InSpace Magazin #535 vom 11. Februar 2015

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"InSpace" Magazin

Ausgabe #535
ISSN 1684-7407


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Intro von Simon Plasger

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

in der aktuellen Ausgabe finden Sie unter anderem das Neueste zu möglichen Missionen auf dem Mars, zum neuesten Proton-Start und zum Ausfall eines Satelliten.

Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen,

Simon Plasger

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Updates / Umfrage

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News

• Japanischer Radaraufklärer gestartet «mehr» «online»
• Erster Proton-Start 2015 wurde ein Erfolg «mehr» «online»
• Express-AM 33 fällt zeitweise aus, Yamal 401 hilft «mehr» «online»
• Orion: Gutes noch besser machen «mehr» «online»
• Asteroid Retrieval: Die Qual der Wahl «mehr» «online»
• SMAP erfolgreich auf Delta II gestartet «mehr» «online»


» Japanischer Radaraufklärer gestartet
01.02.2015 - Am 1. Februar 2015 wurde ein neuer japanischer Erdbeobachtungssatellit mit einer Radaranlage an Bord ins All gebracht.
Der Start erfolgte am 1. Februar 2015 um 2:21 Uhr MEZ bei Temperaturen um die 10,4 Grad Celsius und Windgeschwindigkeiten um 4,9 Meter pro Sekunde aus nordöstlicher Richtung von der Startrampe 1 des Yoshinobu-Startkomplexes (YLP-1) an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima.

Zum Einsatz kam eine von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) gebaute Rakete vom Typ H-IIA in der Version 202. Das bedeutet, an den Seiten ihrer Zentralstufe waren zwei Feststoffbooster vom Typ SRB-A3 montiert. Letztere unterstützten die Beschleunigung der Rakete in den ersten rund 100 Flugsekunden maßgeblich.

Die beim Start um 10:21 Uhr japanischer Ortszeit rund 285 Tonnen schwere H-IIA-Rakete von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) setzte den von Mitsubishi Electric (MELCO) gebauten Satelliten aus der Serie IGS nach rund zwanzig Minuten Flug im Weltraum ab. Der neue Erdtrabant kreist nun vermutlich in Höhen zwischen 480 und 500 Kilometern über der Erde auf einer um rund 98 Grad gegen den Äquator geneigten Bahn.

Es war der 27. Flug einer H-IIA-Rakete, der 21. erfolgreiche dieses Raketentyps hintereinander, und der fünfte Flug, bei dem ein Radarsatellit aus der Reihe der IGS-Raumfahrzeuge ins All transportiert wurde. IGS steht für Information Gathering Satellite, übersetzt: Satellit zum Sammeln von Informationen.

Die Raumfahrzeuge, auf japanisch als Joho Shushu Eisei (JSE) bezeichnet, gibt es in Ausführungen mit optischen Bilderfassungsystemen und als Radarsatelliten. Nach Angaben der japanischen überregionalen Tageszeitung Sankei Shimbun liegt die Bodenauflösung der Radarsatelliten im Bereich eines Meters.

Im Regelbetrieb sollten zunächst jeweils ein optischer und ein Radaraufklärer auf gleicher Umlaufbahn hintereinander Gebiete anderer Staaten, wo für Japan möglicherweise gefährliche Aktivitäten stattfinden könnten, wie zum Beispiel Nordkorea, überfliegen, um Informationen über die jeweilige Situation zu erfassen und weiterzuleiten. Neben der militärischen Nutzung wie der Feststellung gegnerischer Raketenstarts sollen die Satelliten auch für die zivile Fernerkundung eingesetzt werden. Sie bewegen sich auf annähernd polaren Umlaufbahnen in Höhen zwischen 480 und 500 Kilometern über der Erdoberfläche.

Das erste Satellitenpaar aus IGS 1A und IGS 1B war am 28. März 2003 in den Weltraum gelangt. Im selben Jahr, am 29. November, ging ein zusätzliches Satellitenpaar aus IGS 2A und IGS 2B bei der fehlgeschlagenen Mission der H-IIA mit der Flugnummer F6 verloren, weil sich ein ausgebrannter Feststoffbooster nicht wie vorgesehen von der Rakete löste. Die Rakete kam dadurch soweit von der vorgesehenen Flugbahn ab, dass sie zerstört werden musste. Die Düse des von Nissan gebauten Boosters war durchgebrannt, und eine für die Boostertrennung benötigte Einrichtung beschädigt worden.

Am 11. September 2006 gelang der Start des optischen Aufklärungssatelliten IGS 3A, und am 24. Februar 2007 konnten IGS 4A und IGS 4B ins All gebracht werden. IGS 5, ein optischer Aufklärungssatellit mit einem verbesserten Bilderfassungssystem, erreichte am 28. November 2009 eine Umlaufbahn um die Erde, ein weiterer solcher am 22. September 2011.

Der Radarsatellit IGS 7 alias IGS Radar 3 kreist seit dem 12. Dezember 2011 um die Erde. IGS Radar 4 (IGS 8A) und ein optischer Testsatellit mit der Bezeichnung IGS O5V (IGS 8B) befinden sich seit dem 27. Januar 2013 im Weltraum. Seit April 2013 werden die IGS-Raumfahrzeuge regelmäßig in einer Konstellation aus vier Satelliten, zwei optischen und zwei Radaraufklärern, betrieben. Mit dieser Konstellation ist es möglich, jede Stelle der Erdoberfläche mehr als ein Mal pro Tag ins Visier zu nehmen.

Gelingt die Inbetriebnahme des neuen, als IGS Radar Spare bezeichneten Satelliten wie geplant, steht dem japanischen Militär ein weiterer Radaraufklärer im All zur Verfügung. Vorgängersatelliten mit Radaranlagen an Bord waren wegen Problemen mit ihren Stromversorgungsanlagen ausgefallen, zuletzt der im Jahr 2007 gestartete Radarsatellit IGS 4A im August 2010. Mit IGS Spare ist nun eine Reservesatellit im All - "Spare" bedeutet soviel wie "Reserve".

Verläuft alles nach Plan, wird IGS Radar Spare in etwa einem halben Jahr durchgeprüft und einsatzbereit sein. Für Entwicklung und Bau des neuen Satelliten gab der japanische Staat rund 22,8 Milliarden Yen aus, für Start und Einsatz des Satelliten während seiner fünfjährigen Auslegungsbetriebsdauer sind laut Sankei Shimbun weitere 10,5 Milliarden Yen angesetzt.

