InSpace Magazin #381 vom 23. März 2009

In Space Magazin
Raumfahrer.net

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Das Email-Magazin von Raumfahrer.net.

"In Space" Magazin

Ausgabe #381
ISSN 1684-7407


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Updates / Umfrage

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STS 119 - Statusreports (2)

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Aktuelle Meldungen

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Aktuelle Meldungen

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GOCE auf Berg- und Talfahrt im Erdorbit

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Intro von Axel Orth

Liebe Leserinnen und Leser,

nach dem Start der Discovery wurde bekannt, dass sich eine offensichtlich etwas verwirrte Fledermaus tagelang am externen Tank festgekrallt hatte. Das Bodenpersonal konnte beobachten, dass das Tier keineswegs tot oder auch nur steif vor Kälte war, sondern sich hin und wieder bewegte. Die orangefarbene Isolierung des Tanks ist so effektiv, dass an seiner Außenhaut absolut erträgliche 18 Grad Celsius herrschten, trotz der extrem kalten Flüssigkeiten im Inneren.

Man nahm natürlich an, dass sich die Fledermaus spätestens mit der Zündung der Triebwerke vom Tank lösen würde. Aber selbst als die Discovery schon abgehoben und die Startrampe hinter sich gelassen hatte, war das kleine Tier immer noch am Tank zu sehen. Danach geriet es außer Sicht. Laut einer Quelle hat die Fledermaus auf Nahaufnahmen den Eindruck gemacht, an einem Flügel verletzt zu sein, das heißt, sie konnte vielleicht gar nicht wegfliegen.

Was die Discovery und ihre regulären Passagiere sonst so erlebt haben, können Sie in unserem Hotspot nachlesen. Viel Vergnügen dabei und mit den anderen News dieser Woche!

Axel Orth

Chefredakteur Raumfahrer.net

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Updates / Umfrage

» Raumfahrtkalender
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News

• GOCE gestartet: Das Schwerefeld im Blick «mehr» «online»
• Kopplung gelungen «mehr» «online»
• Weitere Verzögerungen im NPOESS-Programm «mehr» «online»
• New Horizons fotografiert Neptun und Mond Triton «mehr» «online»
• Orbcomm-Quick-Launch-Satellit ausgefallen «mehr» «online»
• Omid erreicht Missionsende «mehr» «online»
• New Horizons: Wie weit ist die Hälfte? «mehr» «online»
• GPS 2R-20 dringend im All benötigt «mehr» «online»
• Nordkorea schließt Luftstraßen für Satellitenstart «mehr» «online»


» GOCE gestartet: Das Schwerefeld im Blick
17.03.2009 - Am Nachmittag startete der ESA-Umweltsatellit an Bord einer Rockot-Trägerrakete in eine Umlaufbahn. Die Mission hat vor allem geowissenschaftliche Aufgaben und kann dynamische Prozesse auf der Erde in bisher unerreichter Genauigkeit abbilden.
Um 15.21 Uhr (MEZ) ist am 17. März 2009 der neue Umweltsatellit GOCE (Gravity field and steady-state-Ocean Circulation Explorer) vom russischen Weltraumbahnhof Plesetsk erfolgreich in den Erdorbit gestartet. Die Trägerrakete vom Typ Rockot brachte den Satelliten in eine annähernd polare Umlaufbahn mit einer Neigung von 96,5 Grad in 260 Kilometer Höhe. Von hier aus wird GOCE 20 Monate lang das Schwerefeld der Erde in bislang nicht erreichter Präzision vermessen. Die erwarteten Ergebnisse werden insbesondere für die Ozeanographie, Geophysik und Erforschung des Meeresspiegels wichtig sein.


GOCE ist der erste einer Reihe von hoch spezialisierten Satelliten, mit denen die ESA gesicherte Daten über die in der Atmosphäre, in den Ozeanen und auf dem Festland ablaufenden Vorgänge liefern und somit neue Erkenntnisse globaler Umweltveränderungen ermöglichen wird.

