InSpace Magazin #450 vom 21. September 2011

InSpace Magazin
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Das Email-Magazin von Raumfahrer.net.

"InSpace" Magazin

Ausgabe #450
ISSN 1684-7407


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Updates / Umfrage

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Nachrichten der Woche

> Mars Aktuell:
Mars Express und das Flussdelta im Eberswalde-Krater

> ISS Aktuell:
Rückkehrvorbereitungen, Wartung und Forschung

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Intro von Axel Orth

Liebe Leserinnen und Leser,

Raumfahrer.net-Redakteure waren beim "Tag der Raumfahrt" in Köln und haben Impressionen gesammelt. Ihre gesammelten Eindrücke und weitere Berichte der letzten zwei Wochen finden Sie in diesem Magazin, mit dem ich Ihnen nun viel Spaß wünsche.

Axel Orth
Chefredakteur Raumfahrer.net

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Updates / Umfrage

» InSound mobil: Der Podcast
Unser Podcast erscheint mehrmals die Woche und behandelt tagesaktuelle Themen unserer Newsredaktion. Hören Sie doch mal rein.

» Extrasolare Planeten
Extrasolare Planeten wurden das erste Mal 1995 entdeckt, ihre Erforschung ist eng mit der Frage verknüpft, ob es erdähnliche Planeten oder sogar extraterrestrisches Leben gibt.

» Mitarbeit bei Raumfahrer.net
Raumfahrer.net ist weiter auf der Suche nach neuen Mitarbeitern - hier erfahren Sie was Sie bei uns erwartet.

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News

• Spektakuläre Aufnahmen der Apollo-Landestellen «mehr» «online»
• Keplers nächstes Planetensystem «mehr» «online»
• GRAIL startklar «mehr» «online»
• Untersuchungsergebnis zum Progress-Fehlstart «mehr» «online»
• Falcon-9-Gerücht bestätigt sich - teilweise (Update) «mehr» «online»
• Schreibwettbewerb der NASA auch in Deutschland «mehr» «online»
• GRAIL auf dem Weg zum Mond «mehr» «online»
• KazSat 2 auf Station, Kommunikationsnutzlast im Test «mehr» «online»
• Probleme mit SOFIA «mehr» «online»
• PAKSAT 1R im Test bei 37,8 Grad Ost «mehr» «online»
• NASA stellt Design für SLS vor «mehr» «online»
• Ciel 2 zeitweise ziellos «mehr» «online»
• Intelsat 19 fliegt auf Zenit-3SL «mehr» «online»
• Tag der Luft- und Raumfahrt live auf Raumfahrer.net «mehr» «online»
• RadioAstron kurz vor ersten Messungen «mehr» «online»
• Nächste COTS-Flüge auf 2012 verlegt «mehr» «online»
• Chinasat 1A im All «mehr» «online»
• SpaceTweetup: Was machen die Space Tweeps (Podcast) «mehr» «online»
• SOFIA wieder flugbereit «mehr» «online»
• Kommentar: Soziale Netzwerke und die Raumfahrt «mehr» «online»


» Spektakuläre Aufnahmen der Apollo-Landestellen
06.09.2011 - Die Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter hat Fotos der Landestellen der Apollo-Missionen 12, 14 und 17 aufgenommen. Unter Anderem sind die Mondlandefähren sowie die Fußspuren der Astronauten in beeindruckender Qualität zu sehen.
Auf den Bildern sind die genauen Wege zu erkennen, die die Astronauten auf der Mondoberfläche zurückgelegt haben. „Wir können die Schritte der Astronauten nun mit größerer Klarheit nachvollziehen, um zu sehen, wo sie die Gesteinsproben entnommen haben.“, sagte Noah Petro, ein Mondgeologe am Goddard Space Flight Center.

Alle drei Aufnahmen zeigen deutlich die Fußspuren der Astronauten, die diese hinterließen, als sie den Mond erkundeten. Auf dem Bild der Apollo-17-Landestelle ist auch die Spur des mitgeführten Mondautos LRV (Lunar Roving Vehicle). Hier ist ebenso der Weg der Astronauten auf dem Mond zu sehen, bevor sie sich wieder in die Mondlandefähre begaben.

An allen Landestellen ist das sogenannte ALSEP (Apollo Lunar Surface Experiments Package) zu erkennen, wissenschaftliche Instrumente, die die Aufgabe hatten, die Mondoberfläche und sein Inneres zu erforschen. Mit ihnen wurde der innere Aufbau des Mondes erforscht sowie der Druck und die Zusammensetzung der sehr dünnen Mondatmosphäre zu bestimmt.

Um die Bilder aufzunehmen, wurde der Orbit der Sonde, der normalerweise in einer Höhe von etwa 50 Kilometern liegt, so abgesenkt, dass der tiefste Punkt bei fast 21 Kilometern lag. In diesem Orbit blieb die Sonde 28 Tage lang, so dass der Mond sich einmal komplett drehen konnte.

„Diese Bilder erinnern uns an die fantastische Geschichte des Apollo-Programms und gibt uns ein Zeichen, uns in der Erforschung des Sonnensystems vorranzukommen.“, sagte Jim Green, Direktor der Planetary Science Division im NASA-Hauptquartier in Washington.


Der Lunar Reconnaissance Orbiter wurde am 18. Juni 2009 gestartet und befindet sich seit dem 23. Juni 2009 im Mondorbit.

Mehr Bilder gibt es in unserer Mediengalerie.

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(Autor: Simon Plasger - Quelle: NASA)


» Keplers nächstes Planetensystem
08.09.2011 - Aus den Daten der NASA-Raumsonde Kepler haben US-Astronomen die Parameter eines weiteren Planetensystems herausgelesen: KOI-730. Hier soll es mindestens 4 Planeten geben.
Dies wurde bisher nur durch die Lichtkurven des von den Planeten umlaufenden Sterns begründet. Normalerweise erfolgt im Nachhinein eine Bestätigung durch weitere Messungen erdgestützter Teleskope. Hier kommt man aber aufgrund der Vielzahl von vermuteten Planeten und den damit verbundenen langwierigen Untersuchungen gar nicht nach.

Die Lichtkurve des beobachteten Sterns lässt sich allerdings in 4 periodische Teilkurven zerlegen, deren Verdunklungsereignisse in einem zeitlichen Verhältnis von 3:4:6:8 stehen, und dies bis auf ein Tausendstel genau. Die Planeten befinden sich damit in einer Resonanz erster Ordnung. Diese Feststellung allein wird bereits als sicherer Fakt für die wirkliche Existenz der Planeten angesehen.

Allerdings hat man noch keine Untersuchungen am Spektrum des Sterns vorgenommen, so dass man zwar Aussagen über die Bahnradien und die Größen der Planeten treffen kann, nicht aber über deren Massen und Dichten. Bei der verwendeten Bedeckungsmethode verdunkelt ein vor einem Stern vorbeiziehender Planet für kurze Zeit das Licht des Sterns um einen bestimmten Bruchteil. Daraus lässt sich die Größe des Planeten berechnen. Die Dauer der Periode, bis derselbe Planet erneut vor seinem Stern vorbeizieht ist dessen Umlaufzeit. Daraus lässt sich der Bahnradius berechnen.

Bei einer anderen Methode zum Nachweis von Planeten wird die Geschwindigkeit gemessen, mit der ein Stern um den Schwerpunkt des Systems taumelt. Dabei wird er von den Gravitationskräften der Planeten beeinflusst, die durch deren Massen verursacht werden. Diese Messungen stehen wie gesagt noch aus.

Das Weltraumteleskop Kepler wurde am 7. März 2009 gestartet und hatte kurz darauf seine Zielbahn um die Sonne erreicht. Wenig später war die Schutzabdeckung abgeworfen worden, so dass Bilddaten erfasst werden konnten. Daraufhin wurde das Teleskop anhand bekannter Sterne und Exoplaneten kalibriert und begann anschließend seinen regulären Messbetrieb. Kepler verfügt über 42 CCD-Chips mit insgesamt 95 Megapixeln und ist das bisher leistungsfähigste Bildsensorsystem im All. Damit sollen bis Ende 2012 Planeten bis hinunter zu Erdgröße gefunden werden können. In den ersten 43 Tagen wurden bereits 706 Planetenkandidaten entdeckt, von denen einige mittlerweile bestätigt wurden.

Die neuen Ergebnisse über KOI-730 sollen auf dem zweiten Kongress "Extreme Solar Systems", der vom 11. bis zum 17. September in Moran, Wyoming (USA) stattfindet, bekanntgegeben werden.

Verwandte Meldungen (Auswahl):

Raumcon:


(Autor: Günther Glatzel - Quelle: Northwestern University, USA)


» GRAIL startklar
09.09.2011 - Zwei Sonden zur Vermessung des Schwerefeldes des Mondes und daraus ableitbarer Erkenntnisse über den inneren Aufbau unseres natürlichen Trabanten stehen startbereit in Cape Canaveral an der Spitze einer Delta-II-Trägerrakete.
Gestern musste der Start aufgrund zu starker Höhenwinde abgesagt werden. Während eine Rakete in Richtung ihrer Längsachse recht stabil gebaut ist - immerhin muss sie Schubkräfte vom Mehrfachen ihres Gewichtes aushalten - ist sie gegen seitliche Störungen vergleichsweise empfindlich. Starke Seitenwinde können zu Verformungen und größeren Kursabweichungen führen.