IGS Radar Spare alias IGS 9A ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.381 und als COSPAR-Objekt 2015-004A.

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(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: FNN, JAXA, MHI, Sankei Shimbun, Raumfahrer.net)


» Erster Proton-Start 2015 wurde ein Erfolg
08.02.2015 - Am 1. Februar 2015 startete von der Rampe 200/39 des russischen, auf kasachischem Boden gelegenen Raumfahrtzentrums Baikonur eine vom Startanbieter International Launch Services (ILS) vermarktete Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Inmarsat 5 F2 für Inmarsat in den Weltraum zu bringen.
Nach einer Flugzeit von rund 15,5 Stunden (laut ILS 15 Stunden 31 Minuten) wurde der Satellit erfolgreich auf der vorgesehenen Erdumlaufbahn ausgesetzt. Die Mission war die erste einer von ILS vermarkteten Proton im Jahre 2015 und gleichzeitig die erste in 2015 überhaupt, sowie die 88. einer von ILS vermarkteten Proton insgesamt. Bezogen auf alle jemals gestarteten Proton-Raketen war es die 402. Mission dieses Raketentyps.

Als exakter Startzeitpunkt wird 15:31 Uhr und 00 Sekunden Moskauer Zeit genannt (13:31 Uhr und 00 Sekunden MEZ). Die Abtrennung der Orbitaleinheit bestehend aus Breeze-M-Oberstufe und Inmarsat 5 F2 von der dritten Stufe der Proton-M erfolgte rund 9 Minuten und 42 Sekunden später um 15:40 Uhr Moskauer Zeit.

Anschließend war es Aufgabe der wie die Proton-Rakete von Chrunitschew gebauten Oberstufe, mit insgesamt fünf Brennphasen erst für die Einnahme einer stabilen Parkbahn zu sorgen, und dann das Erreichen des vorgesehenen supersynchronen Zielorbits (SSTO, super-synchronous transfer orbit) sicherzustellen.

Der Trennprozess des Satelliten von der Oberstufe fand um 7:02 Uhr Moskauer Zeit am 2. Februar 2015 statt (5:02 Uhr MEZ) und verlief nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos sauber und auf der vorgesehenen Bahn. Der Raketenhersteller Chrunitschew nannte ein Aussetzten rund 19,4 Sekunden vor dem geplanten Zeitpunkt.

Für den ausgesetzten Satelliten meldete Chrunitschew folgende Orbitparameter in Ist geschätzt / Soll / Abweichung:

Periode - Zeit für einen Erdumlauf [h:m:s]
22:57:9,1 / 22:59:22,5 / 0:2:13,4

Große Halbachse des erreichten Orbits [km]
41.002,91 / 41.047,02 / 44,11

Exzentrizität
0,7395027 / 0,7389306 / 0,0005721

Inklination - Neigung der Bahn gegen den Erdäquator
26 °39 ’53 " / 26 °44 ’57 " / 0 °5 ’4 "

Perigäum - erdnächster Bahnpunkt [km]
4.310,15 / 4.345,12 / 34,97

Apogäum - erdfernster Bahnpunkt [km]
64.953,68 / 65.006,92 / 53,24

Der Hauptauftragnehmer für den Bau des Satelliten, der US-amerikanische Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing, bestätigte das planmäßige Funktionieren des in Boeings Werk in El Segundo im Bundesstaat Kalifornien gebauten Raumfahrzeugs, nachdem es im All ausgesetzt worden war.

Von der erreichten supersynchronen Übergangsbahn muss sich Inmarsat 5 F2 nun mit eigener Kraft in den Geostationären Orbit (GEO) manövrieren. Damit das gelingen kann, wird der 445 Newton starke, High Performance Apogee Thruster (HiPAT) genannte Abpogäumsmotor vom Typ R-4D-15 von Aerojet Rocketdyne an Bord des Satelliten mehrere Brennphasen absolvieren müssen.

Inmarsat 5 F2 ist ein auf dem Satellitenbus Boeing 702HP basierendes Raumfahrzeug. Als künftiger Betreiber des bei 55 Grad West im Geostationären Orbit einzusetzenden Erdtrabanten mit einer Startmasse von rund 6.104 kg (ausgesetzte Masse laut ILS 6.070 kg, Leermasse 3.663 kg) fungiert Inmarsat, ein Unternehmen, das bereits seit Jahrzehnten von Boeing gebaute Raumfahrzeuge einsetzt, um insbesondere auf und über den Weltmeeren verkehrenden Fahrzeugen und in abgelegenen Regionen der Erde mobilen Menschen Kommunikationsverbindungen zur Verfügung zu stellen.

Der nun seit wenigen Tagen im All die Erde umrundende Trabant ist der zweite einer Serie von vier Satelliten (inkl. eines Resveresatelliten), mit denen Inmarsat eine weltweite Abdeckung der angebotenen Dienste erreichen möchte. Boeing spricht in einer Präsentation von August 2014 von einer Konstellation aus drei Satelliten mit einer Option auf weitere zwei. Nach Angaben von Inmarsat aus dem Jahre 2013 investiert Inmarsat in das Satellitensystem rund 1,2 Milliarden US-Dollar.

Die Inmarsat-5-Satelliten sollen das neue, Global Xpress genannte Kommunikationsnetzwerk von Inmarsat unterstützen. Kunden in den Bereichen Luft- und Seefahrt, Regierung, Energieerzeugung und aus anderen Gewerben könnten laut Inmarsat von mobilen Breitbandkommunikationsverbindungen mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s profitieren. Die dafür an Bord der Satelliten untergebrachten Kommunikationsnutzlasten besitzen hinsichtlich der sogenannten Global Payload jeweils 89 Ka-Band-Transponder. Ist Global Xpress vollständig, soll es 216 auf die eingebundenen Satelliten verteilte Ausleuchtzonen umfassen.

Pro Satellit sind unter dem Titel High Capacity Payload (HCP) zusätzlich sechs unabhängig von einander ansteuerbare und hinsichtlich ihrer Ausrichtung änderbare Ausleuchtzonen möglich. Jede dieser Ausleuchtzonen kann dabei von 130 Watt starken Wanderfeldröhrenverstärkern in der Kommunikationsnutzlast versorgt werden.

