Auswahl in den streng geheimen Kader für Interkosmonauten.

Die Sowjetunion hatte mit den sozialistischen Bruderländern vereinbart, dass auch Bürger dieser Länder mit sowjetischen Raumschiffen fliegen durften. Jähn setzt sich gegen alle Mitbewerber zum Schluss durch. Auch bedingt durch sein warmherziges Auftreten. 1978 dann die ersten Interkosmos-Raumflüge. Zuerst fliegt der Tschechoslowake Remek. Die Reihenfolge ist aus politischen Gründen gesetzt. Danach soll ein DDR-Bürger starten. Doch Polen interveniert und setzt sich durch. So ist der Nächste der Pole Hermaszewski. Jähn soll diese „Zurückstellung“ mit den Worten kommentiert haben: „Somit hatten wir mehr Zeit, uns noch besser auf das wissenschaftliche Forschungsprogramm vorzubereiten … .“

Am 26. August 1978 ist es soweit. Jähn ist nicht nur der erste DDR-Bürger in der Umlaufbahn. Die Machthaber betonen auch, dass er der erste Deutsche im All ist. In der alten Bundesrepublik wird diese Tatsache damals nicht gerade mit Beifallstürmen aufgenommen. Jähn selber absolviert den Raumflug ganz professionell, aber auch mit Warmherzigkeit und Witz. Unvergessen ist die Geste am Fuße der Startrampe. Daumen hoch. Mindestens zwei Bildreporter halten diesen ganz kurzen Augenblick fest. Das Bild wird zum Symbol. Auf geht’s!

Später gerät die Ankopplung an die Orbitalstation Salut-6 zur Zitterpartie. Die Luke klemmt. Aber alles geht gut. Auf der Raumstation steht dann ein dicht gedrängter Zeitplan für wissenschaftliche Forschung an. Eines der Hauptexperimente ist die Erdfernerkundung mit der Multispektralkamera MKF-6, im DDR-Volksmund spöttisch als "Multispektakelkamera" bezeichnet. Dass diese Kamera damals technischer Höchststand war und sich auch auf dem West-Welt-Markt hätte gut verkaufen lassen können, das ist weniger bekannt. Nach dem Raumflug wird Jähn bei Professor Marek, einem der Väter der MKF-6, auf dem Gebiet der Fernerkundung promovieren.

Die Tage im Weltraum vergehen buchstäblich wie im Fluge. Die Landung ist dann mehr als hart. Das Ausklinken des Fallschirms erfolgt nicht so, wie vorgesehen. Der Wirbelsäulenschaden, den Jähn dabei davon trägt, wird ihn sein weiteres Leben begleiten.

Nach der Landung ist vor dem Jubel. Jähn wird in der DDR zum Superstar hochstilisiert. Einer von vielen Witzen erklärt die neue Längeneinheit in der DDR: „Ein Jähn“ – Der Abstand von einem Plakat zum nächsten. Der Mann, dem der Jubel gilt, leidet darunter. Ihm ist der ganze Rummel um seine Person eher peinlich. Er mag nicht im Rampenlicht stehen. Er bleibt bescheiden, bodenständig, liebenswürdig und volksverbunden. Die Menschen erkennen das an. So ist der Jubel und die Bewunderung ehrlich und hält bis heute an.

In den 1980er Jahren kommt es zu ersten Kontakten auch mit westlichen Raumfahrern. Im Herbst 1989 ist das Ende der DDR gekommen. Mit einer für viele unmöglich gehaltenen Geschwindigkeit schreitet die Geschichte voran. Die Berliner Mauer fällt. Ein knappes Jahr später ist die DDR Geschichte und Deutschland eins. Jähn, inzwischen Generalmajor, ist plötzlich arbeitslos. Da erinnert man sich seiner in einer Zeit des Tauwetters mit dem aus dem Rest der Sowjetunion erstandenen Russland. Russland hat Schwierigkeiten, die kostspielige Raumfahrt zu unterhalten.

Die Raumstation MIR ist chronisch unterfinanziert. Mangel an allen Ecken. In dieser Situation sehen die Westeuropäer die Chance zur Zusammenarbeit in der bemannten Raumfahrt. Und Russland schlägt in die hingehaltene Hand ein. Wie können aber auf die Schnelle ehemalige Gegner, die sich bis vor Kurzem sogar feindlich gegenüber standen, überhaupt zusammen arbeiten? Schließlich sind die zukünftigen Westkosmonauten teilweise auch Kampfpiloten in ehemals feindlichen Luftwaffen. Ideal wäre ein Mittler. Jemand der loyal zu seiner Heimat ist und gleichzeitig auch die russische Seele begreift. Der Russland von innen kennt und auch versteht. Der dort auch anerkannt und geachtet ist. Die Rolle ist für Jähn wie auf den Leib geschrieben.

Er wird freier Berater für das Astronautenzentrum des DLR und später auch für die ESA im russischen Kosmonautenausbildungszentrum bei Moskau. Er verlegt seinen Arbeitsplatz in das Sternenstädtchen und bezieht dort ein kleines Büro. Alle europäischen Kosmonauten werden von ihm begleitet. Er plant, organisiert, vermittelt. Er kümmert sich nicht nur um Ausbildungspläne, sondern auch um die vielen tausend Problemchen, die das Leben in Russland so mit sich bringt. Dabei bleibt er immer im Hintergrund. Bescheiden und diskret. Das beschert ihm die Hochachtung aller seiner Kosmonautenkollegen. Es gibt ein Foto aus der Euro-MIR-Zeit. Der junge Raumfahrtanwärter Thomas Reiter posiert, sitzend im Sokol-Raumanzug, vor der ESA-Fahne. Hinter Ihm stehend sein Mentor Sigmund Jähn. Für mich ein Bild mit Symbolcharakter.