GRAIL (Gravity Recovery and Interior Laboratory) besteht aus zwei identischen Sonden, die den Mond auf gleichen Bahnen in geringem Abstand umlaufen sollen und dabei ein sehr stabiles Funksignal zur Erde senden. Aus Veränderungen der Trägerfrequenz beim Empfang durch Bodenstationen aufgrund des Doppler-Effekts lassen sich selbst geringste Geschwindigkeitsänderungen der Sonden nachweisen. Diese werden zum Teil durch die ungleichmäßige Verteilung der Masse im Mond verursacht, weshalb man auf dessen innere Struktur schließen kann.

Der Weg zum Mond ist bereits ungewöhnlich. Um Masse zu sparen, fliegen die beiden Sonden zunächst zum Lagrangepunkt 1 des Sonne-Erde-Systems. Dieser liegt zwischen Sonne und Erde, wobei sich die Anziehungskräfte der beiden Himmelskörper und die Fliehkraft dort weitgehend aufheben. Von hier aus kann mit einem insgesamt geringeren Antriebsaufwand eine Bahn um den Mond erreicht werden, da man Bahndrehimpuls von der Erde "übernimmt". Allerdings dauert der Flug dadurch etwa dreieinhalb Monate.

Der Zielorbit um den Erdtrabanten liegt in etwa 50 Kilometern Höhe über dessen Oberfläche und verläuft über die Pole. Stabilisiert wird er durch den Einsatz kleiner Triebwerke. Jede der beiden GRAIL-Sonden bezieht zudem etwa 700 W elektrischer Leistung aus Solarzellen. Der mondnächste Punkt soll zwischen 15 und 50 Kilometern Höhe variieren, der Abstand der Sonden voneinander zwischen etwa 65 und 225 Kilometern. Damit lassen sich sowohl großflächige als auch lokale Dichteschwankungen, aber auch Auswirkungen von Massen, die tief im Mondinneren liegen, erforschen.

Die Primärmission soll nur 90 Tage dauern. Weitere 40 Tage nach der Abschaltung der Systeme wird der Absturz der Sonden auf den Mond erwartet. Monbahnen sind aufgrund der stark variierenden Masseverteilung unter dessen Oberfläche besonders instabil. Die Auswertung der Untersuchungsergebnisse wird allerdings längere Zeit in Abspruch nehmen. Deren räumliche Auflösung soll bestenfalls 30 x 30 km betragen, die Variationen in der Fallbeschleunigung mit einer Genauigkeit von etwa 0,0001 m/s² messbar sein.

Erklärte Ziele der Mission sind die Kartierung der Struktur der Mondkruste sowie des lithosphärischen Mantels, ein besseres Verständnis der asymmetrischen thermischen Entwicklung des Mondes, die Bestimmung der Struktur von Einschlagsbecken unter der Oberfläche und des Ursprungs der großräumigen Bereiche erhöhter Gesteinsdichte, der sogenannten Mascons, sowie Erkenntnisse über Mondgeröll (Brekzie), Magnetismus, Gezeitenwirkungen der Erde auf den Mond und bessere Abschätzungen zur Größe eines möglichen Mondkerns.

Der Start ist für den 10. September 2011, ab 14:29 Uhr MESZ vorgesehen.

Raumcon:


(Autor: Günther Glatzel - Quelle: NASA, Raumcon, Wikipedia)


» Untersuchungsergebnis zum Progress-Fehlstart
10.09.2011 - Die für diesen Fall eingesetzte Untersuchungskommission hat einen vorläufigen Abschlussbericht veröffentlicht. Demnach ist das Versagen der dritten Stufe wie vermutet auf eine Verstopfung in einer Treibstoffzuleitung des Gasgenerators zurückzuführen.
Bestätigt wurde, dass die beiden ersten Stufen korrekt funktioniert haben, auch auf die Stufentrennung trifft dies zu. Anhand der übermittelten Daten konnte zudem festgestellt werden, dass der Gasgenerator nicht mit ausreichend Kraftstoff versorgt wurde, und dies nicht auf einen Konstruktionsfehler zurückgeführt werden kann. Stattdessen lag ein zufälliger Fehler vor, der vermutlich in einer Verschmutzung der Zuleitung bestand. Möglich ist eine Einengung aufgrund einer unsauber geschweißten Naht.

Die Verringerung der Triebwerksleistung wurde vom System festgestellt und daraufhin eine automatische Notabschaltung vorgenommen. Das Raumschiff trennte sich von der 3. Stufe, hatte aber noch keine ausreichende Geschwindigkeit, um in einen stabilen Orbit zu gelangen. Auch die Flugrichtung war dafür noch nicht geeignet.

Die Kommission empfiehlt nun eine Überprüfung aller baugleichen Triebwerke sowie Veränderungen an der Qualitätssicherung. Dazu gehört die Entwicklung eines kohärenten Programms zur Überwachung dieses Triebwerkstyps sowie Maßnahmen, um den Status der Triebwerke zu jedem Zeitpunkt von Konstruktion, Fertigung und Einbau in die Raketenstufe lückenlos zu überwachen.

Als Konsequenz auf den Bericht haben sich offizielle Vertreter aus Russland und den USA zuversichtlich gezeigt, dass die bemannten Raumflüge in Bälde wieder aufgenommen werden können, möglicherweise bereits Mitte Oktober. Auch könne bereits ein unbemannter Testflug ausreichen, sich von der korrekten Funktion des betroffenen Triebwerkstyps bzw. der Oberstufe zu überzeugen.

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Raumcon:


(Autor: Günther Glatzel - Quelle: Roskosmos, RN)


» Falcon-9-Gerücht bestätigt sich - teilweise (Update)
10.09.2011 - Bereits vor Monaten gab es ein Gerücht, dass es beim zweiten Testflug der Falcon-9-Trägerrakete eine Triebwerksanomalie gegeben hat. Dies wurde nun in einem Interview bestätigt.
Zwischenzeitlich war SpaceX aber gegen einen Verursacher des Gerüchts sogar gerichtlich vorgegangen. In einem Interview am 9. September gab Kenneth Bowersox, ehemaliger NASA-Astronaut und ein jetziger Vizedirektor bei SpaceX, aber zu, dass ein Triebwerk der ersten Stufe in einem sauerstoffreichen Verbrennungszustand abgeschaltet wurde.

Dies geschah allerdings nach Angaben von Bowersox nicht (wie zunächst gemeldet) vorzeitig, sondern zum regulären Brennschluss. Dabei kann es allerdings zu überhöhten Temperaturen kommen. Diese höheren Temperaturen können Beschädigungen an der Turbine innerhalb der Treibstoffturbopumpen verursachen, weswegen dieser Parameter während des Fluges auch überwacht wird und ein entscheidendes Kriterium für die Abschaltung eines Triebwerks ist. Beim Testflug im Dezember 2010 blieb die Temperatur aber offenbar im Rahmen der bekannten Toleranzen. Die Nutzlast erreichte trotz des anormalen Abschaltvorgangs die geplante Erdumlaufbahn.

Am 8. Dezember 2010 brachte eine Falcon-9-Trägerrakete der Firma Space Exploration Technologies eine Dragon-Raumkapsel auf eine Erdumlaufbahn. Nach zwei Erdumläufen zündeten die Bremstriebwerke der Kapsel, die daraufhin in die dichten Schichten der Erdatmosphäre eintrat. Geschützt durch einen Hitzeschild wurde Dragon abgebremst und wasserte schließlich an Fallschirmen im Pazifik.

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Raumcon:


(Autor: Günther Glatzel - Quelle: Space News)


» Schreibwettbewerb der NASA auch in Deutschland
10.09.2011 - Wer sich für astronomische Themen interessiert und gerne mit Wissenschaftlern einen Tag lang Forschung betreiben möchte, kann bis zum 18. November 2011 an einem Cassini-Schreibwettbewerb teilnehmen.
Cassini ist eine amerikanisch-europäische Raumsonde, die schon seit sieben Jahren den großen Ringplaneten Saturn und seine Monde erforscht. Ein von der NASA ausgeschriebener Aufsatzwettbewerb für Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 13 soll die Teilnehmer ermuntern, eines von drei vorgeschlagenen Zielen anzusteuern. Dieses wird von der Cassini-Sonde im Detail untersucht. Dazu können Schülerinnen und Schüler kurze Essays verfassen, in denen sie ihre Wahl begründen.

Die Teilnehmer werden zu analytischem Denken ermutigt, diskutieren ihre Ideen mit den Wissenschaftlern und gewinnen so Übung in Entscheidungsfindungsprozessen. Sie nehmen dann an Telefonkonferenzen zur Missionsplanung teil und können dort direkt mit den Projektwissenschaftlern sprechen.

In den zurückliegenden Jahren haben tausende Schüler aus über 50 Ländern von dem Angebot Gebrauch gemacht und ihre Vorschläge eingereicht. Organisiert wird der Aufsatzwettbewerb vom Cassini-Team des Jet Propulsion Laboratory. In Europa koordiniert die Organisation „Europlanet“ diesen Schreibwettbewerb, in Deutschland ist Lars-C. Depka von der Sternwarte Dortmund der Ansprechpartner. Teilnehmen können Schulen, Einzelpersonen wie auch astronomische Vereinigungen. Jede/r erhält für ihren/seinen Aufsatz ein offizielles Teilnahmezertifikat.

Die Beiträge wie auch Fragen zur Teilnahme können per e-Mail an die Adresse Cassini@stars.ms geschickt werden. Weitere Details sind im Internet in englischer Sprache unter http://saturn.jpl.nasa.gov/education/scientistforaday10thedition/ abrufbar.

Für Rückfragen steht Lars-C. Depka unter der Mailadresse Cassini@stars.ms oder sternwarte-dortmund@deutschland.ms bzw. unter der FAX/Voicemailnummer 03212-LCDEPKA (03212 5233752) gerne zur Verfügung.