Die für die HCP erforderlichen Antennen an Bord lieferte die US-amerikanische Harris Corporation. Sie werden von Harris als Gimbal Dish Antenna (GDA) bezeichnet, was soviel wie schwenkbare Antennenschüssel bedeutet. Die HCPs sind laut Boeing so gestaltet, das mit ihnen im Bedarfsfall das Wideband Global Satcom (WGS, ursprünglich Wideband Gapfiller Satellites) genannte Satellitenkommunikationssystem des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums verstärkt werden kann. Dessen Raumfahrzeuge wurden ebenfalls von Boeing gebaut und besitzen eine ähnliche Grundkonstruktion.

Entsprechend der Auslegungsbetriebszeit der Satelliten will Inmarsat auch den Satelliten 5 F2 mindestens 15 Jahre lang einsetzen. Einen ressourcensparenden Betrieb des Satelliten werden unter anderem elektrische, Xenon ausstoßende Lageregelungstriebwerke eines XIPS für xenon ion propulsion system genannten Antriebssystems ermöglichen.

Zur Versorgung des Satelliten mit Strom finden zwei Solarzellenausleger mit jeweils fünf Segmenten Verwendung, die zu Beginn der Mission maximal rund 15 Kilowatt elektrische Leistung bereitstellen und bei Missionsende immer noch rund 13,8 Kilowatt. Sie geben dem Satelliten eine Spannweite von rund 33,8 Metern. Der Speicherung elektrischer Energie an Bord dienen zwei Lithium-Ionen-Akkumulatorensätze.

Inmarsat 5 F2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.384 und als COSPAR-Objekt 2015-005A.

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(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: Boeing, Chrunitschew, Harris, ILS, Inmarsat, Roskosmos)


» Express-AM 33 fällt zeitweise aus, Yamal 401 hilft
08.02.2015 - Der Regelbetrieb des russischen geostationären Kommunikationssatelliten Express-AM 33 war wegen eines zeitweiligen Kontrollverlusts unterbrochen. Zwischenzeitlich half der jüngste Kommunikationssatellit von Gazprom Space Systems, Yamal 401, aus.
Express-AM 33, Startmasse laut Hersteller 2.579 Kilogramm, wird von der Russischen föderalen Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) unter anderem eingesetzt, um rund 13,5 Millionen Menschen in den Regionen Irkutsk, Kemerowo, Krasnojarsk, Nowosibirsk und Tomsk sowie den autonomen Republiken Altai, Burjatien, Chakassien und Tuwa mit analogen Fernsehprogrammen zu versorgen.

Genau das konnte der seit dem 28. Januar 2008 um die Erde kreisende, seit dem 14. April 2008 im Regelbetrieb befindliche, normalerweise dreiachsstabilisierte bei 96,5 Grad Ost im Geostationären Orbit positionierte Satellit nach einer Anomalie, die gegen 22:35 Uhr Moskauer Zeit (20:35 Uhr MEZ) am 3. Februar 2015 aufgetreten war, nicht mehr.

Quellen aus Russland sprechen davon, dass die Verbindungen mit dem Raumfahrzeug zur Steuerung des Satelliten abgerissen waren, und das Raumfahrzeug seine für einen nützlichen Einsatz erforderliche Ausrichtung zur Erde nicht mehr inne hatte. Konsequenterweise waren auch die sonst ausgestrahlten Nutzsignale des Satelliten am Boden nicht mehr zu empfangen.

Telemetriedaten von Express-AM 33, dem eine Auslegungsbetriebsdauer zwischen 10 und 12 Jahren zugeschrieben wird, waren vom Kontrollzentrum nur in periodischen Abständen zu erfassen.

Einige Minuten nach dem Ausfall wurde über ein Notfallsystem für eine Umschaltung der Versorgung auf Yamal 401 gesorgt. Letzterer befindet sich seit dem 15. Dezember 2014 im Weltraum und ist im Geostationären Orbit an einer Position von 89,9 Grad Ost positioniert.

Die Notfallschaltung stellte nach Angaben des russischen Ministeriums für Tele- und Massenkommunikation sicher, dass die Mehrheit der betroffenen Empfänger innerhalb einer Stunde nach dem Ausfall wieder auf die üblicherweise genutzten Programme zugreifen konnten.

Am 4. Februar 2015 meldete das bereits genannte Ministerium, es sei geplant, 90 Prozent der betroffenen Empfänger innerhalb eines Tages wieder mit allen zuvor ausgestrahlten Programmen bedienen zu können. Antennenanlagen in abgelegenen Gebieten wolle man innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen auf die geänderte Empfangssituation ausrichten.

Weitere Unterbrechungen der in den Ausleuchtzonen von Express-AM 33 empfangbaren Telekommunikationsdienste wurden am 4. Februar nicht ausgeschlossen. Am 5. Februar 2015 informierte das russische Ministerium für Tele- und Massenkommunikation dann darüber, dass sich Express-AM 33 wieder im Regelbetrieb befinde, und alle Dienste vollständig funktionsfähig seien.

Die Pressstelle des Satellitenbetreibers RSCC berichtete am Abend des 4. Februar 2015, dass man Express-AM 33 zusammen mit dem Hersteller des Satelliten gegen 15:00 Uhr Moskauer Zeit (13:00 Uhr MEZ) am 4. Februar 2015 wieder in den Regelbetrieb versetzt habe.

Express-AM 33 ist wie Yamal 401 ein Erzeugnis des russischen Raumfahrtkonzerns Reschetnjow Informational Satellite Systems mit Sitz in Schelesnogorsk nordöstlich von Krasnojarsk. Gemeinsam ist den Satelliten darüber hinaus, dass beide unter anderem eine vom französisch-italienischen Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space (TAS) zugelieferte Kommunikationsnutzlast besitzen.

Yamal 401 betreffend ist bekannt, dass nicht nur seine Kommunikationsnutzlast von TAS kommt, sondern auch Bordsysteme für Telemetrie, Bahnverfolgung und Kommandoverarbeitung, Avionik und Kontrollsysteme in der Stromversorgung.

Reschetnjow berichtete am 23. Januar 2015, dass Tests mit Yamal 401 erfolgreich abgeschlossen wurden und sich das neue Raumfahrzeug unter Kontrolle des Kunden befinde. Dieser (Gazprom Space Systems) verwende Yamal 401 mit Unterstützung von Reschetnjow im Testbetrieb, die endgültige Übergabe des Satalliten sei für einen späteren Zeitpunkt im Frühjahr 2015 vorgesehen.