Längst als Pensionär kommt der Jubilar trotzdem nicht zur Ruhe. Er wird zu Tagungen, Raumfahrtveranstaltungen und Foren eingeladen. Die Säle sind immer voll. Geduldig gibt er Autogramme, wann immer er danach gefragt wird. Seien es nun Treffen mit Schulkassen oder mit schon betagteren Autogrammjägern.

Seine volle Unterstützung und Kraft gilt der Deutschen Raumfahrtausstellung in seinem Geburtsort Morgenröthe-Rautenkranz. Ohne sein Wirken hätte sich diese Ausstellung nicht zu so einem einzigartigen Ort der Präsentation der Geschichte der Raumfahrt entwickelt. Man ist sich dort dieser Tatsache auch voll bewusst.

Im Mai 2014 wird er noch einmal nach Baikonur gerufen. Zusammen mit Ulf Merbold und Thomas Reiter verabschiedet er Alexander Gerst zu seinem Flug zur Internationalen Raumstation. Damit setzt sich die Geschichte deutscher Raumfahrer nun in der dritten Generation fort, die mit Jähn begann. Und mit Astro-Alex steigt dort ein pfiffiger, weltoffener, intelligenter und feinsinniger junger Mann in die Sojus, der ganz im Sinne Jähns ist. Der Staffelstab ist weiter gegeben. Es ist zu hoffen, dass Sigmund Jähn noch lange mit uns verfolgen kann, wie die Geschichte, die Geschichte der bemannten Raumfahrt weiter geht.

In diesem Sinne wünschen wir ihm alles Gute, Glück und Gesundheit.

Alles Gute zu Deinem 80sten Geburtstag lieber Sigmund !


Verwandte Meldung bei Raumfahrer.net:


(Autor: Andreas Weise - Quelle: Andreas Weise)


» Zeitplan für elektrische Express 80 und 103
11.02.2017 - Am 6. Februar 2017 trafen sich Industrie- und Behördenvertreter aus Russland in Moskau, um Fortgang und Fortschritte der Realisierung der beiden Kommunikationssatelliten Express 80 und Express 103 zu besprechen.
Geleitet wurde die Besprechung von Igor Tschursin, dem stellvertretenden Leiter der russischen föderalen Agentur für Telekommunikation (Rossvyaz). Zur Seite standen ihm Prof. Dr. Nikolai Testojedow, Generaldirektor des Satellitenbauers Reschetnjow in Schelesnogorsk bei Krasnojarsk in Sibirien, Juri Prochorow, Generaldirektor der russischen föderalen Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC), und Juri Wlasow, stellvertretender Leiter des staatlichen russischen Raumfahrtunternehmens Roskosmos.

Zentrale Besprechungsthemen waren Bau, Test und Inbetriebnahme der neuen Satelliten. Im Ergebnis konnte man sich auf einen Zeitplan einigen, der gemeinsam verabschiedet wurde.

Die RSCC hatte Reschetnjow im Frühjahr 2016 mit dem Bau von Express 80 und Express 103 beauftragt. Als Beginn konkreter Arbeiten an dem Projekt nennt RSCC Dezember 2016. Nach Angaben von Reschetnjow ist der Start von Express 80 und 103 derzeit für Ende des Jahres 2019 eingeplant (RSCC: Ende Q3 2019). Inbetriebnahme und Abnahmetests der beiden Satelliten im All sollen Anfang des Jahres 2020 erfolgen, die Aufnahme des Regelbetriebs laut RSCC Ende des ersten Quartals 2020.

Der Hersteller teilte mit, beide Erdtrabanten entstünden auf Basis des Satellitenbus Express-1000HM. Bereits bekannt war, dass die beiden Satelliten mit Kommunikationsnutzlasten von Thales Alenia Space zusammen auf einer Trägerrakete des Typs Proton-M mit Breeze-M-Oberstufe gestartet werden sollen, Raumfahrer.net berichtete.

Neu ist die Herstellerinformation, dass beide Kommunikationssatelliten mit elektrischen Triebwerken ausgerüstet werden sollen, die insbesondere auch für den Abbau von nach dem Start verbliebener Restinklination (Neigung der Umlaufbahn gegen den Erdäquator) und Anhebung der Umlaufbahnen auf das Niveau des Geostationären Orbits benutzt werden. Erforderlich wird das laut Reschetnjow, weil die Gesamtmasse beider Satelliten die Fähigkeit der Kombination aus Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe übersteigt, Nutzlasten unmittelbar auf eine Bahn auf dem Niveau des Geostationären Orbits zu bringen.

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(Autor: Axel Nantes - Quelle: Raumfahrer.net, Reschetnjow, Roskosmos, RSCC, Thales Alenia Space)


» Jahrestreffen 2017 in Potsdam und Berlin
11.02.2017 - Auch 2017 findet wieder ein mehrtägiges Raumcon-Treffen für Raumfahrt- und Astronomieinteressierte statt. Organisiert wird es von Aktiven von Raumfahrer.net und Raumcon. Teilnehmen kann jede(r). Irgendwelche Mitgliedschaften sind keine Voraussetzung.
Vom 22. Mai bis 27. Mai 2017 findet das Raumcon-Jahrestreffen in Potsdam und Berlin statt.

Geboten werden spannende Exkursionen, interessante Vorträge und ein unnachahmliches Gemeinschaftserlebnis. Das konkrete Programm listet unter anderem Besuche der Archenholdsternwarte Berlin, des größten Linsenfernrohrs der Welt, einer Wirkungsstätte Albert Einsteins, des Zeiss-Großplanetarium Berlin-Prenzlauer Berg, des DLR-Standorts Berlin-Adlershof und des Speicherrings BESSY II beim Helmholtz-Zentrum Berlin.