(Autor: Lars-C. Depka - Quelle: NASA, Sternwarte Dortmund (Lars-C. Depka))


» GRAIL auf dem Weg zum Mond
10.09.2011 - Am 10. September startete eine Delta II mit den beiden Zwillingssonden GRAIL-A und –B in Richtung Mond.
Um 15:08:52 Uhr MESZ hob die US-amerikanische Trägerrakete Delta II von Startrampe 17B der Cape Canaveral Air Force Station in Florida ab. An Bord waren die beiden GRAIL-Sonden (Gravity Recovery and Interior Laboratory), die die Aufgabe haben, das Schwerkraftfeld und den inneren Aufbau des Mondes zu erforschen.

Eine Minute und 25 Sekunden nach dem Start waren die ersten sechs Feststoffbooster ausgebrannt und wurden abgetrennt, während drei weitere nun zündeten, welche bei T+2:50 min abgeworfen wurden. 100 Sekunden später war auch die erste Stufe ausgebrannt und wurde abgetrennt. Wenige Sekunden danach lief das Triebwerk der zweiten Stufe an, um die Rakete und die Sonden weiter zu beschleunigen. Da in der mittlerweile erreichten Flughöhe die Dichte der Atmosphäre gering genug war, wurde auch die Nutzlastverkleidung, die die Sonden bis dahin geschützt hatte, abgesprengt.

Der erste Brennschluss der zweiten Stufe erfolgte bei sieben Minuten und 20 Sekunden, worauf eine etwa eine Stunde dauernde Freiflugphase folgte. An deren Ende zündete die zweite Stufe erneut, um die Nutzlast auf ihre endgültige Flugbahn zu bringen. Viereinhalb Minuten später war auch diese Zündung beendet. Kurz darauf wurde zuerst GRAIL-A abgetrennt, wenig später folgte ihr die Zwillingssonde GRAIL-B.

GRAIL führt als Hauptinstrument das Lunar Gravity Ranging System mit, welches die Entfernung zwischen den beiden Orbitern misst. Durch die Veränderungen dieses Abstandes kann auf Massekonzentrationen und andere gravitative Instabilitäten geschlossen werden. Des Weiteren sind an Bord mehrere Kameras vorhanden, die im Rahmen des MoonKAM-Projekts Bilder des Mondes aufnehmen sollen.

Die Delta II kam beim heutigen Flug in der Variante 7920H-10 zum Einsatz. Die 7 steht dabei für eine Erststufe mit verlängertem Tank und RS-27-Triebwerk, während die zweite Ziffer die Anzahl der Feststoffbooster beschreibt. An dritter Stelle ist die Zweitstufe beschrieben, in diesem Falle die Delta-II-Zweitstufe mit einem AJ10-118K-Triebwerk. Die 0 schließlich steht für die nicht vorhandene Drittstufe. H(eavy) bedeutet GEM-46-Booster und -10 die Nutzlastverkleidung mit 10 Fuß (3,5 m) Durchmesser.

Weitere Bilder finden Sie in unserer Mediengalerie.

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Raumcon:


(Autor: Simon Plasger - Quelle: NASA)


» KazSat 2 auf Station, Kommunikationsnutzlast im Test
11.09.2011 - Der kasachische Kommunikationssatellit KazSat 2 hat zwischenzeitlich die für ihn vorgesehene Position im Geostationären Orbit erreicht. Die Tests des Erdtrabanten werden bis zur Aufnahme des Regelbetriebs fortgesetzt.
KazSat 2 war am 16. Juli 2011 auf einer Proton-M-Rakete mit Bris-M-Oberstufe in den Weltraum transportiert und nach sechs Brennphasen der Bris-M auf einer fast auf Höhe des Geostationären Orbits liegenden Transferbahn ausgesetzt worden. Von dieser Bahn mit einem Perigäum rund 35.201 Kilometer und einem Apogäum von rund 35.767 Kilometern über der Erde steuerte der Satellit unter Zuhilfenahme seiner eigenen Triebwerke den Geostationären Orbit an. Als dieser erreicht war, begann an einer vorläufigen Position eine erste Reihe von umfangreichen Tests.

Seit dem 22. August 2011 steht KazSat 2 bei 86,5 Grad Ost, von wo aus er nach dem für den 19. Oktober 2011 geplanten Abschluss der Tests im Orbit, auch IOT für in orbit tests genannt, Kunden in Kasachstan und Zentralasien mit einer Reihe von Telekommunikationsdiensten versorgen soll. Seit dem 1. September 2011 laufen Tests der Kommunikationsnutzlast des Satelliten, die in Zusammenarbeit mit deren Lieferanten, Thales Alenia Space, durchgeführt werden.

Der Hersteller des Satelliten, Chrunitschew aus dem Moskauer Stadtteil Fili, und seine kasachischen Betreiber vom Zentrum für Weltraumkommunikation der nationalen kasachischen Weltraumagentur hoffen, dass sich KazSat 2 deutlich besser bewährt als sein Vorgänger. Der erste kasachische Kommunikationssatellit KazSat bzw. KazSat 1 musste nur zwei Jahre und einige Monate nach dem Start als Totalverlust akzeptiert werden. Die Auslegungsbetriebsdauer von KazSat 1 betrug 12,5 Jahre.

Dem auf der gleichen Satellitenplattform namens Jachta basierenden, aber konstruktiv erheblich überarbeiteten und neben der Kommunikationsnutzlast auch im Bereich des raumflugtechnischen Teils mit zahlreichen Komponenten aus dem Westen ausgestatteten KazSat 2 schreibt man eine mögliche Gesamtbetriebsdauer von 14,5 Jahren zu. Ob sich diese verwirklichen lässt, wird die Praxis zeigen. Angesicht zahlreicher Komponenten des Satelliten, die vor dem Start Tests nicht bestanden, und gewartet bzw. ausgetauscht werden mussten, sind Zweifel nachvollziehbar. In Schaltkreisen von KazSat 2 sollen sich elektronische Bauteile aus Taiwan befinden oder befunden haben, die nicht für einen Einsatz im Weltraum zertifiziert sind.

KazSat 2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 37.749 bzw. als COSPAR-Objekt 2011-035B.


(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: Chrunitschew, marker.ru, Republican Center for Space Communication Kazakhstan, Roskosmos)


» Probleme mit SOFIA
12.09.2011 - Beim fliegenden Infrarot-Teleskop SOFIA wurden bei routinemäßigen Wartungsarbeiten Ablösungen an der Rückseite des Hauptspiegels festgestellt.
Am 25. August stellten Techniker bei einer Routineprüfung der an der Rückseite des 2,5 Meter messenden Hauptspiegel befestigten Temperatur- und Drucksensoren fest, dass sich etwa ein Dutzend der mehr als 110 Halterungen für die Sensorkabel gelöst hatten. Dabei wurde durch den verwendeten Klebstoff auch Spiegelmaterial mit heruntergerissen. Jedoch waren alle betroffenen Stellen kleiner als eine Briefmarke.

Die wissenschaftlichen Aktivitäten wurden umgehend eingestellt, um den Vorfall zu untersuchen und zu entscheiden, ob bei fortgesetzten Forschungen Risiken bestehen würden. Um das SOFIA-Team bei der Beurteilung zu unterstützen, wurden Experten aus Industrie und Forschung zu Rate gezogen. Wenn die Arbeiten wie geplant voranschreiten, wird es möglich sein, am 16. September in Richtung Deutschland zu starten. Dort ist geplant, das Infrarotteleskop am 18. September beim Tag der Luft- und Raumfahrt in Köln auszustellen. Außerdem soll es am darauffolgenden Tag auch in Stuttgart besichtigt werden können. Der ursprünglich geplante Abflugtermin (15. September) steht nicht mehr zur Diskussion. Es ist zusätzlich vorgesehen, auf dem Weg von und nach Deutschland das Flugzeug wissenschaftlich zu nutzen.

Zwei ursprünglich für die durch die Reparatur belegte Zeit vorgesehene Flüge wurden verschoben. Sie sollen nun Ende September oder Anfang Oktober stattfinden.

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Raumcon:


(Autor: Simon Plasger - Quelle: USRA)


» PAKSAT 1R im Test bei 37,8 Grad Ost
13.09.2011 - Der in China gebaute und am 11. August 2011 ins All transportierte Kommunikationssatellit PAKSAT 1R hat den Geostationären Orbit erreicht und wird auf einer vorläufigen Position einer Reihe von Tests unterzogen werden.
Eine chinesische Trägerrakete vom Typ Langer Marsch 3B hatte den für die pakistanische Luft- und Raumfahrtforschungsorganisation SUPARCO (Space and Upper Atmosphere Research Commission) gedachten, auf dem chinesischen Satellitenbus DFH 4 basierenden Satelliten in den Weltraum gebracht. Chinas internationale Vermarkterin von Trägerraketen und Satelliten, die China Great Wall Industry Corporation (CGWIC), meldete am 13. September 2011, dass PAKSAT 1R seit Sonntag, dem 11. September an einer Position von 37,8 Grad Ost stehe, wo in Kürze eine umfangreiche Testphase des Satelliten im Erdorbit, auch IOT für in orbit tests genannt, beginnen werde. Vor der Übergabe des Satelliten an seinen künftigen Betreiber werde der Satellit zu seinem bis auf weiteres endgültigen Einsatzort bei 38 Grad Ost umpositioniert, so die CGWIC weiter. Von dort soll PAKSAT 1R laut der CGWIC Kunden in Europa, in Mittelasien, im Mittleren Osten und in Ostafrika mit einer Vielzahl unterschiedlicher Kommunikationsdienste versorgen.

PAKSAT 1R ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 37.779 bzw. als COSPAR-Objekt 2011-042A.