Express-AM 33 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 32.478 und als COSPAR-Objekt 2008-003A, Yamal 401 mit der NORAD-Nr. 40.345 und als COSPAR-Objekt 2014-082A.

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(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: minsvyaz.ru, Reschetnjow, RSCC, TASS)


» Orion: Gutes noch besser machen
09.02.2015 - Nachdem Orion, das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur NASA, nach seinem erfolgreichen Erstflug wieder zu dem Kennedy Space Center zurückgekehrt ist, wird nun die Raumkapsel eingehend inspiziert. So kann das Design des Orion-Raumschiffs verbessert werden. Ingenieure haben inzwischen drei verschiedene Komponenten identifiziert, bei denen eine Designänderung nötig sein könnte:
1. Unterer Hitzeschild
Bei dem unteren Hitzeschild von Orion handelt es sich um eine runde und gewölbte Platte mit einem Durchmesser von etwa fünf Metern. Er ist an der Unterseite der Orion-Kapsel angebracht und soll die Kapsel vor den extremen Temperaturen während des Wiedereintritts beschützen. Dieser Hitzeschild besteht aus einer Titan-Trägerstruktur, über der eine Membran aus Kohlefaser-Materialien angebracht wird. Danach wird das ablative, rötliche AVCOAT-Material, das bereits bei den Apollo-Raumschiffen eingesetzt wurde, manuell in jedes der 320.000 honigwabenartigen Löcher hineingespritzt, woraufhin der Hitzeschild mithilfe von Röntgenstrahlung inspiziert wird. Doch Analysen vor Orions erstem Testflug haben gezeigt, dass der Hitzeschild nicht die Erwartungen erfüllt, die die Ingenieure in ihn haben.

Die Oberfläche des Schildes war etwas unebener als ursprünglich erwartet. Obwohl er während EFT-1, dem ersten Testflug von Orion, gute Arbeit geleistet hat, wird nun eine Designänderung empfohlen. Diese betrifft aber nicht das Material des Hitzeschilds, sondern seinen Fertigungsprozess. Bisher wurde der Hitzeschild als ein Ganzes gefertigt, von dieser Methode will man nun wegkommen und ihn stattdessen in mehrere Blöcke aufteilen, die einzeln mit AVCOAT im Voraus gefüllt werden. So kann das ablative Material von Zeit zu Zeit statt alles auf einmal aufgetragen werden, wodurch sichergestellt wird, dass die Arbeiter in Übung bleiben. Die endgültige Entscheidung bezüglich dieser Designänderung soll im April gefällt werden, im März wird der Hitzeschild, der bei EFT-1 zum Einsatz kam, zu dem Marshall Space Flight Center in Alabama gebracht, wo er für genauere Analysen mithilfe einer CNC-Fräse „rasiert“ wird.

2. Druckkabine
Bei der Druckkabine von Orion handelt es sich um eine flaschenähnliche, innen hohle Struktur. Sie besteht aus mehreren gewölbten Platten aus einer Aluminium-Lithium Legierung, die mithilfe von Rührreibschweißen miteinander verbunden werden, einer State-of-the-art Fertigungstechnologie, bei der zwei Platten durch die Reibungswärme eines rotierenden Metallstiftes miteinander verschweißt werden. Die Druckkabine von Orion hat ein Innenvolumen von etwa 20 Kubikmetern (etwa dreimal höher als das der Druckkabine von Apollo), um sie sind sämtliche Systeme der Kapsel angeordnet. Da die Druckkabine der einzige Bereich des Raumschiffs ist, der mit Luft unter Druck steht, werden sich hier die Astronauten während des Fluges aufhalten.

Mit dieser Druckkabine gibt es kein unmittelbares Problem, sie erfüllt die Erwartungen der Ingenieure. Jedoch möchte die Herstellerfirma von Orion, Lockheed Martin, die Masse des kapselförmigen Crewmoduls um 25 Prozent senken. Eine Designänderung, die zu diesem Zweck vorgeschlagen wurde, sieht vor, die Anzahl der Paneele zu senken, die für die konusförmig gewölbte Platte der Druckkabine miteinander verschweißt werden. Statt den bisherigen sechs sollen nun drei genügen. Die Bereiche dieser Platte, durch die Schweißnähte verlaufen, müssen für gewöhnlich verstärkt werden. Da es nun an drei Stellen keine Schweißnähte mehr geben wird, kann an diesen Bereichen Material eingespart werden.

3. Aufrichtungssystem
Eine weitere mögliche Designänderung, die direkt aus Orions erstem Testflug EFT-1 (Exploration Flight Test 1) resultiert, betrifft das Selbstaufrichtungssystem der Kapsel. EFT-1 war ein äußerst erfolgreicher Erstflug, fast alle Komponenten haben ihre Erwartungen getroffen. So war etwa die Genauigkeit des GPS-Navigationssystems an Bord höher als erwartet, die Steuertriebwerke der Kapsel haben deutlich weniger Treibstoff verbraucht als vorher berechnet wurde und auch der Stromverbrauch war niedriger als vorhergesagt. Obwohl es kein Ziel des Fluges war, befindet sich diese Orion-Kapsel in einem Zustand, der es ermöglicht, sie erneut zu verwenden, und zwar für einen suborbitalen Test des turmförmigen Startabbruchssystems 2018. 85 von 87 Designzielen wurden erreicht, die beiden nicht-erfüllten betrafen beide das Selbstaufrichtungssystem der Kapsel.

Diese Komponente kommt zum Einsatz, wenn die Orion-Kapsel abgebremst von Fallschirmen im Wasser gelandet ist. Es könnte passieren, dass die Kapsel sozusagen „kopfüber“ im Wasser landet, also mit dem unteren Hitzeschild nach oben. Dann sollen fünf Ballone an der Oberseite der Kapsel mit Helium aufgeblasen werden, um die Kapsel wieder in die richtige Lage zu kippen. Obwohl Orion bei EFT-1 in korrekter Ausrichtung landete, wurde das Selbstausrichtungs- system zu Testzwecken ausgelöst. Die Pyrotechnik dafür funktionierte, jedoch wurden von den fünf Ballonen nur zwei aufgeblasen, zwei verloren sehr bald Druck und ein weiterer blies sich überhaupt nicht auf. Als Ursache wird ein Leck in dem Hochdruck-Heliumsystem vermutet. Kaum ein Ingenieur glaubt, dass das jetzige Design eine langfristige Lösung ist. Deshalb erscheint nun eine Designänderung der internen Helium-Rohrleitungen wahrscheinlich.