Die Unterbringung erfolgt kostengünstig in der Jugendherberge Potsdam-Babelsberg, wo auch ein Tagungsraum angemietet wurde. Die Jugendherberge befindet sich in Sichtweite zur S-Bahnstation Potsdam-Babelsberg. In unmittelbarer Nähe befinden sich Einkaufsmöglichkeiten.

Im Raumcon-Forum sind weitere Informationen zu Programm, Kosten und Anmeldung zusammengestellt. Anmeldeschluss ist der 15. Februar 2017.

Hinweis: Der Anmeldeschlus wurde verlängert bis zum 20. Februar 2017, 12:00 Uhr!

Wer sich einen Eindruck von Inhalten und Verlauf vergangener Treffen verschaffen möchte: Hier gibt es Berichte zu Treffen der vergangenen Jahre (rechte Seite, herunterscrollen).


(Autor: Raumfahrer.net Redaktion - Quelle: Raumfahrer.net)


» Falcon 9 startet mit Dragon von 39A
19.02.2017 - Die Falcon 9-Rakete startet zum ersten Mal vom historischen Startplatz 39A zur internationalen Raumstation. Die erste Stufe landet anschließend wieder in Landezone-1.
Beim zweiten Versuch klappt es: hatte gestern noch eine Anomalie bei der Schubvektorsteuerung der zweiten Stufe einen Start verhindert, so klappte diesmal alles reibungslos, auch ein kurz vor dem Start vorbeiziehender Regenschauer konnte den Start nicht mehr aufhalten. Und so erhob sich zum ersten mal eine Falcon 9-Rakete mit einer Dragonkapsel voller wichtiger Experimente für die ISS um 15:38:59 Uhr deutscher Zeit von Startplatz 39A auf dem Kennedy Space Center in den Himmel. 39A ist der Startplatz von dem auch die erste Mondlandung mit Apollo-11 gestartet wurde und von der ein Großteil der Shuttleflüge stattfanden. Der letzte Start erfolgte am 8. Juni 2011 mit dem Space Shuttle Atlantis.

Die Dragonkapsel soll die ISS am 22. Februar um 15 Uhr deutscher Zeit erreichen. Dort wird sie für ca. vier Wochen verbleiben und anschließend im Pazifik vor der Küste von Kalifornien landen.

Dragon transportiert 2490 kg an Fracht, davon sind 1530 kg in der Kapsel und 960 kg im "trunk" (Zylinder unter der Kapsel) untergebracht. Die Fracht in der Kapsel beinhaltet wissenschaftliche Experimente, Dinge für die Crew, Ersatzteile, Computerausstattung und EVA-Teile. Im "trunk" befindet sich das Erdbeobachtungsexperiment SAGE III-ISS, welches die Atmosphäre untersuchen soll, und das Experiment STP-H5-Lightning Imaging Sensor, das Blitze auf der Erde untersuchen soll.

Nach der Stufentrennung führte die erste Stufe der Falcon 9-Rakete wieder eine Landung auf der Landezone-1 auf Cape Canaveral durch. Dies war die erste Landung bei Tageslicht, allerdings war die Sicht wegen des Wetters trotzdem nicht optimal.

Der nächste Falcon 9 Start ist für Ende Februar/Anfang März mit dem Satelliten Echostar-23 geplant. Dies wird ein Start ohne Landung, weil die gesamte Performance für den recht schweren Satelliten gebraucht wird. Der Start findet ebenfalls von 39A statt.

Sobald der bei einer Explosion letztes Jahr zerstörte Startplatz 40 auf der Cape Canaveral Airforce Station (CCAFS) - nur wenige Kilometer von 39A entfernt - wieder repariert ist, sollen die Falcon 9 Flüge wieder dorthin wechseln. 39A wird dann für den Falcon Heavy-Jungfernflug vorbereitet, welcher im Sommer erfolgen soll.


Aufzeichnung des Starts (Quelle: SpaceX)

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(Autor: Tobias Willerding - Quelle: SpaceX)


» Hispasat 36W-1, der erste SmallGEO, ist im All
29.01.2017 - Von Kourou in Französisch-Guayana aus brachte eine Rakete des Typs Sojus-2.1b (Sojus-ST B) russischer Bauart am 28. Januar 2017 den Kommunikationssatelliten Hispasat 36W-1 ins All. Er ist der erste einer neuen SmallGEO genannten Baureihe kleiner geostationärer Raumfahrzeuge, deren Entwicklung unter der Ägide von OHB aus Bremen erfolgte.
Der Start ...
... erfolgte am am 28. Januar 2017 um 2.03 Uhr und 34 Sekunden Mitteleuropäischer Zeit (MEZ), bzw. am 27. Januar 2017 um 22.03 Uhr und 34 Sekunden Ortszeit Kourou.

Die Startanlage ...
... hört auf die Bezeichnung ELS (Ensemble de Lancement Soyouz) und wurde in Kourou unter entscheidender Mitwirkung russischer Unternehmen extra für den Start von aus Russland bezogenen Raketen gebaut. Die äquatornahe Lage an der Küste Südamerikas erlaubt günstige Flugprofile für Satelliten, die später im Geostationären Orbit (GEO) über dem Äquator eingesetzt werden sollen. Für eine Sojus-Rakete war es allerdings das erste Mal, dass von Kourou aus eine Nutzlast in einen geeigneten Geotransferorbit gebracht wurde. Ein zweiter solcher Flug könnte einer mit dem Kommunikationssatelliten SES 15 Anfang April 2017 sein. Der erste Start von der Anlage überhaupt erfolgte am 21. Oktober 2011.