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(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: CGWIC)


» NASA stellt Design für SLS vor
15.09.2011 - Gestern stellte die NASA im Rahmen einer Pressekonferenz das Design der neuen Schwerlastrakete SLS (Space Launch System) vor.
Das SLS soll Amerikas neues Arbeitspferd werden und den Weg über den Erdorbit hinaus öffnen. Zur Zeit ist der Erstflug für 2017 angesetzt und soll zunächst ohne Oberstufe das MPCV (Multi Purpose Crew Vehicle), Orion, welches noch aus dem gestrichenen Constellation-Programm stammt, ins All bringen.

Bei der Pressekonferenz stellte die NASA das endgültige Design der Rakete vor und nannte einige Eckdaten. So soll sie vor allem Technologien nutzen, die schon für das Shuttle-Programm oder das Constellation-Programm entwickelt wurden. Im Vordergrund steht dabei die Erststufe, die auf dem externen Tank des Space Shuttles basiert, aber über zwischen drei und fünf RS-25-Triebwerke verfügt. Das RS-25 ist auch als SSME bekannt und war der Hauptantrieb des Shuttles. Je nach Anzahl an SSMEs in der Erststufe kann der Träger mehr oder weniger Nutzlast in den Erdorbit transportieren. Das RS-25 wird zunächst unverändert aus den alten Shuttle-Beständen genutzt, soll aber später modifiziert werden, da es nicht mehr auf Wiederverwendbarkeit ausgelegt sein muss. Beim Start wird die Rakete von zwei 5-Segmente-Feststoffboostern unterstützt, die, aufbauend auf den Shuttle-Boostern, ursprünglich für die Ares-Raketen entwickelt wurden. Zudem sind Sie auch für das Konzept "Liberty" im Gespräch. Diese Konfiguration soll in der Lage sein, das MPCV Orion in den Erdorbit zu bringen und es dort für spätere Missionen zu verifizieren.

Nach einigen erfolgreichen Testflügen soll beim dreizehnten Testflug um 2032 dann eine Oberstufe für das SLS eingeführt werden. Diese soll mit drei J-2X-Triebwerken von Pratt & Whitney Rocketdyne, eine Weiterentwicklung des J-2-Triebwerks der Saturn 1B und der Saturn 5, angetrieben werden. Mit dieser Oberstufe soll das SLS in der Endausbaustufe dann bis zu 130 Tonnen in den Erdorbit bringen und wäre so leistungsstark wie die bisher stärkste Trägerrakete, die Saturn 5, die sie beerben soll.

Eine Besonderheit ist, dass die Isolierung nicht, wie bisher beim Space Shuttle, der Ares-Raketen oder vorherigen Animationen des SLS orange dargestellt wird, sondern weiß, ganz im Sinne der alten Saturn. Über den Grund gibt es diverse Spekulationen. Ein Grund wäre, die US-Amerikaner von der Rakete zu überzeugen, da die meisten mit der Saturn 5 die positiven Ereignisse der US-amerikanischen Raumfahrt, allen voran die Mondlandung asoziieren. Es kann aber auch gut sein, dass am Ende doch die orangefarbene Isolation, die sich seit nun schon 30 Jahren bewährt hat, weiter genutzt wird. Weitere Erklärungsmöglichkeiten wären eine interne Isolierung oder ein anderes Material, wie es beispielsweise bei der Ariane 5 verwendet wird. Fest steht, dass Tanks für flüssigen Wasserstoff eine Isolierung benötigen.

"Dieses Startsystem wird gutbezahlte Jobs für Amerika schaffen, stellt die US-Führung im Weltraum weiter sicher und inspiriert Millionen rund um die Welt", äußerte sich NASA-Administrator Charles Bolden während der Pressekonferenz zum SLS. " Präsident Obama hat uns herausgefordert, mutig zu sein und groß zu träumen, und genau das machen wir bei der NASA. Während ich noch stolz darauf war, mit dem Space Shuttle zu fliegen, werden die morgigen Forscher davon träumen, eines Tages auf dem Mars zu laufen."

Als Startplatz wird man den zurzeit in der Demontage befindlichen Startkomplex 39 des Kennedy Space Centers nutzen, von dem schon die Saturn-Raketen zum Mond flogen und auch das Shuttle zu ihren Missionen aufbrach. Auch wird man die mobile Startplattform (Mobile Launch Pad, MLP), welche für die gestrichene Ares-1-Rakete entworfen wurde, so umbauen, dass davon ein SLS gestartet werden kann. Es sind aber auch neue MLPs für das SLS geplant, um so eine Redundanz zu haben, etwa für den Fall eines Doppelstarts oder wenn durch einen Unfall oder Start etwas beschädigt wird.

Die Bestimmung des SLS ist in den Augen der NASA schon jetzt klar: mit ihm soll der Mensch über den erdnahen Orbit (LEO) hinauskommen und Missionen zu Asteroiden und schließlich zum Mars durchführen. Mit ihm sollen Module für interplanetare Raumschiffe sowie ihre Besatzungen die Reise ins Weltall beginnen. Dabei wird das SLS nicht für die Versorgung der ISS genutzt, sondern ausschließlich für Missionen, die von der Erde wegführen.

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(Autor: Daniel Maurat - Quelle: NASA, NASA TV)


» Ciel 2 zeitweise ziellos
17.09.2011 - Der kanadische Kommunikationssatellit Ciel 2 hatte am 13. September 2011 zeitweise seine korrekte Ausrichtung zur Erdoberfläche verloren. Deswegen kam es zur einem mehrere Stunden andauernden Ausfall der von dem Satelliten ausgestrahlten Programme.
Ciel 2, der sich seit dem 10. Dezember 2008 im All befindet, dient insbesondere der Direktversorgung von Haushalten in Kanada und Nordamerika mit hochauflösenden Fernsehprogrammen. Ein Großteil der Kapazitäten des Satelliten ist an die US-amerikanische DISH Network Corporation vermietet. Nach Angaben dieses Unternehmens führte ein menschlicher Fehler in einem Kontrollzentrum dazu, dass HD-Fernsehsignale von Ciel 2 ab etwa 17:00 Uhr Eastern Time am 13. September 2011 nicht mehr zu empfangen waren.

Beobachter vermuten, dass Ciel 2 seine Ausrichtung im Raum in Bezug auf die Erdoberfläche nicht mehr beibehielt, und sich deshalb in einen Sicherheitsmodus versetzte, in dem nur die nötigsten raumflugtechnischen Einrichtungen an Bord des Satelliten laufen, während die Kommunikationsnutzlast abgeschaltet ist. Zwischenzeitlich wurde die Versorgung der von dem Ausfall betroffenen Kunden wieder aufgenommen.

Nach Informationen, die SES New Skies, unter Ägide ihrer Tochter Ciel Satellite Communications die Kontrolle des Satelliten erfolgt, an DISH und an die EchoStar Broadcasting Corporation weitergegeben haben soll, wird Ciel 2 wegen nötiger Lagekorrekturen westwärts driften. Das Driften sollte zum 15. September 2011 bei 129,2 Grad West gestoppt werden.

Am Montag, dem 19. September 2011 will man den Satelliten zurück auf eine Position bei 128,85 Grad West +/- 0,05 Grad gesteuert haben. Während des gesamten Vorgangs wird Ciel 2 innerhalb des Kanada zugeordneten Bereichs von 128,8 bis 129,2 Grad bleiben, hoffen die Beteiligten. Auf diese Weise würde Ciel 2 auch nicht in gefährliche Nähe anderer im Geostationären Orbit positionierter Satelliten kommen. Die nächsten Nachbarn sind AMC 11 bei 131 Grad West und Galaxy 13 bei 127 Grad West.

Ciel 2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 33453 bzw. als COSPAR-Objekt 2008-063A.

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(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: avsforum.com, DISH Network Corporation, FCC, ftaconcept.com, satfix.net, satelliteguys.us)


» Intelsat 19 fliegt auf Zenit-3SL
17.09.2011 - Der in Luxemburg ansässige Kommunikationssatellitenbetreiber Intelsat hat Sea Launch mit dem Start des Kommunikationssatelliten Intelsat 19 beauftragt, teilte die Betreiberin der schwimmenden Startplattform für die Zenit-3SL, die schweizer Sea Launch AG, am 12. September 2011 mit.
Der Start der in der Ukraine gebauten Trägerrakete mit dem in den Vereinigten Staaten von Amerika hergestellten Satelliten an der Spitze soll laut Sea Launch Anfang 2012 erfolgen, Intelsat sprach im Juni 2011 von einem Start des Satelliten im zweiten Quartal 2012.

Intelsat 19 ist ein auf dem Satellitenbus LS-1300 von Space Systems/Loral (SS/L) basierendes Raumfahrzeug. Es soll den am 14. November 1988 als PanAmSat 8 ins All transportierten Intelsat 8 im Geostationären Orbit an der Position von 166 Grad Ost ersetzen. Für SS/L ist Intelsat 19 alias IS-19 der 46. an Intelsat abzuliefernde Satellit.

Über die 24 C-Band- und 34 Ku-Band-Transponder des neuen Satelliten will Intelsat Kunden in Australien, dem asiatisch-pazifischen Raum und dem Westen der Vereinigten Staaten von Amerika mit einer großen Bandbreite von Kommunikationsdiensten versorgen.