Die Daten, die während EFT-1 gesammelt wurden, sollen auch in das Critical Design Review des Raumschiffs im Sommer einfließen, eine rigorose Designprüfung, bei der das endgültige Design von Orion festgelegt wird. Im Spätsommer soll dann in der Michoud Assembly Facility, einer gewaltigen Fabrikationshalle nahe New Orleans, die Fertigung der nächsten Orion-Kapsel beginnen, im April die Montage des turmförmigen Startabbruchsystems für diesen Flug. Ebenfalls soll dieses Jahr eine Testversion des europäischen Servicemoduls strukturell getestet werden.

Orion wird das neue Raumschiff der NASA sein. Während die kommerziellen Partner der NASA für den Transport von Fracht und Astronauten zur ISS im Erdorbit zuständig sind, wird das auch MPCV (Multi-Purpose Crew Vehicle) genannte Raumschiff Astronauten zu verschiedenen Zielen jenseits des Low Earth Orbits (LEO) transportieren. So kann eine intensivere Erkundung des Weltalls als je zuvor stattfinden. Mit der Entwicklung von Orion wurde bereits im Rahmen des 2010 gestrichenen Constellation-Programms begonnen. So konnten die Entwicklungsarbeiten an einem Raumschiff, an dem bereits mit Hochdruck gearbeitet wurde, fortgeführt werden.

Der nächste Flug von Orion steht nicht später als im November 2018 mit der Mission EM-1 (Exploration Mission 1) an. Bei dieser Mission soll ein unbemanntes Orion-Raumschiff zum Mond fliegen und dort in eine stabile Mondumlaufbahn einschwenken. EM-1 wird etwa 25 Tage dauern und neben einem europäischen Servicemodul, das Technologien des inzwischen eingestellten ATV-Raumtransporters verwendet, auch den neuen Schwerlastträger der NASA einsetzen, das Space Launch System (SLS). Das SLS befindet sich noch in der Entwicklungsphase, gleichzeitig werden große Teile der Infrastruktur, die bereits am Kennedy Space Center existiert, modernisiert und umgebaut, damit das SLS dort starten kann.

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(Autor: Martin Knipfer - Quelle: spaceflightnow, WAFF, NASA, NSF)


» Asteroid Retrieval: Die Qual der Wahl
31.01.2015 - Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtagentur NASA plant, einen erdnahen Asteroiden (NEA) in eine Mondumlaufbahn zurückzuführen, damit er dort von Astronauten genau analysiert werden kann. Nun steht die Entscheidung bevor, ob ein kleiner Asteroid als Ganzes oder eine kleine Probe von einem großen Asteroiden zurückgeführt werden soll. Unterdessen wird Kritik an dieser Mission immer lauter.
Sie sind Boten aus der Frühzeit unseres Sonnensystems: Asteroiden. Bei ihnen handelt es sich um Himmelskörper, die sich zu Zeiten der Entstehung der Planeten gebildet haben, sich jedoch nicht zu Planeten weiterentwickelt haben. Vielmehr sind sie unterschiedlich große Gesteinsbrocken, die sich seit ihrer Entstehung vor 4,5 Milliarden Jahren kaum verändert haben. Forscher hoffen deshalb, durch Untersuchungen von Asteroiden Genaueres über die Entstehung unseres Sonnensystems herauszufinden. Deshalb statteten bereits zahlreiche Raumsonden Asteroiden einen Besuch ab. Um Asteroiden noch genauer zu untersuchen, ist auch geplant, mithilfe von Sonden Proben zu entnehmen und diese Proben auf der Erde zu landen, damit Wissenschaftler sie in irdischen Labors analysieren können. Zu einer solchen Mission (auch Sample Return genannt) ist momentan die japanische Sonde Hayabusa 2 unterwegs, 2016 soll die amerikanische Osiris-REx-Mission folgen. Doch die aufwendigste Mission, um einen Asteroiden zu erforschen, steht noch bevor: Asteroid Redirect.

Diese Mission wurde 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt und besteht aus zwei Teilen: Als erstes startet eine unbemannte Sonde (ARV, Asteroid Retrieval Vehicle) und fliegt zu einem erdnahen Asteroiden (NEA, Near Earth Asteroid). Dieser wird in eine Art Beutel verfrachtet, der sich an der Vorderseite des ARV befindet. Dann fliegt das ARV mitsamt dem eingefangenen Asteroiden wieder zurück und schwenkt in eine Umlaufbahn um den Mond ein. Daraufhin fliegen Astronauten mithilfe von Orion und dem Space Launch System, das neue Raumschiff und die neue Schwerlastträgerrakete der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur NASA, zu dem ARV und erforschen den Asteroiden. Diese Mission wurde noch nicht von dem US-Kongress bewilligt, ihr endgültiger Ablauf wird momentan noch festgelegt.

Eine wichtige Entscheidung bezüglich dieses Missionskonzeptes steht nun kurz bevor: Das ARV kann entweder einen kleinen Asteroiden als Ganzes in einen Beutel verstauen oder einen kleineren Brocken von der Oberfläche eines großen Asteroiden wegreißen. Ursprünglich sollte diese Entscheidung bereits Mitte Dezember fallen, jedoch wollten die Verantwortlichen noch mehr Daten sammeln. Die Entscheidung steht nun am 28. Februar an, es ist aber möglich, dass sie vorgezogen wird.