GOCE wird den Umweltforschern ein globales, homogenes und detailgenaues Bild vom Schwerefeld der Erde ermöglichen und dabei erstmals die Oberflächenzirkulation der Weltmeere ableiten. Meeresspiegeländerungen in Australien und Südamerika werden dadurch vergleichbar mit solchen in der Nordsee und im Mittelmeer. Hierbei erhoffen sich die Ozeanografen beispielsweise eine Antwort auf die Frage, ob für den Wärmetransport innerhalb des globalen Strömungssystems die Wirkung vieler, kleiner Wirbel die gleiche ist wie die weniger, großer Wirbel. Ebenfalls wird es mit den GOCE-Daten gelingen, aus GPS-Messungen direkt zentimetergenaue Meereshöhen zu erhalten.

Für die Geophysik bedeutet die GOCE-Gradiometrie ein Blick ins Erdinnere. Hier können wesentliche Beiträge zum Verständnis der kontinentalen und ozeanischen Erdkruste erwartet werden. Weitere Anwendungsbereiche sind die Bestimmung der Topografie des Meeresbodens und der Dicke des Eises auf den Polarmeeren sowie die Rekonstruktion der Dichte der großen Eisschilde.

Gerold Reichle aus dem Vorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) beschreibt die Bedeutung der Mission: "Vor dem Hintergrund unübersehbarer Klimaänderungen und deren gravierender Bedeutung für unseren Lebensraum unterstreicht GOCE das große Engagement der deutschen und europäischen Raumfahrt für eine nachhaltige Klimaforschung. Die Raumfahrt hat nicht nur wesentlich zur Aufdeckung des Globalen Wandels beigetragen, sie liefert auch die wichtigsten Instrumente, um seine Auswirkungen zu erkunden. Dies hilft Politik und Gesellschaft, die notwendigen Beschlüsse zum Schutz unserer Lebensgrundlagen zu treffen."

Der Satellit wird das Schwerefeld der Erde mit einer räumlichen Auflösung von 100 Kilometern vermessen und Schwereanomalien mit einer Genauigkeit von einem Millionstel der Erdschwerkraft (10-6 g) erfassen. Das Geoid, so wird das physikalische Modell der Erdfigur genannt, wird mit einer Genauigkeit von ein bis zwei Zentimetern ermittelt werden. Mit diesem Ziel stellt GOCE das Maximum des gegenwärtig technisch Machbaren dar.

Die Schwerkraftsignale werden umso stärker, je geringer der Abstand eines Satelliten von der Erde ist. GOCEs Umlaufbahn ist mit einer Höhe von etwa 260 Kilometern daher die niedrigste Bahn, auf der ein wissenschaftlicher Satellit je flog. Die Reibungskräfte der Restatmosphäre, die in dieser Flughöhe zu einem schnellen Abtauchen des Satelliten führen würden, kompensiert ein Ionentriebwerk, das so genannte Drag-free-System. Über die Lageregelung wird die gewünschte Orientierung der Instrumente bezüglich der Erde erreicht.

An Bord von GOCE wird ein GPS-Empfänger eingesetzt, der die Position des Satelliten kontinuierlich zentimetergenau bestimmt. Auf diese Weise werden vor allem die großskaligen Strukturen im Erd-Schwerefeld erfasst. Darüber hinaus ist erstmalig auf einem Satelliten auch ein Gravitationsgradiometer installiert, das auf dem Prinzip der differenziellen Beschleunigungsmessung beruht. Bestückt mit drei Paaren dieser Beschleunigungsmesser repräsentiert dieses Instrument den neuesten Stand der Technik.

Meldung übernommen aus Pressemitteilung des DLR

Verwandte Meldungen

Raumcon


(Autor: Raumfahrer.net Redaktion - Quelle: DLR)

» Kopplung gelungen
17.03.2009 - Die Raumfähre Discovery hat gegen 22:20 Uhr MEZ am Bug der Internationalen Raumstation festgemacht.
In den nächsten voraussichtlich 8 Tagen werden ein Solarzellenelement angeschlossen, Wartungsarbeiten in und außerhalb der Station vorgenommen und Versorgungsgüter transportiert. Außerdem löst der Japaner Koichi Wakata die US-Amerikanerin Sandy Magnus als Mitglied der ISS-Besatzung ab.