(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: Intelsat, Sea Launch, SS/L)


» Tag der Luft- und Raumfahrt live auf Raumfahrer.net
17.09.2011 - Wir berichten aus Köln vom Tag der Raumfahrt und dem ersten SpaceTweetup in Europa. Raumfahrer.net ist vor Ort und wird live berichten. In Zusammenarbeit mit Spacelivecast.de werden wir einige Liveinterviews mit Raumfahrtexperten übertragen.
Willkommen bei der Liveberichterstattung vom Tag der Luft- und Raumfahrt aus Köln. Wir freuen uns auf Interviews mit Astronauten der ESA und NASA sowie weiteren Persönlichkeiten aus der Luft- und Raumfahrt. Dazu kommen zahlreiche Attraktionen wie das Teleskopflugzeug SOFIA, eine umgebaute Boeing 747 als auch ein Blick in das Zero-G Flugzeug A300. Auch ein Airbus A380 wird am Event teilnehmen.

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(Autor: Raumfahrer.net Redaktion - Quelle: Raumfahrer.net, Spacelivecast.de)


» RadioAstron kurz vor ersten Messungen
17.09.2011 - Die Systeme des Weltraumradioteleskops RadioAstron, das auch unter der Bezeichnung Spektr-R geführt wird, sind nach ihrer Aktivierung gründlichen Tests unterzogen worden.
Zuletzt wurde die Atomuhr erfolgreich ins Betriebsnetz übernommen. Wichtig sind auch spezielle Kommunikationssysteme, die aber nicht nur Daten übertragen sondern mittels Dopplermessungen auch sehr genaue Angaben über Position und Geschwindigkeit des Satelliten ermöglichen. In der russischen Bodenstation bei Puschtschino wurden die Signale in den Frequenzbereichen um 8 bzw. 15 GHz erfolgreich empfangen.

Für die nächste Zeit sind nun Zielkorrekturmessungen und Tests des 15-GHz-Datenkanals, die Bestimmung der Leistungsfähigkeit der wissenschaftlichen Empfänger und schließlich erste Beobachtungen am etwa 11.000 Lichtjahre entfernten Emissionsnebel und Supernova-Überrest Cassiopeia A an der Reihe.

RadioAstron gelangte am 18. Juli 2011 an der Spitze einer Zenit 3SLBF in eine hochelliptische Umlaufbahn und soll nach seiner Inbetriebnahme etwa 5 Jahre lang kosmische Objekte in verschiedenen Bereichen des Radiofrequenzspektrums untersuchen. Dazu gehören Galaxien und Quasare, Neutronensterne, Pulsare und Schwarze Löcher sowie interstellare Plasmen. Ziele sind u.a. die Erfassung der Struktur des Raumes im Umfeld von Schwarzen Löchern, genauere Entfernungs- und Geschwindigkeitsbestimmungen bei Pulsaren sowie das Ergründen der Entwicklungsgeschichte kollabierender Strukturen. Insgesamt möchte man fundamentale kosmologische Erkenntnisse bestätigen und erweitern.

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(Autor: Günther Glatzel - Quelle: Roskosmos, RN)


» Nächste COTS-Flüge auf 2012 verlegt
18.09.2011 - Die nächsten Erprobungsflüge kommerzieller Frachtraumschiffe zur Internationalen Raumstation werden auf frühestens Februar bzw. Mai 2012 verlegt.
Dabei handelt es sich um den 2. Testflug einer Dragon-Kapsel auf einem Falcon-9-Träger von SpaceX und den ersten eines Cygnus-Frachters auf einer Taurus II der Orbital Sciences Corporation. Zuvor muss speziell geschultes Personal zur Station fliegen.

Das Andocken an ein Common Berthing Mechanism genanntes Kopplungsaggregat erfolgt mittels Manipulatorarm. Dazu muss das Raumschiff in unmittelbarer Nähe der Station seine Position halten und ein Astronaut an Bord der ISS den Manipulatorarm heranführen und dessen Endeffektor mit einer speziellen Greifvorrichtung verbinden. Dies wurde bereits beim Ankoppeln der japanischen Versorgungsraumschiffe HTV 1 und 2 so gehandhabt. Spätere Versionen von Dragon und Cygnus könnten aber auch mit automatischen Kopplungsaggregaten ausgerüstet werden.

Aufgrund des Fehlstarts eines russischen Progressfrachters im letzten Monat und der notwendig gewordenen zusätzlichen Überprüfungen der Trägerraketen verschieben sich die nächsten bemannten Missionen zur ISS um mehrere Wochen. Gegenwärtig sind die Starts für den 12. November und den 20. Dezember vorgesehen. Außerdem sollen auch zwei Progress-Transporter noch vorher Versorgungsnachschub zur Station transportieren. Die geplanten Startdaten hier: 30. Oktober 2011 und 26. Januar 2012.

Mittlerweile ist es offenbar offiziell, dass die Ziele des zweiten und dritten Dragon-Fluges zusammengelegt werden, wenn die ursprünglichen Ziele des COTS-2-Fluges erreicht werden. Nach neuntägigem Alleinflug soll dann der Anflug auf die ISS erfolgen.

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Raumcon:


(Autor: Günther Glatzel - Quelle: NASA, Roskosmos)


» Chinasat 1A im All
19.09.2011 - Am 18. September 2011 wurde der chinesische Kommunikationssatellit Chinasat 1A in den Weltraum gebracht. Sein Ziel ist der Geostationäre Orbit ca. 35.786 Kilometer über dem Erdäquator.
Der Start erfolgte um 18:33 Uhr MESZ von der Rampe Nr. 2 des Startgeländes Xichang (Xichang Satellite Launch Center, XSLC) in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Es handelte sich um einen Nachtstart, vor Ort war es zu diesem Zeitpunkt 0:33 Uhr und der 19. September 2011 bereits angebrochen. Transportiert wurde der Satellit von einer dreistufigen Rakete des Typs Langer Marsch 3B (Chang Zheng-3B, CZ-3B). Sie flog die 144. Weltraummission einer Rakete aus der Serie Langer Marsch.

Chinasat 1A alias Zhongxing 1A gelangte nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua auf die vorgesehene Umlaufbahn. Die Ausbildung einer annähernden Kreisbahn und den Abbau der Inklination von noch rund 27,11 Grad muss das auf dem Satellitenbus DFH-4 basierende Raumfahrzeug mit seinen eigenen Triebwerken bewerkstelligen.

Die Masse des von der China Academy of Space Technology (CAST) unter Ägide der China Aerospace Science and Technology Corporation (CASTC) entwickelten und gebauten neuen Erdtrabanten wird auf über 5.000 Kilogramm, seine Auslegungslebensdauer auf fünfzehn Jahre geschätzt. Chinesische Quellen sehen in Chinasat 1A den größten und modernsten Kommunikationssatelliten, den China bisher gestartet hat. Westliche Beobachter chinesischer Raumfahrtprogramme unterstellen dem Satelliten militärische Aufgaben. Xinhua berichtet, der Satellit diene der hochqualitativen Übertragung von Sprache, Bildern und Daten zwischen Nutzern in China.

Chinasat 1A alias Zhongxing 1A (ZX 1A) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 37.804 bzw. als COSPAR-Objekt 2011-047A.


(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: chinanews.com, miit.gov.cn, Xinhua)


» SpaceTweetup: Was machen die Space Tweeps (Podcast)
19.09.2011 - Was ist die Motivation, am SpaceTweetup teilzunehmen? Raumfahrer.net hat gestern mit einigen SpaceTweeps gesprochen.
Auf dem Tag der Luft- und Raumfahrt fand dieses Jahr der erste europäische SpaceTweetup statt. Genau 60 aktive Twitternutzer wurden eingeladen, in einem gesonderten Zelt über das Ereignis zu schreiben. Viele dieser anwesenden Tweeps waren dabei keine Journalisten, sondern Weltraumfans. Ein paar von ihnen haben wir zu ihren Projekten befragt. Am Ende kommt auch einer der Organisatoren vom DLR zu Wort.

Mehr davon können Sie in diesem Podcast nachhören.

Kurzinterviews mit SpaceTweeps


(Autor: Karl Urban - Quelle: Raumfahrer.net)


» SOFIA wieder flugbereit
19.09.2011 - Nachdem die fliegende Sternwarte wegen Problemen mit dem Hauptspiegel kurzzeitig am Boden bleiben musste, ist sie nun wieder flugfertig und bereit, weitere wissenschaftliche Arbeit zu leisten. Darüber sprach Raumfahrer.net mit dem Projektleiter von SOFIA, Alois Himmes.
SOFIA, das Gemeinschaftsprojekt der NASA und dem deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), darf wieder fliegen. Nach den Problemen mit dem Hauptspiegel (Raumfahrer.net berichtete) des fliegenden Infrarotobservatoriums ist nun alles wieder in Ordnung und die Forschung kann weitergehen. Mehr dazu berichtete Alois Himmes, dem Leiter des SOFIA-Projekts.

Raumfahrer.net: Vor wenigen Tagen gab es ja Probleme mit dem Spiegel von SOFIA, da hatten sich wohl einige Sensoren abgelöst. Wie ist da der aktuelle Stand, sind die Reparaturen im Gange?

Alois Himmes: Das Problem war, dass dort Kabelhalter befestigt waren, die das falsche Material hatten und aufgrund ihres Ausdehnungskoeffizienten abgefallen sind, oder zum Teil auch Spiegelausbrüche verursacht haben, Gott sei Dank auf der Rückseite des Spiegels. Man hat dann natürlich sehr sorgfältig inspiziert, was die Ursache ist, hat Vorschläge gemacht, wie man das behebt und die Entscheidung war, alle kritischen Kabelhalter zu entfernen. Das hat man gemacht. Dann hat man die defekten Stellen auf Risse untersucht und an den Stellen, wo man Sorge hatte, dass die Risse sich fortpflanzen könnten, wie zum Beispiel auf der Windschutzscheibe eines Autos, wo es ja auch entsprechende Einschläge, die kritischen Stellen ausgefräst. Die Arbeiten sind abgeschlossen, man hat den Spiegel auch nochmal von Experten untersuchen lassen, also von den Optikexperten, die sich mit diesem Glas auskennen und hat dann die Freigabe für weitere Flüge erteilt, so dass SOFIA dann, mit einem Tag Verzögerung, aber doch noch am Samstagmorgen in Köln landen konnte. Man hat auch die Freigabe für die Rückflüge in die USA und auch noch für einige Wissenschaftsflüge erteilt. Das Problem ist also verstanden und behoben.