Die Rakete ...
... von ZSKB Progress bzw. RKZ Progress mit der Seriennummer R-15000-012, die verwendet wurde, ist ja nach Zählweise zusammen mit der von Lawotschkin gebauten Oberstufe Fregat-MT (Seriennummer 133-06) und einem Nutzlastadapter von RUAG drei- oder vierstufig. Ursprünglich war für Hispasat 36W-1 einmal ein Start auf einer Ariane-5-Rakete vorgesehen.

Beim Abheben der VS16 genannten Sojus-Arianespace-Mission mit einer Gesamtnutzlast von 3.343 Kilogramm arbeiteten die Kerosin mit flüssigem Sauerstoff verbrennenden Antriebe der Zentralstufe und der vier Außenblocks, die wegen ihrer Form umgangssprachlich auch Karotten genannt werden, gleichzeitig. Der Abwurf der Außenblocks erfolgte nach rund einer Minute und 58 Sekunden Flugzeit. Der Abwurf der Nutzlastverkleidung mit dem Erzeugniscode 81KS erfolgte etwa dreieinhalb Minuten nach dem Abheben. Vier Minuten und 47 Minuten nach dem Abheben trat während der sogenannten heißen Stufentrennung schließlich die zweite bzw. dritte Stufe der Rakete in Aktion. Sie verbrannte ebenfalls Kerosin mit flüssigem Sauerstoff und arbeitete rund viereinhalb Minuten. Dabei brachte sie Oberstufe und Nutzlast auf eine suborbitale Transferbahn mit einem höchstgelegenen Bahnpunkt im Bereich von 200 Kilometern über der Erde.

Neun Minuten und 23 Sekunden war die sogenannte Orbitaleinheit aus Oberstufe und Nutzlast (Abmessungen des Satelliten in Transportkonfiguration ~ 3,1 x 2,47 x 4,95 Meter) dann rund 200 Kilometer über der Erde solo unterwegs. Es folgte eine rund 17 Minuten und 37 Sekunden lange Brennphase der Oberstufe, bei der die Stufe unsymmetrisches Dimethylhydrazin (UDMH) mit Distickstofftetroxid (NTO / N2O4) verbrannte. Die Brennphase diente insbesondere dazu, einen elliptischen Orbit mit einem von der Erde am weitesten entfernten Bahnpunkt ungefähr auf Höhe des Geostationären Orbits auszubilden. Rund vier Minuten nach Abschluss dieser Brennphase und nach 32 Minuten und 10 Sekunden Gesamtflugzeit wurde Hispasat 36W-1 schließlich ausgesetzt.

Nach dem Aussetzen wurde Hispasat 36W-1 alias H36W-1 in einer 5,4 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn mit einem Apogäum, dem von der Erde am weitesten entfernten Bahnpunkt, von 35.639 Kilometern und einem Perigäum, dem der Erde nächsten Bahnpunkt, von 239 Kilometern beobachtet.

Der Satellit ...
... wird für den Abbau der verbliebenen Bahnneigung gegen den Erdäquator und die Ausbildung einer annähernden Kreisbahn eigene chemische, Monomethylhydrazin (MMH) mit einer Mischung von Stickstoffoxiden (MON) verbrennende Triebwerke benutzen. Zusammen rund 1.300 Kilogramm beider Treibstoffkomponenten wurden in je einem Brennstoff- und einem Oxidatortank mit einem Volumen von jeweils 700 Litern untergebracht. Die Tanks baute Airbus Safran Launchers in Bremen.

An Bord des Satelliten befindet sich ein 400 Newton starker Apogäumsmotor des Typs S400. Dieser wird bei seinen Einsätzen von zwei redundanten Sätzen aus je vier 10 Newton starken Lageregelungstriebwerken unterstützt. Die Auslegung des chemischen Antriebssystems erfolgte so, dass die Lageregelungstriebwerke alleine die Bahn des Satelliten anheben können, falls der Apogäumsmotor versagt oder aus anderen Gründen nicht eingesetzt werden kann. Hat der Satellit einen annähernd Geostationären Orbit erreicht, wird das chemische Antriebssystem mit Hilfe zweier am Satelliten an gegenüberliegenden Positionen montierter Ventile passiviert.

Für den finalen Transfer in den Geostationären Orbit, die abschließende Positionierung an der geplanten Einsatzpostion bei 36 Grad West im GEO und in allen folgenden Betriebsphasen wird der dreiachsstabilisierte Satellit mit einer Leermasse von rund 1.700 Kilogramm und einer Startmasse von 3.220 Kilogramm ausschließlich auf Xenon ausstoßende Triebwerke zurückgreifen. Zusammen 220 Kilogramm des Edelgases unter einem Anfangsdruck von 186 bar stehen dafür in zwei Tanks mit einem Volumen von jeweils 60 Litern zur Verfügung. Hersteller dieser Tanks ist MT Aerospace aus Augsburg.

Ausgestattet ist Hispasat 36W-1 mit zwei redundanten Sätzen von je vier elektrischen Triebwerken des Typs PPS-1350-G (Snecma / Safran Aircraft Engines), die auf eine Konstruktion namens SPT-100 vom russischen Konstruktionsbüro Fackel bzw. Fakel aus Kaliningrad zurückgehen. Je zwei redundante Triebwerke sind zusammen montiert.