Option A: Rückführung eines kleinen Asteroiden als Ganzes
Bei dieser Variante würde das ARV einen kleinen Asteroiden als Ganzes mithilfe eines Beutels an der Vorderseite einfangen. Die Sonde würde entweder auf einer Trägerrakete vom Typ Delta IV Heavy oder dem Space Launch System zu einem NEA fliegen. Der Start könnte ab Mitte 2019 bis 2021 erfolgen. Das ARV nähert sich dem Asteroiden an und untersucht ihn zunächst 14 Tage lang. Danach wird zwei Tage lang planetare Verteidigung demonstriert. Sollte sich eines Tages ein großer Asteroid auf Kollisionskurs mit der Erde befinden, könnte die NASA ein Raumfahrzeug starten, das sich dem Asteroiden annähert. Die minimale Schwerkraft, die dann von diesem Raumfahrzeug ausgeht, lenkt den Asteroiden leicht von seiner bisherigen Bahn ab, sodass er die Erde verfehlt. Diese Technologie unter dem Namen planetare Verteidigung möchte die NASA bei Asteroid Retrieval testen. In fünf Tagen wird daraufhin der Asteroid in den Beutel eingefangen, mit 30 Tagen Reserve. Danach wird der Asteroid zurück zum Erde-Mond System befördert, das ARV schwenkt in eine Umlaufbahn um den Mond ein. Dieses Manöver dauert 1-3 Jahre. Das ARV verfügt zu diesem Zweck über einen solarelektrischen Antrieb. Bei dieser Technologie wird elektrisch geladenes Stützgas (wahrscheinlich Xenon) mithilfe von elektromagnetischen Feldern beschleunigt und aus dem Raumfahrzeug geleitet. Die benötigte elektrische Energie dafür stammt von 50 kW-Solarzellen. Dieser Antrieb erzeugt zwar verglichen mit gewöhnlichen Raketenantrieben nur einen geringen Schub, ist aber sehr effizient.

Die Masse des zurückgeführten Asteroiden hängt von dem Starttermin, dem Termin, an dem die Rückführung abgeschlossen sein soll, und der verwendeten Trägerrakete ab. Bei einem Start 2019 bis Ende 2020 ist eine zurückgeführte Masse des Asteroiden von 200 bis 100 Tonnen möglich, wenn die Rückführung 2023 abgeschlossen sein soll. Mit dem Space Launch System sind immer ein paar Tonnen mehr möglich, dafür ist der Startpreis dieser Rakete deutlich teurer als der der Delta IV Heavy. Bei einer Rückführung bis 2024 sind mit beiden Trägerraketen deutlich höhere Massen möglich. Bei einer Rückführung bis 2026 oder 2027 liegen die Werte mit beiden Trägerraketen deutlich niedriger, da dann ein Asteroid mit einer anderen Bahn (2013 EC20) angeflogen wird.

Option B: Entnahme einer kleinen Probe von einem größeren Asteroiden
Bei dieser Variante würde das ARV mithilfe von Greifarmen einen kleinen Brocken von der Oberfläche eines großen Asteroiden entnehmen. Genauso wie bei Option A soll der Start mit dem Space Launch System oder der Delta IV Heavy ab Mitte 2019 bis 2021 erfolgen. Das ARV nähert sich dem Asteroiden an und untersucht ihn zunächst 72 Tage. Dann wird eine kleine Probe von der Oberfläche entnommen, was 69 Tage dauern soll. Danach wird wie bei Option A planetare Verteidigung demonstriert, und zwar 150 Tage lang, wovon 120 Tage Wartezeit auf eine Verifizierung der Ergebnisse sind. Danach schwenkt das ARV in eine Mondumlaufbahn ein.
Die zurückgeführte Masse der Probe beläuft sich auf etwa 60 bis 10 Tonnen, wenn der Start zwischen 2019 und 2021 stattfinden und die Rückführung zwischen 2024 und 2027 abgeschlossen sein soll. Angenommen wird dabei, dass der Asteroid sich auf der Bahn von 2008 EV5 befindet. Erneut liegen beim Einsatz des Space Launch System die Werte für die zurückgeführte Masse etwas höher als bei der Delta IV Heavy.

Die Entscheidung zwischen beiden Optionen wird nicht leicht sein. Option B gilt als technisch anspruchsvoller und wird etwa 100 Millionen Dollar teurer sein, dafür würden mehr Technologien für eine Marsmission demonstriert werden und die Technologie dieser Option für spätere Missionen erneut verwendet werden könne. Das Kostenziel zuzüglich der Trägerrakete liegt bei beiden Optionen bei 1,25 Milliarden Dollar. Beide Optionen sind technisch möglich. Robert Lightfoot, der stellvertretende Leiter der NASA, deutete an, dass die Entscheidung sehr knapp werden würde.

Die Arbeiten an der Asteroid Retrieval Mission sind bereits im vollen Gange. Teleskope am Boden und im Weltall suchen nach geeigneten Zielasteroiden, für jede Option wurden bereits drei gefunden. Auch entwickelt man die Technologie des solarelektrischen Antriebs weiter. Darüber hinaus wurden der Zeitplan und die Kostenschätzung aktualisiert. Außerdem laufen bereits vorläufige Arbeiten an beiden Varianten des ARVs, die zum Ziel haben, dass das Einfangen des Asteroiden bei der realen Mission ungefährlich verläuft. Zahlreiche Computersimulationen wurden durchgeführt, des Weiteren wurden Testumgebungen am Boden angelegt. Bei diesen Anlagen wird ein simulierter Asteroid mithilfe von Testversionen des ARVs eingefangen, Option A verfügt über eine Testumgebung im Maßstab 1:5, Option B über eine im Maßstab 1:1. Dabei werden Kräfte gemessen, die auf die Hardware wirken, sodass der Einfangmechanismus besser auf die erwarteten Bedingungen ausgelegt werden kann.

Ebenfalls sollen bei Asteroid Retrieval das neue Raumschiff der NASA, Orion, und die neue Schwerlastträgerrakete zum Einsatz kommen, das Space Launch System (SLS). Das SLS wird ein bemanntes Orion-Raumschiff zum Mond befördern, das daraufhin mithilfe eines Fly-By Manövers in dieselbe Mondumlaufbahn einschwenkt, auf der sich auch das ARV mit dem Asteroiden befindet. Orion dockt an das ARV an und die Astronauten in Raumanzügen führen mehrere Außenbordmanöver an dem Asteroiden durch, bei denen sie Proben von seiner Oberfläche nehmen und genauere Daten sammeln. Nach etwa einer Woche dockt Orion wieder ab und fliegt wieder zur Erde zurück, wo die Astronauten in dem kapselförmigen Crewmodul sanft mithilfe von Fallschirmen im Ozean landen. Orion befindet sich noch in der Entwicklung, im Dezember absolvierte das Raumschiff seinen ersten Testflug. Gegenwärtig wird diese Orion-Kapsel sorgfältig analysiert, damit das Design des Raumschiffs verbessert werden kann. Wenige mögliche Probleme wurden erkannt, an ihrer Lösung wird gearbeitet. Auch das SLS befindet sich noch in der Entwicklung, gegenwärtig werden eine Testzündung des Boosters und Testzündungen des Haupttriebwerks vorbereitet. Das SLS und Orion werden diesen Sommer ihr Critical Design Review absolvieren, eine rigorose Designprüfung, bei der das endgültige Design festgelegt wird.