RN: Sind jetzt noch weitere Arbeiten geplant oder ist SOFIA wieder komplett flugfertig?

Himmes: Es ist wieder komplett flugfertig. Natürlich fällt, wie beim Auto, immer etwas aus, es ist jedoch redundant ausgelegt, so dass es nicht kritisch wird. Der Spiegel ist aber wieder soweit, dass man ohne Sorge mit ihm fliegen kann.

RN: Nun geht SOFIA im Oktober erst mal in eine „Wartungspause“. Sind bis dahin noch wissenschaftliche Flüge geplant?

Himmes: Schon auf dem Flug nach Köln hat man vier Stunden Zeit gehabt, Wissenschaft zu machen, das ist auch erfolgreich gemacht worden. Die Wissenschaftler waren ganz zufrieden mit den ihren Daten, die sie natürlich noch im Detail auswerten müssen. Weitere Wissenschaft wird auf dem Flug zurück in die USA gemacht und dann sind bis Ende September noch drei bis vier weitere wissenschaftliche Flüge geplant. Im Oktober werden dann noch einige Testflüge zur Charakterisierung des Teleskops und zum Verständnis der Luftverwirbelungen sein, um das Teleskop besser ausrichten zu können. Danach ist in der Tat eine Phase geplant, in der SOFIA für ca. sechs Monate stillstehen wird. In der Zeit werden dann größere Wartungen am Flugzeug gemacht, es wird eine Vorkühleinrichtung installiert, mit der SOFIA schon am Boden gekühlt werden kann und nicht erst, wenn in der Stratosphäre die Tür aufgeht. Außerdem wird im Cockpit eine modernere Avionik eingebaut, die den heutigen Standards entspricht. Das Flugzeug ist von 1977 und hat noch diese schönen Rundinstrumente, die alle wunderbar funktionieren, aber eben auch eine höhere Arbeitsbelastung für die Crew darstellen, was man mit einer besseren Avionik vermeiden will.

RN: Was sind für die Wissenschaftsflüge bis Oktober noch für Ziele geplant?

Himmes: Es sind die Ziele, die bisher ausgesucht wurden, also, dass man die Sternenentstehungsgebiete mit dem Instrument GREAT untersuchen wird, also Gebiete, wo große Staub- und Molekülwolken unter ihrer Eigengravitation in sich selbst kollabieren und dort neue Sterne und Planetensysteme bilden. Gerade auf dem Flug von Stuttgart nach Washington fliegt das Flugzeug in Richtung Westen, das Teleskop ist also nach Süden ausgerichtet und kann so auf das galaktische Zentrum schauen, wo solche Prozesse insbesondere stattfinden.

RN: Vielen Dank für das Interview!

Das eingesetzte Instrument GREAT (German Reciever for Astronomy at Terahertz Frequencies) stammt aus deutscher Entwicklung. Es ist ein hochauflösendes Spektrometer, welches die so genannten Spektrallinien, die von den beobachteten Sternen ausgesandt werden, beobachten und bestimmen kann. Diese Linien sind sozusagen der Fingerabdruck des Atoms oder Moleküls, womit sich die Zusammensetzung entfernter Gas- und Staubwolken bestimmen lässt. Mehr über die Technik dieses Spektrometers werden Sie in Zukunft auf Raumfahrer.net finden.

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Raumcon:


(Autor: Simon Plasger - Quelle: Eigenrecherche)


» Kommentar: Soziale Netzwerke und die Raumfahrt
21.09.2011 - Das #SpaceTweetup von DLR und ESA am Sonntag hat es gezeigt. Mit einer einzelnen Veranstaltung von 60 Menschen lassen sich weltweit Millionen erreichen. Hat die klassische PR ausgedient?
Täglich machen hunderte von Hobby-Raumfahrern in Ihrer Freizeit das, was eigentlich den klassischen Medien vorbehalten war. Sie schreiben News, Artikel, twittern, bloggen und finden sich auf facebook und google+ zusammen um Nachrichten der Raumfahrtindustrie zu verbreiten und die Faszination in der Bevölkerung aufrecht zu erhalten. Dabei erreichen Sie mittlerweile eine Leserschaft die vergleichbar ist mit den klassischen Nachrichtenportalen2. Waren Presseveranstaltungen bisher eigentlich nur für die etablierten Medien gedacht, öffnen sich jetzt die Raumfahrtagenturen. Das hat die NASA schon 2009 und das DLR / die ESA jetzt am vergangenen Sonntag sogar mit einem eigenen Event nur für die treue Community gewürdigt und Ihre treusten Begleiter eingeladen.

60 Twitterer aus der ganzen Welt fanden sich zusammen um einem umfangreichen Programm vor Ort zu folgen. Astronauten, Wissenschaftler und Medienbeauftragte waren hautnah in die Community eingetaucht, die sich wiederum mit Livestreams, Twitter- und Blogeinträgen sowie zahlreichen veröffentlichten Bildern bedankte. Damit erreichten Sie Millionen1 und die europäischen Raumfahrtagenturen kommt Ihrem Auftrag, die Öffentlichkeit in angemessener Weise über Ihre Projekte zu informieren, näher als jemals zuvor.

Ganz anders sieht das leider noch bei den Raumfahrt-Konzernen aus. Zwar werden auch die indirekt von Steuergeldern finanziert, allerdings haben diese keinen Auftrag die Öffentlichkeit zu informieren. Das tun sie daher auch mit einem nur sehr begrenzten Budget. Aber das ließe sich deutlich gewinnbringender einsetzen. Schon mit kleineren Events für die Community lassen sich 10.000ende erreichen. Nicht jeder potenziell Raumfahrtbegeisterte liest täglich auf den einzelnen Unternehmenswebseiten nach. Die dortigen Infos verpuffen zum größten Teil, werden nicht weiter geteilt. Die Expertise, die vorhandene Community zu nutzen, ist aber noch längst nicht in jedem Unternehmen angekommen. Es steht definitiv ein Umbruch in der Art und Weise bevor, wie Informationen verbreitet werden. Ein Generationswechsel in den PR-Abteilungen steht an. Die Konzerne müssen dabei eigentlich nur auf die in der Community vorhandene Expertise zurückgreifen. Eine breitere Zustimmung in der Bevölkerung sichert schließlich künftige Aufträge, auch finanziell.

In eigener Sache: Zur Zeit bearbeiten wir die große Fülle an Informationen noch auf und werden im Laufe der nächsten Woche sogar noch ein Video über das SpaceTweetup herausbringen. An dieser Stelle sei auch nochmal der ESA / dem DLR gedankt für die Ausrichtung eines tollen Events was hoffentlich noch viele Nachahmer findet. Wie ich grade erfahren habe veranstaltet auch die französische Raumfahrtagentur CNES grade ein Tweetup mit 15 Auserwählten bezüglich des Starts der Ariane V und auch in England werden Stimmen laut für ein ähnliches Event.

1 Allein eine Teilnehmerin hatte mehr als 1 Million Follower bei Twitter
2 2000 Leser bei einer Raumfahrer.net News innerhalb von 24h sind keine Seltenheit mehr
(Autor: Klaus Donath - Quelle: Raumfahrer.net)



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Mars Aktuell: Mars Express und das Flussdelta im Eberswalde-Krater von Redaktion



• Mars Express und das Flussdelta im Eberswalde-Krater «mehr» «online»


» Mars Express und das Flussdelta im Eberswalde-Krater
06.09.2011 - Bereits am letzten Freitag veröffentlichte Aufnahmen des von der ESA betriebenen Marsorbiters Mars Express zeigen den Eberswalde-Krater und ein dort gelegenes ehemaliges Flussdelta. Dieses Delta gilt als ein weiteres Indiz dafür, dass auf dem Mars in der Vergangenheit Bedingungen geherrscht haben müssen, welche das Auftreten von flüssigem Wasser ermöglicht haben.
Am 15. August 2009 überflog die von der europäischen Weltraumagentur ESA betriebene Raumsonde Mars Express während ihres Orbits Nummer 7.208 das auf der südlichen Hemisphäre unseres Nachbarplaneten gelegene Hochland und bildete dabei mit der High Resolution Stereo Camera (HRSC) den bei 25 Grad südlicher Breite und 326 Grad östlicher Länge befindlichen Eberswalde-Krater ab. Aus einer Höhe von mehreren hundert Kilometern erreichte die Kamera dabei eine Auflösung von etwa 22 Metern pro Pixel. Die HRSC-Kamera wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betrieben und ist eines von sieben wissenschaftlichen Instrumenten an Bord der Raumsonde Mars Express.

Der nach der brandenburgischen Stadt Eberswalde benannte Impaktkrater bildete während des sogenannten "Noachischen Zeitalters" vor mehr als 3,7 Milliarden Jahren bei dem Einschlag eines Asteroiden und verfügt über einen Durchmesser von rund 65 Kilometern. Der bei dem Impakt entstandene, den Eberswalde-Krater umgebende Kraterwall ist jedoch mittlerweile nur noch im nordöstlichen Bereich von Eberswalde intakt. In den übrigen Bereichen ist der Wall dagegen nur noch unscharf oder überhaupt nicht mehr erkennbar (Bildausschnitt 1 in der Nadiraufnahme).