Nach dem Öffnen der Luken wird ein kurzes Sicherheitsbriefing abgehalten. Danach wird der Besatzungstausch vorgenommen. Morgen wird das Gitterelement S6 aus der Ladebucht der Discovery befreit und mit Hilfe der Manipulatorarme von Shuttle und Station an seinen zukünftigen Einsatzort geschwenkt. Am Donnerstag wird S6 während eines Außenbordeinsatzes an die Systeme der Station angeschlossen. Weiterhin auf dem Flugplan stehen der Transfer von Versorgungsgütern, Ausrüstungen und Experimenten, zwei weitere Ausstiege mit verschiedenen Arbeiten an der Gitterstruktur sowie den Roboterkomponenten Canadarm2 und Dextre.

Die Discovery soll am nächsten Mittwoch von der ISS abkoppeln und zwei Tage später landen.

Raumcon:

Verwandte Meldung:


(Autor: Günther Glatzel - Quelle: NASA)

» Weitere Verzögerungen im NPOESS-Programm
19.03.2009 - Nach Angaben der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) wird der Start des ersten operationellen polaren Wettersatelliten neuer Generation im Rahmen des NPOESS-Programms erst im Jahr 2014 stattfinden können.
Der für das National Polar-orbiting Operational Environmental Satellite System (NPOESS) in Entwicklung befindliche neue Satellitentyp soll längerfristige Wettervorhersagen ermöglichen. Die jetzt bekannt gewordene Verschiebung des Starts des ersten Satelliten aus der neuen Serie in einen polaren Orbit könnte zu Problemen hinsichtlich NOAAs Möglichkeiten, bei der Wettervorhersage auf zuverlässige Satellitendaten zurückgreifen zu können, führen.

NPOESS C-1 hätte den ursprünglichen Planungen zu Folge schon im Jahr 2009 in den Weltraum gebracht werden sollen. Der letzte Planungsstand ging von einem Start im Jahr 2013 aus, nun wird die erste Mission eines serienmäßigen Satelliten im Rahmen des NPOESS-Programms erst 2014 beginnen können.

Schon bisher wurden von der NOAA Satelliten in polaren Umlaufbahnen zur Erfassung, Sammlung und Weiterleitung von Umwelt- und Wetterdaten verwendet. Die Satelliten des NPOESS-Programms sollen dies mit globaler Abdeckung mit besserer Auflösung ebenfalls gewährleisten. Zur Zeit betreibt die NOAA drei operationelle Satelliten in polaren Umlaufbahnen, mit deren Daten Wettervorhersagen für bis zu fünfzehntägige Zeiträume erstellt werden (NOAA-17, NOAA-18 und der jüngst gestartete NOAA-19).

Die NOAA hofft, die derzeit im All befindlichen Satelliten bis 2014 betreiben zu können, alle diese Satelliten werden ihre Auslegungsbetriebszeit dann allerdings überschritten haben. Sollten nicht zu behebende Ausfälle auftreten, könnte das dazu führen, dass mit den übrigen Satellitendaten nur noch dreitägige Vorhersagen erstellt werden können.

Das NPOESS-Programm wird in den Vereinigten Staaten von Amerika zusammen von NOAA, der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA und dem Verteidigungsministerium (DOD, Department of Defense) durchgeführt. Es leidet unter Kostensteigerungen, Verzögerungen im Ablauf und schwerwiegenden technischen Problemen, beurteilt die mit dem deutschen Bundesrechnungshof vergleichbare US-amerikanische Behörde Government Accountability Office (GAO) die Situation in einem Bericht im Juni 2008. Zum damaligen Zeitpunkt hatten sich die Kosten von ehemals geschätzten 6,5 Milliarden US-Dollar auf 12,5 Milliarden fast verdoppelt, und der Start der ersten beiden auf Northrop Grummans T300-Plattform basierenden Satelliten wurde für 2013 (Satellit C-1) und 2016 (Satellit C-2) erwartet. Am Start des zweiten Satelliten 2016 soll nach jüngsten Informationen festgehalten werden, der Start des ersten Satelliten soll jedoch erst 2014 stattfinden.