Ursprünglich war geplant, vier PPS-1350-G (Schub jeweils > 75 Millinewton) als Redundanz und vier HEMPT (auch HEMP-T, High Efficiency Multistage Plasma Thruster, jeweils 45 Millinewton Schub) der Thales Electronic Systems GmbH zu benutzen. Die letztgenannten kommen bei Hispasat 36W-1 offensichtlich nicht zum Einsatz. Da die Auslegung so erfolgte, dass die Satellitenmission auch ausschließlich mit den mehr Arbeitsmedium verbrauchenden PPS-1350-G erfolgreich sein kann, war es möglich, auf den Einsatz der HEMPTs verzichten zu können. Der Triebwerkmix könnte eventuell an Bord des experimentellen Kommunikationssatelliten Heinrich Hertz zum ersten Mal geflogen werden.

Bei Hispasat 36W-1 gibt es außerdem 2 x 4 kleine Kaltgastriebwerke, die Xenon ausstoßen können. Das sogenannte Cold Gas Thruster Assembly (CGTA) wurde von Thales Alenia Space aus Italien beigesteuert. Die Kaltgastriebwerke sind dazu gedacht, Taumelbewegungen des Satelliten unmittelbar nach seiner Abtrennung von der Oberstufe zu kompensieren und im Falle, dass ein Sicherheitsmodus (Safemode) wirksam wird, die Ausrichtung des Satelliten (mit seinen Solarzellen) Richtung Sonne zu gewährleisten. Für einen entsprechenden Einsatz der mindestens 50 Millinewton starken Triebwerke sollen über den gesamten Missionsverlauf etwa fünf Kilogramm Xenon verbraucht werden.

Lässt sich der Satellit mit einer Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren irgendwann nicht mehr sinnvoll betreiben, oder muss der Betrieb wegen einer nicht zu behebenden Anomalie beendet werden, soll der Satellit in einen sogenannten Friedhofsorbit - für Geostationäre Kommunikationssatelliten derzeit typischerweise rund 300 Kilometer über dem GEO - gebracht werden. Auch dafür wird man die elektrischen Triebwerke des Raumfahrzeugs verwenden.

Im von OHB Schweden (der ehemaligen Space Systems Division der Swedish Space Corporation) entworfenen System zur Bestimmung der Lage des Satelliten im Raum kommen unter anderem integrierte Sternensensoren von der Jena-Optronik GmbH aus Jena zum Einsatz, bei welchen sich Optik und Elektronik im gleichen Gehäuse befinden. Die STAR1000 genannten Detektoren in den ASTRO-APS genannten Sensoren dürften die derzeit strahlungsresistentesten im Markt sein. Active Pixel Sensoren sind im Vergleich zu anderen Sensoren robuster und schneller. Das System zur Lagebestimmung kann außerdem auf Daten von Gyroskopen (Honeywell Miniature inertial measurement units (MIMU)) und Sonnensensoren (von Bradford Engineering) zurückgreifen. Zur Lageänderung können neben den Triebwerken des Satelliten auch vier Teldix / Rockwell-Collins Reaktionsräder verwendet werden.

Zur Positionsbestimmung kann ein an Bord befindlicher experimenteller Navigationssignal-Empfänger benutzt werden. Er soll unter Nutzung zweier unterschiedlicher Antennen während aller Missionsphasen Daten des US-amerikanischen globalen Satellitennavigationssystems (GPS) empfangen, die ihn im schließlich im GEO von GPS-Satellien "nach unten" ausgestrahlt an der Erde vorbeistreichend erreichen. Die zentrale Baugruppe mit einer Masse von rund 3,9 Kilogramm ist eine Konstruktion von Airbus Defence and Space. Ihre Abmessungen betragen 272 x 284 x 92 Millimeter, ihr Stromverbrauch liegt im Bereich von 10 Watt. Mit ihrer Hilfe vorgenommene Positionsbestimmungen sollen auf 150 Meter genau sein, wird erwartet. Die Nutzung von GPS-Empfängern an Bord von Raumfahrzeugen für den Einsatz im GEO könnte insbesondere den Aufwand und die Kosten für die Bahnverfolgung bis zum Erreichen der ersten Einsatzposition und allgemein die Arbeitslast in den Bodenstationen zur Kontrolle von Satelliten im GEO reduzieren helfen.

Die Kommunikationsnutzlast ...
... hat einen Masseanteil von rund 400 Kilogramm und umfasst eine Reihe neuartiger Konstruktionsmerkmale und Eigenschaften. Ihre Auslegung erfolgte vollständig durch die Firma Tesat-Spacecom GmbH & Co KG aus Backnang, die eine solche Arbeit zum ersten Mal erledigte. Die Kommunikationsnutzlast besitzt rauscharme Verstärker und Frequenzumsetzer von Tryo Aerospace.

Für das Ku-Band wurden in die Kommunikationsnutzlast insgesamt 20 Transponder mit Bandbreiten von 33 und 36 Megahertz integriert. Mit den Transpondern kann ein Sende- und Empfangs-Antennensystem mit zwei im All aufzuklappenden von Airbus Defense and Space Spanien gebauten Karbonfaser-Antennenreflektoren ohne zusätzliche Thermalschutz-Farbbeschichtung bedient werden.