Die Ziele von Asteroid Retrieval sind klar festgelegt: Zum einen sollen Asteroiden, die Menschen auf der Erde gefährlich werden könnten, besser erfasst und verfolgt werden. Auch sollen Technologien für planetare Verteidigung getestet werden, die das Risiko für einen vernichtenden Einschlag dieser Asteroiden senken. Darüber hinaus ist es natürlich ebenfalls ein Ziel, unser Wissen über Asteroiden zu erweitern. Doch das wichtigste Ziel ist es, Technologien zu testen, die für das Fernziel der NASA notwendig: Ein bemannter Flug zum Mars in den 2030er Jahren. Dazu zählt etwa der solarelektrische Antrieb. Auch soll die Technologie von Asteroid Retrieval für andere Missionen einsetzbar sein, wie etwa einer Landung auf dem Marsmond Phobos. Jedoch wurde von der NASA immer noch kein Plan vorgestellt, wie eine bemannte Marsmission tatsächlich verlaufen soll.

Unumstritten ist Asteroid Retrieval nicht: Das NASA Advisory Council, Berater der NASA, ist skeptisch, ob Asteroid Retrieval tatsächlich eine bemannte Marsmission vorbereitet. NASA-Administrator Bolden, der diese Vorwürfe bestritt, wirkte auf die Berater nicht überzeugend. Der Berater Thomas Young drückte Folgendes aus: „Wenn wir zeigen, dass wir einen Asteroiden zurückführen können, hat das nichts mit einer Marsmission zu tun.“ Auch der republikanische US-Kongressabgeordnete Steven Palazzo hält Asteroid Retrieval für eine Geldverschwendung, die nicht eine Marsmission vorbereitet. Stattdessen will er sich im Kongress dafür einsetzen, dass eine bemannte Rückkehr zum Mond stattfindet. Das war bereits Ziel des Constellation-Programms, das 2010 aus Kostengründen eingestellt wurde. Ob hinter den populistisch anmutenden Aussagen Palazzos tatsächlich ein Versuch steht, bemannte Mondlandungen auf politischer Ebene als das Ziel der NASA durchzusetzen, ist jedoch noch nicht abzuschätzen.

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(Autor: Martin Knipfer - Quelle: NASA, NSF, SpaceNews, Hattiesburg American)


» SMAP erfolgreich auf Delta II gestartet
31.01.2015 - Mit dem gelungenen Start des neuesten NASA-Erdbeobachtungssatelliten SMAP (Soil Moisture Active Passive) am 31. Januar 2015 kann nun vom All aus die Messung der Bodenfeuchte auf der Erde beginnen. Bei der NASA verspricht man sich von dem knapp eine Milliarde US-Dollar teueren Projekt unter anderem eine bessere Vorhersage von Flut- und Dürrekatastrophen.
Am 31. Januar 2015 um 15:22 Uhr mitteleuropäischer Zeit, das entspricht 06:22 Uhr Ortszeit im kalifornischen Vandenberg, hob dort der neueste Erdbeobachtungssatellit der NASA erfolgreich ab. Sein Namenskürzel SMAP steht für Soil Moisture Active Passive, das heißt die aktive und passive Messung der Bodenfeuchte von einer sonnensychronen Erdumlaufbahn aus. Lässt man zwei Startverschiebungen seit dem 29. Januar beiseite, am Donnerstag wegen zu starker Höhenwinde und am Freitag wegen abgeplatzer Isolation an der Rakete, war der Start der Delta II-Rakete innerhalb des sich täglich öffnenden dreiminütigen Startfensters unproblematisch.

Zum Einsatz kam eine Delta II-Rakete 7320-10C. Die Ziffernfolge ist wie folgt zu lesen: Die Delta II kommt aus der 7000-er Serie („7“), die erste Stufe ist mit drei Feststoff-Boostern („3“) versehen. Auf der ersten Stufe sitzt eine zweite Stufe („2“), es folgt aber keine dritte Stufe („0“). „10C“ steht für eine Nutzlastspitze mit zehn Fuß oder drei Metern Durchmesser. Die erste Stufe hat als Haupttriebwerk ein Aerojet Rocketdyne RS-27A-Aggregat mit 1.054 Kilonewton Schub und arbeitete etwas über vier Minuten. Die drei Booster entwickeln zusätzlich je 487 Kilonewton Schubkraft. Sie brannten die ersten 64 Sekunden, konnten aber aus Sicherheitsgründen erst 99 Sekunden nach dem Start abgetrennt werden. Die zweite Stufe wird von einen Aerojet Rocketdyne AJ10-118K-Motor mit 43 Kilonewton Schub angetrieben und zündete nach Abtrennung von der ersten Stufe für weitere rund sechs Minuten bis zum ersten Ausschalten. SMAP hatte damit den Transferorbit mit 185 mal 709 Kilometern erreicht. Der Abwurf der Nutzlastverkleidung erfolgte planmäßig rund fünf Minuten nach dem Start kurz nach Zündung der zweiten Stufe. Rund 50 Minuten nach dem Start wurde mit einer erneuten Zündung der zweiten Stufe der Flug in den endgültigen Orbit eingeleitet. Um 16:21 Uhr MEZ wurde der Satellit erfolgreich von der zweiten Stufe getrennt. Die angestrebte Umlaufbahn in 685 Kilometer Höhe hat eine Inklination von 98,1 Grad. Die Erdumlaufzeit beträgt 98 Minuten und 30 Sekunden.

SMAP wiegt 944 Kilogramm und misst im Betriebszustand 9,7 mal 7,1 mal 6,8 Meter. Charakteristisch für sein äußeres Erscheinungsbild ist ein sechs Meter durchmessender Antennenreflektor. Er wird erst in 20 Tagen entfaltet und danach getestet. Die elektrische Leistung an Bord von SMAP beträgt 1,5 Kilowatt. Das wissenschaftliche Instrumentarium besteht aus einem Radar mit synthetischer Apertur für die aktiven Messungen der Bodenfeuchte durch ein ausgesandtes Signal und dessen Echo und einem Radiometer zur passiven Messung der natürlichen Mikrowellenstrahlung. Durch Kombination beider Messverfahren verspricht man sich sowohl eine hohe Auflösung als auch eine große Genauigkeit der Daten.