Auch der Start eines Testsatelliten im Rahmen des NPOESS Preparatory Project (NPP) wurde verschoben, statt 2010 soll dieser ein Jahr später u. a. mit einem Satz Sensoren für Wellenlängen im Bereich des sichtbaren Lichts und des Infraroten (Visible Infrared Imager Radiometer Suite - VIIRS) für Versuche zur Verfügungung stehen. VIIRS soll auch auf den Seriensatelliten eingesetzt werden und längerfristige Vorhersagen ermöglichen. Der NPP-Satellit ist für einen Start auf einer Delta-II-Rakete in 7920-10-Konfiguration vom Startplatz SLC-2 auf der Luftwaffenbasis Vandenberg (VAFB), Kalifornien, vorgesehen. Er soll in einem sonnensynchronen Orbit in 824 Kilometern Höhe arbeiten und mindestens 5 Jahre funktionieren.

Die Programmverzögerungen und Kostenüberschreitungen sollen ursächlich auf Schwierigkeiten bei der Entwicklung des Instrumentenpaketes VIIRS zurückgehen, die durch Raytheon Space and Airborne Systems erfolgt. Lt. Raytheon habe VIIRS die letzte Testphase erreicht und soll dabei wie erwartet funktioniert haben, berichtete nextgov.com am 18. März 2009. Raytheon wolle VIIRS wie vorgesehen im Herbst 2009 liefern. Hauptauftragnehmer für das NPP-Raumfahrzeug auf Basis der BCP-2000 genannten Plattform ist Ball Aerospace.

Der NPP-Satellit soll nach Angaben der NASA vom Dezember 2008 neben VIIRS folgende Instrumentenpakete tragen:

  • ATMS bzw. Advanced Technology Microwave Sounder
  • CERES FM5 bzw. Cloud and Earth Radiant Energy System
  • CrlS bzw. Cross-track Infrared Sounder
  • OMPS bzw. Ozone Mapping and Profiler Suite

Verwandte Website:


(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: NOAA, NASA, nextgov.com)

» New Horizons fotografiert Neptun und Mond Triton
19.03.2009 - Dieses bereits im Herbst letzten Jahres gemachte Bild aus fast 4 Milliarden Kilometern Entfernung war ein Testlauf und beweist die Leistungsfähigkeit der Kamera speziell bei lichtschwachen Objekten.
Die Aufnahme wurde am 16. Oktober 2008 angefertigt, aber erst in dieser Woche veröffentlicht. Zum Aufnahmezeitpunkt war die Raumsonde New Horizons etwa 3,75 Milliarden Kilometer vom äußersten Planeten unseres Sonnensystems entfernt. Dieser ist aber gar nicht das Ziel der Sonde.

New Horizons fliegt eigentlich den Zwergplaneten Pluto an, soll diesen 2015 erreichen und im Vorbeiflug fotografieren. Ebenfalls interessant sind natürlich die bisher bekannten drei Plutomonde Charon, Nix und Hydra. Da das Gespann sehr weit von der Sonne entfernt ist, steht nicht viel Licht zur Verfügung. Die Sonde ist deshalb mit einer besonders lichtempfindlichen Kamera ausgerüstet. Hervorzuheben ist auch ihre Fähigkeit, lichtschwache Objekte in der Nähe von lichtstärkeren abzubilden.