Ein elektronisch richtbares Antennensystem auf Hispasat 36W-1 für Frequenzen zwsichen 14,25 und 14,50 Gigahertz besitzt integrierte Schaltkreise von Arquimea, ein Heatpipe-Kühlsystem von Iberespacio sowie eine Stromversorgung und eine elektronische Steuerung von Tecnobit. Das Antennensystem namens DRA/ELSA für Direct Radiating Array / ELectronically Steerable Antenna (auch RedSAT DRA) ist für den parallelen Empfang vier unabhängiger, hinsichtlich des Sendeorts flexibel änderbarer 36 Megahertz Ku-Band-Uplinks ("S1" bis "S4") gedacht. DRA/ELSA kommt von Airbus Defense and Space Spanien. Das Unternehmen griff beim Entwurf der neuen Antenne auf Erfahrungen mit der In-orbit Reconfigurable Multibeam Antenna (IRMA) an Bord des von Space Systems/Loral integrierten militärischen Kommunikationssatelliten SpainSAT und einer Aktivantenne an Bord des von Airbus Defence and Space bzw. Astrium gebauten Weltraumteleskops Gaia zurück.

Der RedSAT On-Board Processor (OBP) basiert auf Entwicklungen von Thales Alenia Space aus Spanien und benutzt DVB/MPEG2 Standards zum Informationstransport. Für vier 36-Megahertz-Kommunikationskanäle kann er eingehende DVB-RCS-Signale (DVB-RCS: Digital Video Broadcasting - Return Channel via Satellite) aufbereiten und im DVB-S2-Format zur Sendung vorbereiten. Er kann außerdem Verbindungen zu irdischen IP- und Telefonnetzen herstellen.

Ein sogenannter "Ka-Band Demonstrator" mit neuartiger Ansteuerungseinheit, drei Transpondern und einer feststehenden Sende- und Empfangs-Antenne besitzt eine besonders große Bandbreite (144 Megahertz). Bisher übliche Systeme waren häufig auf den Betrieb mit einer ganz bestimmten Leistung auf einer ganz bestimmten Frequenz hin ausgelegt. Mit flexibel einstellbarer Sendeleistung und nachträglich wechselbaren Frequenzen wird ein flexiblerer Einsatz eines Kommunikationssatelliten ermöglicht. Gegebenenfalls kann Leistung, wo sie nicht benötigt wird, reduziert und für andere Anwendungen an Bord des Satelliten benutzt werden.

Der Strom ...
... für die elektrischen Verbraucher an Bord von Hispasat 36W-1 wird von zwei Solarzellenauslegern bereitgestellt. Die von Airbus Defence and Space Ottobrunn gebauten Ausleger mit Galliumarsenid 3G triple junction-Zellen und integrierten Bypass-Dioden von der AZUR SPACE Solar Power GmbH aus Heilbronn sind so montiert, dass sie von den elektrischen Triebwerken am Satellitenkörper möglichst wenig beeinflusst werden. Die Ausleger geben dem rund 4,95 Meter hohen, mit entfalteten Antennen rund 7,5 Meter breiten Satelliten eine Spannweite von rund 20,8 Metern. Bei ihrer Konstruktion wurde auf Erfahrungen mit Baugruppen für die Satellitenbusse EuroStar-3000 und Alphabus zurückgegriffen. Die mögliche Gesamtleistung des Stromerzeugungssystems mit einer Stromschienenspannung von 50 Volt liegt bei über 6 Kilowatt, wovon die Kommunikationsnutzlast maximal etwas über 3,4 Kilowatt benötigt. Der Stromspeicherung dienen Lithium-Ionen-Akkumulatoren.

Der Betreiber ...
... Hispasat will den neuen Satelliten verwenden, um Empfänger in Europa, auf den Kanarischen Inseln und in Südamerika mit Multimediadiensten zu versorgen. Im Ku-Band ist eine Ausleuchtzone namens AME vorgesehen, die Nord- und Südamerika abdeckt. Eine weitere Ku-Band-Ausleuchtzone, EUR genannt, überstreicht die meisten Teile Europas inklusive der Balearen, Kanaren, Madeira, und den Azoren, sowie Nordafrika inklusive Tel Aviv in Israel. Der iberischen Halbinsel mit Spanien und Portugal sowie den Balearen und Kanaren ist die Ka-Band-Ausleuchtzone unter der Bezeichnung IBERIA/CANARY gewidmet.

Hispasat ging zur Realisierung des Satelliten ein öffentlich-privates Partnerschaftsprojekt (Public-private-Partnership, PPP) ein, an dem maßgeblich insbesondere die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) mit ihrem Programm ARTES (Advanced Research in Telecommunications Systems) und die OHB System AG mit Sitz in Bremen als Hauptauftragnehmer und zur Führung der mitarbeitenden Industrieunternehmen beteiligt sind.

Das SmallGEO-Programm der ESA, dem der Satellit entspringt, wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt. Entwicklung von Satellitenbus und Kommunikationsnutzlast wurden mit rund 150 Millionen Euro aus Deutschland gefördert. Insgesamt flossen über 300 Millionen Euro öffentlicher Fördermittel aus Europa in das Projekt.

Hispasat will den Satelliten vom eigenen Kontrollzentrum Arganda del Rey in der Nähe der spanischen Hauptstadt Madrid aus überwachen und steuern. Vorher erfolgt die Kontrolle des Satelliten jedoch von Bayern aus, wo Ingenieure und Techniker des Deutschen Raumfahrtkontrollzentrums (German Space Operations Center, GSOC) beim DLR in Oberpfaffenhofen und an der Bodenstation in Weilheim im Rahmen der frühen auch Launch and Early Orbit Phase (LEOP) genannten Inbetriebnahmephase tätig sind.

Zunächst sind intensive Tests der raumflugtechnischen Komponenten des Satelliten angesetzt. Anschließend steht der Transfer des Satelliten zu seiner Einsatzposition im GEO an. Dort werden insbesondere die Transponder und Antennen der Kommunikationsnutzlast auf Herz und Nieren geprüft. Ist alles einsatzbereit, wird die Kontrolle des Raumfahrzeugs schließlich an Hispasat übergeben.