Der Grund für die erfolgte Deformation des Kraterrandes ist der zu einem späteren Zeitpunkt erfolgte Einschlag eines weiteren Asteroiden, bei dem sich der etwa 140 Kilometer durchmessende und nur wenige Kilometer südwestlich gelegene Holden-Krater bildete. Bei diesem zweiten Impakt wurden gigantische Mengen an Oberflächenmaterial in die Höhe geschleudert. Dieses Material fiel anschließend wieder auf die Planetenoberfläche zurück und verschüttete dabei den Eberswalde-Krater teilweise.

Der Eberswalde-Krater ist einer der wenigen Impaktkrater auf unserem äußeren Nachbarplaneten, welcher ein ausgeprägtes und deutlich erkennbares Flussdelta beinhaltet. Verschiedene Zuflusstäler (zu erkennen im Bildausschnitt 2 in der nebenstehenden Nadiraufnahme) und das Flussdelta (Bildausschnitt 3) sind dabei sehr gut erhalten.

Mehrere kleine, mäanderförmige Kanäle zeichnen sich auf der westlichen Seite ab und münden in das Delta, dessen Fächer eine Fläche von rund 115 Quadratkilometern einnimmt. Diese Deltaablagerungen, welche im Jahr 2003 auf Aufnahmen des Marsorbiters Mars Global Surveyor entdeckt wurden, werden von den Planetologen als ein eindeutiger Hinweis dafür interpretiert, dass in diesem Bereich der Marsoberfläche einstmals Wasser im flüssigen Aggregatzustand vorhanden war und in der Vergangenheit über den Mars strömte.

Die Vielzahl der sich teilweise überlagernden Verästelungen sind zudem ein Hinweis darauf, dass sich das Wasser in diesem Bereich über längere Zeiträume über die Oberfläche ergoss und dass der Strom durch die dadurch verursachten Ablagerungen von Sedimenten und Geröllen seinen Verlauf mehrmals veränderte. Unklar ist hierbei nach wie vor, ob dieser Wassereinfluss kontinuierlich über einen längeren Zeitraum erfolgte, oder ob es sich hier um relativ kurzfristige, aber sich mehrmals wiederholende Ereignisse gehandelt hat.

Nach dem Ende der "feuchten" Klimaperiode auf dem Mars vor mehreren Milliarden Jahren härteten die Ablagerungen schließlich aus und erreichten eine gesteinsartige Konsistenz. Im Anschluss wurde der gesamte Bereich des einstmals vorhandenen Flussnetzes durch Sand, Staub und Vulkanasche bedeckt. Dieses Material wurde dabei vom Wind in das Innere des Eberswalde-Kraters verfrachtet. Durch eine permanent stattfindende Winderosion wurden diese Materialien jedoch in der Folgezeit erneut abgetragen. Das ausgetrocknete und verhärtete Gestein des ehemaligen Flussdeltas erwies sich dabei gegenüber dieser Erosion als wiederstandfähiger als die nicht versteinerten ehemaligen "Uferbereiche". Dies hatte zur Folge, dass die Umgebung des Deltas vom Wind abgetragen wurde. Das eigentliche Delta mit seinen vielschichtigen Gesteinsstrukturen ist dagegen immer noch erhalten und in der Gegenwart als ein umgekehrtes Oberflächenrelief erkennbar.

Aufgrund des anscheinend längerfristigen Vorhandenseins größerer Mengen von flüssigem Wasser, der damit einhergehenden Deltabildung und der Vielzahl der in diesem Bereich durch diverse Messinstrumente an Bord der verschiedenen Marsorbiter nachgewiesenen und offensichtlich unter dem Einfluss von Wasser gebildeten Minerale wurde der Eberswalde-Krater - genauso wie übrigens auch der benachbarte Holden-Krater - bis zum Juli 2011 als eine der möglichen Landestellen für den nächsten Marsrover der NASA gehandelt. Allerdings wird noch einige Zeit vergehen, bis der Eberswalde-Krater direkt von der Menschheit besucht werden wird. Curiosity, so der Name des nächsten Rovers, wird stattdessen den Gale-Krater erkunden (Raumfahrer.net berichtete).

Die hier gezeigten Farbansichten des Eberswalde-Kraters wurde aus dem senkrecht auf die Planetenoberfläche blickenden Nadirkanal und den vor- und rückwärts blickenden Farbkanälen der HRSC-Stereokamera erstellt. Bei dem Schwarzweißbild handelt es sich um eine Nadiraufnahme, welche von allen gewonnenen HRSC-Aufnahmen die höchste Auflösung erreicht. Das weiter unten zu sehende Anaglyphenbild, welches bei der Verwendung einer Rot-Cyan- oder Rot-Grün-Brille einen dreidimensionalen Eindruck der Landschaft vermittelt, wurde aus dem Nadirkanal und einem Stereokanal abgeleitet. Des Weiteren können die Wissenschaftler aus einer höhenkodierten Bildkarte, welche aus den Nadir- und Stereokanälen der HRSC-Kamera errechnet wird, ein digitales Geländemodell der abgebildeten Marsoberfläche ableiten.

Das HRSC-Kameraexperiment an Bord der ESA-Sonde Mars Express wird vom Principal Investigator (PI) Prof. Dr. Gerhard Neukum von der Freien Universität Berlin geleitet. Dieser hat auch die technische Konzeption der hochauflösenden Stereokamera entworfen. Das für die HRSC-Kamera verantwortliche Wissenschaftlerteam besteht aus 45 Co-Investigatoren von 32 Institutionen aus zehn Ländern.

Die HRSC-Kamera wurde am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard Neukum entwickelt und in Kooperation mit industriellen Partnern (EADS Astrium, Lewicki Microelectronic GmbH und Jena-Optronik GmbH) gebaut. Sie wird vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof betrieben. Die systematische Prozessierung der Bilddaten erfolgt am DLR. Die Darstellungen der hier gezeigten Mars Express-Bilder wurden von den Mitarbeitern des Instituts für Geologische Wissenschaften der FU Berlin in Zusammenarbeit mit dem DLR-Institut für Planetenforschung erstellt.

Weitere während des Orbits Nummer 7.208 durch die HRSC-Kamera angefertigte Aufnahmen des Eberswalde-Kraters finden Sie auf der entsprechenden Internetseite der FU Berlin.

Verwandte Meldungen:

Raumcon-Forum:

Verwandte Seiten:


(Autor: Ralph-Mirko Richter - Quelle: FU Berlin, ESA, NASA)



 

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ISS Aktuell: Rückkehrvorbereitungen, Wartung und Forschung von Redaktion



• Rückkehrvorbereitungen, Wartung und Forschung «mehr» «online»
• Gagarin bringt ISS-Crew sicher zur Erde «mehr» «online»
• Nun ist es offiziell: Alexander Gerst fliegt zur ISS «mehr» «online»


» Rückkehrvorbereitungen, Wartung und Forschung
08.09.2011 - Diese Woche startete mit einem amerikanischen Feiertag, dem „Tag der Arbeit“, welcher in den USA an jedem ersten Montag im September begangen wird. Die ISS-Besatzung konnte daher ein Dreitage-Wochenende mit verminderten Arbeitsaufgaben genießen. (Newsbild: Hurrikan Katia über dem Atlantik)
Die Mannschaft von Sojus-TMA 21 setzte in dieser Woche ihre Rückkehrvorbereitungen zur Erde für den 16. September fort. Andrej Borisjenko und Alexander Samokutjajew gingen dafür die Rückkehrprozeduren mit den Fachleuten der Bodenstation durch. Im Anschluss wurden diese in der Sojus-Kapsel trainiert, etwas Rückkehrfracht in der Landekapsel sowie nicht mehr benötigten Gegenstände im Orbitalmodul verstaut. Später nutzten sie die russische Tschibis-Anzughose, um die Wirkung der Schwerkraft zu simulieren. Dabei wirkt ein Unterdruck auf den unteren Teil des Körper, um die Muskeln in den Beinen und damit den Kreislauf für die Rückkehr in die Schwerkraft vorzubereiten. Zwei Wochen vor der Rückkehr begannen die Raumfahrer, zusätzlich Vitamine und spezielle Nahrungsmittelzusätze einzunehmen sowie ihr Trainingsprogramm zu intensivieren. Am Landungstag kommen noch extra Salzlösungen auf den Speiseplan, um eine Dehydrierung bei der Landung zu vermeiden.

Im Wochenverlauf führten die drei Besatzungsmitglieder von Sojus-TMA 21 eine Überprüfung ihrer russischen Sokol-Fluganzüge durch. Dafür legten sie die Anzüge an, nahmen in den Kazbek-UM-Schalensitzen der Rückkehrkapsel platz und führten Dichtigkeits- und Funktionstests durch. Nach dieser 45 Minuten dauernden Anprobe wurden die Fluganzüge ausgezogen und zusammen mit den Handschuhen zum Trocken gestaut. Michael Fossum hatte währenddessen die Aufgabe, Frachtanteile aus dem permanenten Mehrzweckmodul Leonardo (PMM) in den Forschungsmodulen zu verstauen. Weiter forderte das Universal-Trainingsgerät ARED ein Teil seiner Zeit. Ein Problem mit dem Anzeigedisplay machte hier den Austausch eines Datenkabels erforderlich. Die Besatzung hatte erneut die Gelegenheit zur Erdbeobachtung. Ziele waren diesmal der Hurrikan Katia und Flächenbrände im zentralen Texas.