Der Planet Neptun umläuft die Sonne im 20-fachen Abstand wie die Erde mit einem Bahnradius von etwa 4,5 Milliarden Kilometern in rund 165 Jahren. Sein größter Mond Triton ist etwa 355.000 Kilometer vom 50.000 Kilometer durchmessenden blauen Gasriesen entfernt und hat einen Durchmesser von 2.700 Kilometern. Er ist damit etwas kleiner als unser Mond, hat aber fast denselben Abstand vom Neptun wie der Mond von der Erde. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass die LORRI-Kamera beide Himmelskörper aus dieser Entfernung als getrennte Objekte abbilden konnte.

Die US-Sonde New Horizons wurde am 19. Januar 2006 gestartet, passierte im Februar 2007 den Jupiter und befindet sich vorerst bis zum Juli im energiesparenden Tiefschlaf-Modus. Sie ist momentan mehr als 1,9 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt zwischen den Umlaufbahnen von Saturn und Uranus und bewegt sich mit rund 62.000 Kilometern pro Stunde auf den Rendezvouspunkt mit Pluto zu.

New Horizons kreuzt die Umlaufbahn des Planeten Neptun am 24. August 2014, allerdings ist Neptun dann nicht an dieser Stelle. Stattdessen wird der Bereich eines Lagrange-Punktes (L 5) gestreift, wobei man unter Umständen einige sogenannte Trojaner aufspüren könnte. Trojaner sind Asteroiden, die sich an einem Lagrangepunkt eines Planeten sammeln. Bisher hat man mit erdgebundenen Teleskopen sechs derartige Vagabunden am Lagrange-Punkt L 4 gefunden.

Verwandte Meldungen:


(Autor: Günther Glatzel - Quelle: NASA)

» Orbcomm-Quick-Launch-Satellit ausgefallen
20.03.2009 - Einer der sechs am 19. Juni 2008 gestarteten Satelliten des M2M-Netzwerkbetreibers Orbcomm ist offenbar vollständig ausgefallen.
Die sechs Satelliten, ein Demonstrationssatellit für die US-amerikanische Küstenwache und fünf Satelliten für das Netzwerk von Orbcomm, waren am 19. Juni 2008 vom russischen Kasputin Jar aus auf einer Kosmos-3M-Rakete ins All gebracht worden.

Der 80 Kilogramm schwere Demonstrationssatellit Orbcomm CDS 3 (alias Orbcomm J1 und Orbcomm FM29) dient der Küstenwache zur Kommunikation, Datenübertragung und trägt zu Überwachung des internationalen Schiffverkehrs bei. CDS steht für Concept Demonstration Satellite. Die 116 Kilogramm schweren Orbcomm Quick-Launch-Satelliten Orbcomm-QL1 bis Orbcomm-QL5 (alias Orbcomm FM37 bis Orbcomm FM41) für Orbcomms M2M-Kommunikationsnetzwerk stellen eine Weiterentwicklung des Orbcomm-CDS-Satelliten dar und tragen schwerere Nutzlasten. M2M steht für Machine-to-Machine.

Integration und Test der Satelliten besorgte die Bremer OHB-System, den Bau der Satelliten OHB zusammen mit der COSMOS Space Systems AG unter Verwendung von Satellitenbussen der russischen Polyot aus Omsk und Kommunikationsnutzlasten der US-amerikanischen Orbital Sciences Corporation (OSC) aus Dulles, Virginia.

Seit dem Start der Satelliten kämpft man mit Problemen. Die fünf noch kontrollierbaren Satelliten der ursprünglichen sechs werden in ihren Umlaufbahnen weiter intensiv getestet. Ursprünglich war eine ab Start drei Monate dauernde Testphase vorgesehen.

Zwei der Satelliten zeigen zu geringe Übertragungsleistung in unterschiedlichen Systemen, ein Satellit fiel durch wiederholte spontane Rechnerneustarts auf, alle Satelliten leiden unter Störungen der Lagekontrollsysteme wegen Schwierigkeiten mit ihren Drallrädern. Die Probleme beim Halten der Fluglage und der richtigen Ausrichtung zu Erde und Sonne führen wegen geringerer Stromerzeugung als vorgesehen zu eingeschränkten Kommunikationsleistungen.