Radar und Antennenreflektor sind drehbar auf dem Satellitenbus montiert und rotieren mit 13 bis 14,6 Umdrehungen pro Minute (Video zur besseren Vorstellung siehe hier ab 4:30 min). Der durch diese Konstruktion auf der Erde abgedeckte Messstreifen ist rund 1.000 Kilometer breit. Auf Höhe des Äquators wird alle drei Tage die gleiche Region erfasst, in Richtung der Pole entsprechend öfter. Die Mission ist auf drei Jahre angelegt. Die umfassende und hoch aufgelöste Erfassung der Bodenfeuchtigkeit zu verschiedenen Jahreszeiten dient dem besseren Verständnis der Dynamik im Wasserhaushalt der Erde und soll die Vorhersage von Trockenheiten und Fluten verbessern.

Mit SMAP wurden im Rahmen des wissenschaftlichen Kooperationsprogramms ELaNa (Educational Launch of Nanosatellite) auch vier Nanosatelliten als Sekundärnutzlast ins All befördert: ExoCube von der California Polytechnic State University, GRIFEX von der University of Michigan in Zusammenarbeit mit dem Jet Propulsion Laboratory und FIREBIRD-II (A und B) von der Montana State University und der University of New Hamshire.

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(Autor: Roland Rischer - Quelle: Quelle: NASA)



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Mars Aktuell: NASA forscht an Helikoptern für Rovermissionen von Redaktion



• NASA forscht an Helikoptern für Rovermissionen «mehr» «online»


» NASA forscht an Helikoptern für Rovermissionen
30.01.2015 - Forscher der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) und des Jet Propulsion Laboratory (JPL) arbeiten an der Entwicklung von Helikopterdrohnen, die als fliegende Augen für zukünftige Marsrover das Gelände erkunden sollen.
In der jüngst erschienenen Episode der Videoreihe Crazy Engeneering stellen NASA-Mitarbeiter am kalifornischen Jet Propulsion Laboratory (JPL) ein Konzept vor, das es zukünftigen Rover-Generationen ermöglichen soll in kürzerer Zeit ein wesentlich großräumigeres Gebiet zu erforschen.

144 Meter pro Stunde, das ist die höchste Geschwindigkeit für den Marsrover Curiosity. Die Fahrt wird häufig unterbrochen, um das vor dem Rover liegende Gelände abzubilden, auszuwerten und die günstigste Route für den nächsten Streckenabschnitt festzulegen. Dieses besonnene Vorgehen ist angesichts der beträchtlichen Sachwerte, die bei jedem Manöver auf dem Spiel stehen, und der naturgemäß äußerst begrenzten Eingriffsmöglichkeit im Falle eines ernsten Problems nur zu verständlich, doch es könnte auch schneller gehen, sagen zumindest NASA-Ingenieure.

Der Einsatz eines Helikopters als fliegendes Augenpaar könnte die täglich zu erkundende Fläche eines Rover verdreifachen, schreiben die Techniker in einem Blog-Eintrag. „Sich auf dem Mars zu bewegen ist eine knifflige Sache. Zwar lieferten Rover in der Vergangenheit eine Menge wertvoller Informationen über Oberflächenbeschaffenheit und geschichtliche Entwicklung des roten Planeten, aber der Ausblick jedes Rovers ist auf die Sichtweite seiner Bordkameras beschränkt. Die einzigen alternativen Bildquellen, die dabei helfen können den Rover zu manövrieren, sind die Kameras der Sonden im Orbit.“

Der Helikopter soll hier eine Lücke ausfüllen und diente hierbei einen doppelten Zweck. Neben der Feststellung der Bodenbeschaffenheit könnte er zudem nach interessanten Geländemerkmalen, etwa auffälligen Gesteinsformationen suchen, die der Rover später erforschen könnte. Angedacht ist von den Entwicklern eine tägliche Flugdauer von zwei bis drei Minuten. Das würde dem Helikopter einen Vorausblick von etwa einem halben Kilometer erlauben.

Schwierige Aerodynamik
Aufgrund der im Vergleich zur irdischen Atmosphäre deutlich abweichenden Umgebung auf dem Mars wird für das geplante Vorhaben ein Luftfahrzeug mit speziellen Flugeigenschaften benötigt.

Um in der Marsatmosphäre mit ihrer sehr geringen Dichte genügend Auftrieb zu erreichen, muss der Helikopter sehr leicht sein und deutlich größere Rotorblätter als ein Fluggerät vergleichbarer Größe in der irdischen Atmosphäre besitzen, die zudem auch erheblich schneller, etwa mit 2.400 Umdrehungen pro Minute, rotieren.

Eine weitere Herausforderung ergibt sich aus der benötigten Autonomie. Genau wie die Rover ließe sich ein Scout-Helikopter nicht in Echtzeit steuern. Start, Flug und sichere Landung müssen autonom durchgeführt werden. Gerade die Landung sehen die NASA-Forscher als besondere Herausforderung.

Der Helikopter soll jeden Tag fliegen und jeden Tag landen, vermutlich relativ hart landen, verdeutlichen sie in ihrem Video. „Curiosity hatte ein mal diese 7 Minutes of Terror. Unser Helikopter hat jeden Tag 7 seconds of Terror. Also brauchen wir ein wirklich robustes Landeverfahren.“

Der NASA-Prototyp hat eine Rotorspannweite von 1,1 Metern bei einem Gewicht von rund einem Kilogramm. Angetrieben und über die Nachtstunden versorgt werden soll er mittels Solarstrom, der von einem Panel in der Mitte des Rotorkranzes erzeugt wird.

In einer Vakuumkammer am JPL, die die Marsatmosphäre simuliert, wurde er ersten Tests unterzogen. Nicht simulieren lässt sich allerdings die Marsschwerkraft, die lediglich rund ein Drittel der auf der Erde entspricht. Inwieweit sich die geringere Schwerkraft auf die Flugeigenschaften auswirkt, dürften erst die ersten praktischen Erfahrungen an Ort und Stelle zeigen.


(Autor: Roman van Genabith - Quelle: JPL)



 

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"InSpace" Magazin #535
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