Während die Besatzung schlief, arbeitete die Bodenkontrolle erneut mit Canadarm2 (SSRMS) und seiner Erweiterung Dextre (SPDM) an der Außenseite der ISS. Die beiden Nutzlasten CTC-2 (Cargo Transport Container) und RRM (Robotic Refueling Mission) wurden nun von Dextres Arbeitsplattform gelöst und an ihrem endgültigen Stauplatz an der Außenplattform ELC-4 befestigt. Das Funktionieren der Strom- und Datenverbindungen wurde bereits bestätigt. Einige Tage später wurden mit Hilfe von Dextre die Startsicherungen an RRM entfernt. RRM ist eine Art Satelliten-Mockup, an dem man mit Dextre Betankungen von Raumfahrzeugen im All simulieren und testen möchte. Für die Zeit der Arbeiten mit dem Robotic-Arm waren die russischen Lagekontrolltriebwerke deaktiviert, um unnötige Schwingungen an der Station zu vermeiden. Als nächstes sind hier im Außenbereich Tests der Kameras von Dextre geplant.

Der japanische Raumfahrer Satoshi Furukawa hatte in dieser Woche verschiedenste Aufgaben zu bewältigen. So brachte er vorbereitend auf eine Live-Sendung am 18. September eine hochauflösende HDTV-Kamera plus den dazugehörigen Konverter vom Kibo-Modul in das Beobachtungsmodul Cupola bzw. in das Destiny-Labormodul. Später vervollständigte er die Ausrüstung mit einem 17-mm-Objektiv, einer 32-GB-Speicherkarte und führte einige Testaufnahmen durch. Er aktivierte eine weitere HD-Kamera, als er im Kibo-Modul an einer simulierten medizinischen Fernuntersuchung für Besatzungsmitglieder teilnahm. Seine weiteren Aufgaben beinhalteten die Bedienung der Verschlussfenster des Erdbeobachtungsracks WORF (Window Observational Research Facility), die wöchentliche Inspektion plus Wartung der CGBA-4 und CGBA-5 (Commercial Generic Bioprocessing Apparatus) in ihren Racks, die Einrichtung der Videoausrüstung zur Beobachtung des FSL (Fluid Science Laboratory) im Columbus-Modul und das Bereinigen des Stauraumes für das SLAMMD (Space Linear Acceleration Mass Measurement Device), einem Gerät zur Massenermittlung von Menschen im All, ebenfalls im Columbus-Forschungsmodul.

In der zweiten Wochenhälfte fuhren die drei Rückkehrer, Andrej Borisjenko, Ronald Garan und Alexander Samokutjajew, mit ihren Vorbereitungen zum Ablegen mit Sojus-TMA 21 fort. Sie absolvierten eine Anprobe ihrer „Kentavr anti-G“-Kleidung. Diese spezielle Kleidung, bestehend aus Shorts, Gamaschen, Unterhose, Trikot und Socken, wird unter den Sokol-Fluganzügen getragen. Sie soll den Langzeitraumfahrern die Wiederanpassung an die Schwerkraft der Erde erleichtern und gleichzeitig Kreislaufstörungen nach der Landung verhindern. Im russische Kopplungs- und Ausstiegsmodul Poisk wurde die ordnungsgemäße Funktion des Kopplungsadapters geprüft. Später führte hier Sergej Wolkow eine Prüfung und Wartung der zum russischen SPOPT (Feuermelde- und Löschsystem) gehörenden Sensoren IDZ-2 durch.

Im Columbus-Modul absolvierte Michael Fossum seine FD90-SPRINT-Untersuchung (FD90 = Flugtag 90). Zum Einsatz kam hier SPRINT, was für Integrated Resistance and Aerobic Training Study steht - entsprechende Hardware des HRF-Rack-1 (Human Research Facility) unter Zuhilfenahme des Ultraschall-Scanners USND-2 (Ultrasound 2) und eines VPC (Video Power Converter). Die Vermessung der Beinmuskeln per Ultraschall soll hier eine bessere Beurteilung von intensivem Training und langsam ausgeführten Übungen bezüglich des Muskel- und Knochenabbaus, sowie der kardiovaskulären Funktionen der Raumfahrer erlauben. Alexander Samokutjajew nahm im russischen Stationsteil das Forschungsgerät TEKh-38 VETEROK (“Breeze”) in Betrieb. Ziel dieser Messung der Luftionenkonzentration in der Nähe der Transferluken ist die Bewertung und Verbesserung der Luftzirkulation zwischen den Modulen. Weiter soll so die ordnungsgemäße Funktion der elektrostatischen Luftfilter kontrolliert werden. Die Messperioden in den Modulen Swesda, Poisk und Rasswjet dauerten jeweils 1,5 Stunden. Die Übergabe des Kommandos der Station von Andrej Borisjenko an Michael Fossum ist für den 14. September gegen 23:45 Uhr MESZ geplant.

Mittlere Bahnhöhe der ISS am 07.09.2011:
385,1 km bei einem Höhenverlust von rund 74 Metern in den letzten 24 Stunden

Zukünftige Ereignisse:

Verwandte Meldungen:

Raumcon:


(Autor: Ralf Möllenbeck - Quelle: NASA, Raumfahrer.net)


» Gagarin bringt ISS-Crew sicher zur Erde
16.09.2011 - Um 05:59 Uhr MESZ landete die Expedition-28-Crew in der Steppe von Kasachstan und hinterlässt die ISS damit bis Ende November mit einer nur dreiköpfigen Besatzung. Die Kapsel wurde wegen des Starts um den 50. Jahrestag nach dem Erstflug von Juri Gagarin auf den russischen Helden getauft.
Kommandant Andrej Borisjenko sowie die Flugingenieure Alexander Samokutjajew und Ron Garan sind wieder auf festem Untergrund. Das Trio dockte nach 162 Tagen auf der Internationalen Raumstation heute Morgen um 02:38 Uhr (MESZ) ab und beendete damit die Expedition 28. Kommandant der ISS-Expedition 29, die noch bis Ende November im All sein wird, ist nun NASA-Astronaut Mike Fossum.

Roskosmos will nach den Problemen mit ihrer Sojus-Rakete am 14. November wieder bemannt starten.

Entgegen anderer Meldungen deutet eine gekippte Kapsel nicht auf ein Versagen der Bremstriebwerke hin. Durch windige Bedingungen und der späten Abtrennung des Hauptfallschirmes kommt es immer wieder vor, dass die Kapsel nach der Landung umkippt. Die Landung selbst wird dank der Bremstriebwerke und der stoßgedämpften Sitze von den meisten Raumfahrern als recht weich empfunden, im Gegensatz zu der Bremsverzögerung beim Wiedereintritt oder dem Ruck nach dem Entfalten des Hauptfallschirms.

Bergungsmannschaften konnten Minuten nach der Landung bereits bei der Kapsel sein und halfen den Astronauten und Kosmonauten beim Aussteigen. Nach einem halben Jahr in der Schwerelosigkeit sind die ersten Minuten auf der Erde durch die Gravitation immer etwas anstrengend. Ärzte von Roskosmos sind aber immer mit dabei und schon nach wenigen Tagen geht es den meisten wieder deutlich besser. Knochen- und Muskelabbau nach Langzeitaufenthalten im All wird durch intensives Krafttraining an Bord von etwa 2 Stunden pro Tag meist schon recht effektiv entgegengewirkt.

Die Crew sollte eigentlich schon am 8. September landen, allerdings wurden die Missionen an Bord der ISS infolge des Progress-Fehlstarts, einem russischen Versorgungsraumschiff, allesamt verlängert. Ron Garan war darüber weniger erfreut und spielte in der Progress-Kapsel vor ein paar Tagen einen Song darüber, dass er noch nicht nach Hause darf.

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Raumcon:


(Autor: Klaus Donath - Quelle: Roskosmos, NASA)


» Nun ist es offiziell: Alexander Gerst fliegt zur ISS
19.09.2011 - Der deutsche Astronaut Alexander Gerst, der erst 2009 von der ESA rekrutiert wurde, hat eine Mission zur ISS zugeteilt bekommen.
Am Tag der Luft- und Raumfahrt am 18.09.11 verkündete der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Philipp Rösler feierlich in seiner Eröffnungsrede, dass der erst 2009 ausgewählte deutsche ESA Astronaut zur ISS fliegt.

Der erst 35 Jahre alte Alexander Gerst kommt aus Künzelsau, Baden-Württemberg und ist gelernter Geophysiker. Er wurde 2009 als einer von sechs Personen unter Tausenden von Bewerbern ausgewählt das europäische Astronauten Corps zu verstärken. Lange Zeit war es nicht klar, wann er das erste mal ins All fliegen würde. Nun wissen wir es! 2014 soll es soweit sein!

Alexander Gerst soll als Teil der Expedition 40 und 41 an Bord einer Sojus TMA-M Kapsel zur ISS fliegen und als Teil der Langzeitbesatzung etwa sechs Monate dort verbringen. Mit ihm werden der US-Amerikaner Gregory Reid Wiseman und der Russe Fyodor Yurchikhin fliegen, der auch der Kommandant der Sojus Kapsel sein wird. Auf der Station stocken diese drei die bestehende ISS Expedition 39 und 40 Crew auf, die aus den Russen Alexander Skvortsov und Oleg Artemyev sowie dem NASA-Astronaut Steven Swanson bestehen.

Verwandte Meldungen:



Raumcon:


(Autor: Ian Benecken - Quelle: ESA, raumfahrer.net)



 

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"InSpace" Magazin #450
ISSN 1684-7407


Erscheinungsdatum:
21. September 2011
Auflage: 4527 Exemplare


Chefredaktion
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Inhaltlich Verantwortlich:
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Redaktion:
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