Die Katalogisierung ...
... des früher einmal HISPASAT Advanced Generation Satellite 1 bzw. Hispasat AG1 genannten Raumfahrzeugs erfolgte mit der NORAD.Nr. 41.942 und als Cospar-Objekt 2017-006A. Die Fregat-Oberstufe wurde katalogisiert mit der NORAD.Nr. 41.943 und als Cospar-Objekt 2017-006B.

Verwandte Meldung bei Raumfahrer.net:


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(Autor: Axel Nantes - Quelle: Airbus Defence and Space, Arianespace, DLR, ESA, Hispasat, OHB, Thales Alenia Space, Tesat)



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ISS Aktuell: Neues von der und für die ISS von Redaktion



• Neues von der und für die ISS «mehr» «online»


» Neues von der und für die ISS
09.02.2017 - Die Frachter HTV 6 und Progress-MS 03 haben die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) verlassen. Neue Besatzungsmitglieder bekommt die ISS frühestens Ende April 2017. Eine neue Satellitenschleuse soll es 2019 geben.
Das ZUP ...
... genannte russische Flugleitzentrum in Koroljow bei Moskau bestätigte am 31. Januar 2017 das feurige Ende des russischen ISS-Versorgers Progress-MS 03 (№433, russ. Прогресс МC-03) alias Progress 64P. Gegen 19:24 Uhr MEZ trat das unbemannte Raumfahrzeug wieder in dichtere Atmosphärenschichten ein und wurde dabei zerstört. Gegebenenfalls übrig gebliebene Bestandteile dürften bei 51,21 Süd und 232,11 Grad Ost in einer Region des Pazifik ohne nennenswerten Schiffsverkehr niedergegangen sein.

Der Start des von RKK Energia gebauten Versorgers war am 16. Juli 2016 um 23:41 Uhr und 45 Sekunden MESZ erfolgt. Die Startmasse des Versorgers betrug 7.281 Kilogramm. Beladen war er mit rund 2.406 Kilogramm Fracht für die ISS. Tanks enthielten 705 Kilogramm Treibstoffe für die Raumstation, 420 Kilogramm Wasser und 51 Kilogramm komprimiertes Atemgas. Die druckbeaufschlagte Frachtsektion hatte man mit 1.230 Kilogramm Trockenfracht beladen.

In der druckbeaufschlagten Frachtsektion von Progress-MS 03 hatten sich unter anderem Lebensmittel (705 Kilogramm), Behälter für Abfall, Sanitär- und Hygieneartikel, medizinische Ausrüstung, Hardware für das Energieversorgungs- und das Temperaturkontrollsystem des russischen Stationssegments sowie Werkzeuge und Experimente befunden. Am 19. Juli 2016 um 2:22 Uhr MESZ hatte der Transporter am Modul Pirs (russ. Пирс für Pier, auch DC-1 für docking compartment 1) an der ISS angelegt.

Die Trennung von der ISS geschah am 31. Januar 2017 um 15:52 Uhr MEZ. Eine Bremszündung, der sogenannte deorbit burn, folgte um 18:34 Uhr MEZ. Beim Rücksturz des Transporters zur Erde befanden sich nicht mehr benötigte Ausrüstungsgegenstände und Müll an Bord.

Progress-MS 03 wurde katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.670 bzw. als COSPAR-Objekt 2016-045A.

Die JAXA ...
..., Japans Weltraumforschungsagentur (Japan Aerospace Exploration Agency), bestätigte mit Datum 6. Februar 2017 den Wiedereintritt ihres ISS-Versorgers HTV 6 alias Kounotori 6 in die Erdatmosphäre.

Am 28. Januar 2017 um 11:59 Uhr MEZ wurde das HTV 6 von seinem Kopplungsport an der ISS abgedockt und später gegen 16:45 Uhr MEZ vom Roboterarm ins All entlassen. Nach drei Bremszündungen am 5. Februar 2017 um 9:42, 11:12 und 15:42 Uhr MEZ trat das H-2 Transfer Vehicle (HTV) gegen 16:06 Uhr MEZ am 5. Februar rund 120 Kilometer über der Ostküste Neuseelands in die Erdatmosphäre ein und wurde anschließend zerstört.

Mögliche Überreste des unbemannten Transportschiffs dürften nach Angaben der JAXA am 5. Februar 2017 zwischen 16:18 und 16:42 Uhr MEZ ins Meer gestürzt sein.

Vor seiner Entsorgung misslang dem Transporter ein KITE für Kounotori Integrated Tether Experiment genannter Versuch, der der Untersuchung einer Möglichkeit zur Beseitigung von Weltraumschrott dienen sollte. Vorgesehen war, ein rund 700 Meter langes Kabel mit einem Testkörper am Ende von einer Winde an Bord des HTV 6 abzurollen. In ausgerolltem Zustand war zwischen dem HTV und dem Testkörper ein durch den Flug durch das Magnetfeld der Erde verursachter Maximalstrom von rund 10 Milliampere erwartet worden. Bewegungen des Testkörpers wollte man mit den ISS-Annäherungssensoren des HTV erfassen.

Erfolgreich war jedoch der Transport von Nachschub, Lebensmitteln und wichtigen Ersatzteilen zur Raumstation. Auf der Transportpalette des HTV-6 war eine Nutzlast von rund 1.900 Kilogramm ins All gelangt. In der druckbeaufschlagten Sektion hatten sich rund 3.900 Kilogramm Fracht befunden.

Vom HTV 6, gestartet am 9. Dezember 2016 um 14:26 Uhr und 47 Sekunden MEZ, wurden unter anderem sechs Ersatzakkumulatorensätze (Orbital Replacement Units, ORUs) angeliefert. Die mit Lithium-Ionen-Akkumulatorenzellen ausgestatteten Komponenten wurden im Rahmen mehrerer Außenbordeinsätze als Ersatz für verschlissene Nickelmetallhydrid-Akkumulatoren außen an der Station installiert. Bei kommenden HTV-Flügen sollen weitere 18 Akku-ORUs zur ISS gebracht werden, um auch in Zukunft die Speicherung von durch die großen Solarzellenausleger der Station bereitgestellter elektrischer Energie zu gewährleisten.

Das HTV 6 wurde katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.881 bzw. als COSPAR-Objekt 2016-76A.

NanoRacks und Boeing ...
... wollen zusammen eine neue Schleusungseinrichtung für die ISS bauen. Nach derzeitigem Planungsstand soll das Schleusenmodul 2019 zur Raumstation transportiert und am US-amerikanischen Modul Tranquility montiert werden.

NanoRacks wurde 2009 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Houston im US-amerikanischen Bundesstaat Texas. Zusammen mit dem US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing will NanoRacks das nach eigenen Angaben erste kommerzielle Schleusenmodul für die ISS bereitstellen.

Im Mai 2016 hatte NanoRacks zusammen mit der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) eine Vereinbarung über die Installation eines privaten Schleusenmoduls an der Raumstation unterzeichnet. Die Partnerschaft mit Boeing ging NanoRacks ein, um insbesondere den für die Kopplung an der Raumstation erforderlichen Adapter bauen und installieren zu lassen. Geplant ist die Verwendung eines passiven Adapters vom Typ Passive Common Berthing Mechanism (PCBM).

Im Hause NaoRacks soll sich eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Brock Howe dem Projektmanagement widmen und der Organisation und Überwachung der Entwurfsarbeiten für Mechanik und Avionik, von Training und Betrieb, von Sicherheitsaspekten und der Qualitätssicherung, sowie von Bau und Test von Mustern und Flugeinheit.

Das neue Schleusenmodul könnte vor allem zum Aussetzen von Klein- und Kleinstsatelliten benutzt werden, die bisher insbesondere auf eine Schleuse am japanischen Modul Kibo angewiesen sind. Darüber hinaus könnten über die Schleuse auch größere, innerhalb der ISS montierte Konstruktionen ins All transferiert werden, als mit der Schleuse der Japaner handhabbar.

Die Auslegung des Schleusenmoduls erlaubt laut NanoRacks auch einen künftigen Einsatz an einer anderen Raumstation als der ISS. NanoRacks nennt in diesem Zusammenhang eine "zukünftige kommerzielle Plattform".

Die Mechanischen Werke Woronesch ...
... (russisch: Воронежский механический завод) aus Russland sind Hersteller von Triebwerken des Typs RD-0110 (Erzeugniscode 11D55), bei deren Untersuchung nach dem gescheiterten Start von Progress-MS 04 am 1. Dezember 2016 Qualitätsprobleme festgestellt wurden.

Nach Informationen der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos sind Fehler bei der Herstellung der Triebwerke oder unerwünschte Fremdstoffe für ein Versagen einer Oxidatorpumpe in der dritten Stufe der Trägerrakete verantwortlich. Die Zerstörung der Pumpe und das resultierende Feuer könnten zu einer Beschädigung des Oxidatortanks der Stufe geführt haben. Im Rahmen der Zerstörung des Tanks wäre es dann zur nicht bestimmungsgemäßen Abtrennung des Transportschiffs gekommen.

Im weiteren Verlauf kam es möglicherweise zu zwei Kollisionen zwischen der Raketenstufe und dem Transportschiff. Wegen der zum entsprechend Zeitpunkt suborbitalen Flugbahn stürzte Progress-M 04 schließlich zurück zur Erde. Überreste haben im Süden Sibiriens den Erdboden erreicht. Die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldete am 2. Dezember 2016, dass das Gebiet des Niedergangs in der Republik Tuwa westlich der Hauptstadt Kysyl identifiziert worden sei. Der Journalist Anatoly Zak berichtet von einem Tank mit rund 90 Zentimetern Durchmesser, der im Distrikt Ulug-Chemski gefunden wurde und dem Transportschiff zugeordnet werden könnte.

Starts zur ISS auf Sojus-Raketen von Baikonur werden wegen den Problemen mit den Triebwerken jetzt verschoben, teilte der russische Flugleiter Wladimir Alexejewitsch Solowjow zwischenzeitlich mit. Der ursprünglich für den 27. März 2017 geplante Start von Sojus-MS 04 mit dem Russen Fjodor Nikolajewitsch Jurtschichin und dem US-Amerikaner Jack David Fischer an Bord ist nun auf den 20. April 2017 terminiert. In diesem Zusammenhang wurde die Landung von Sojus-MS 02 mit den Russen Andrei Iwanowitsch Borissenko und Sergei Nikolajewitsch Ryschikow und dem US-Amerikaner Robert Shane Kimbrough vom 25. Februar 2017 auf den 10. April 2017 nach hinten verschoben.

Der Start des ISS-Versorgers Progress-MS 05 wurde um einen Tag vom 21. auf den 22. Februar 2017 nach hinten verlegt.

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(Autor: Axel Nantes - Quelle: Energia, JAXA, NanoRacks, NASA, Raumfahrer.net, RIAN, Roskosmos, A. Zak)



 

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"InSpace" Magazin #566
ISSN 1684-7407


Erscheinungsdatum:
25. Februar 2017
Auflage: 5299 Exemplare


Chefredaktion
Thomas Weyrauch

Redaktion InSpace Magazin:
Axel Orth
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Redaktion:
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Simon Plasger
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