Einer der sechs Satelliten wird mittlerweile als Totalausfall betrachtet, berichtete sat-nd.com am 19. März 2009. Auch er hatte Probleme im Lageregelungssystem, bevor am 22. Februar 2009 eine Anomalie in der Stromversorgung zu einem Verlust des Kontaktes mit den Bodenstationen von Orbcomm und Polyot führte. Zwischenzeitlich konnte ein Kontakt zum Satelliten nicht wiederhergestellt werden, weshalb man es als unwahrscheinlich betrachtet, den Satelliten noch einmal unter Kontrolle zu bekommen. Erwartet hatte man eine Standzeit der Satelliten zwischen acht und zehn Jahren.

Die sechs Satelliten sind wie folgt katalogisiert:

  • NORAD 33060 Objekt 2008-031A Orbcomm QL1 FM38
  • NORAD 33061 Objekt 2008-031B Orbcomm QL2 FM41
  • NORAD 33062 Objekt 2008-031C Orbcomm CDS-3 FM29
  • NORAD 33063 Objekt 2008-031D Orbcomm QL3 FM39
  • NORAD 33064 Objekt 2008-031E Orbcomm QL4 FM37
  • NORAD 33065 Objekt 2008-031F Orbcomm QL5 FM40

Verwandte Meldung


(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: sat-nd.com)

» Omid erreicht Missionsende
20.03.2009 - Omid, der erste selbst gestartete Erdsatellit des Iran, hat sieben Wochen nach dem Start alle Ziele seiner Mission erreicht.
Wie ein iranischer Offizieller im iranischen Staatsfernsehen mitteilte, habe der am 2. Februar ins All geschossene Satellit alle ihm gestellten Aufgaben erfüllt. Dabei traten mit den Systemen des 27 Kilogramm schweren Trabanten keine Fehler auf. Darüber hinaus erklärte der Experte, dass Omid noch bis zu 38 Tage im Orbit bleiben würde, bevor er in die Erdatmosphäre wiedereintritt und verglüht.

Eine Trägerrakete vom Typ Safir 2 hatte Omid, dessen Name im persischen Hoffnung bedeutet, am 30. Jahrestag der Islamischen Revolution in den Weltraum befördert. Seitdem hat er nach offiziellen Angaben über 700 Mal die Erde umkreist und wissenschaftliche Daten gesendet. Omids Start verstärkte bei den westlichen Staaten die Sorge, dass das iranische Raketenprogramm auch dazu dienen könnte, eine ballistische Rakete zum Transport eines nukleraren Sprengkopfs zu entwickeln. Der Iran bestreitet diese Behauptungen vehement und gibt an, dass die Entwicklung solcher Technologien ausschließlich aus zivilen Gründen erfolge.

Die iranischen Wissenschaftler arbeiten derweil schon am Nachfolgeprojekt von Omid – in den nächsten Jahren sollen sieben weitere Satelliten in den Orbit gestartet werden.

Raumcon:


(Autor: Christian Bewermeyer - Quelle: Press TV, Agenturen)

» New Horizons: Wie weit ist die Hälfte?
21.03.2009 - Bereits im vergangenen Jahr hat die NASA-Sonde zur Erkundung des äußeren Sonnensystems (New Horizons) ein Drittel der Distanz zum Zwergplaneten Pluto zurückgelegt. Doch wie weit ein Drittel ist, oder wann die Hälftel auf ihrem weiten Weg zum Kuiper-Gürtel absolviert ist, hängt ganz entscheidend von der jeweiligen Sichtweise ab.
Am 19. März beispielsweise – nach 38 Monaten Flugzeit – und bisher zwei Milliarden abgeleisteten Kilometern, hat New Horizons präzise ein Drittel der Reisezeit zum Pluto hinter sich gebracht. Offiziell befindet sich der (Zwerg)Planetenkundschafter seit dieser Zeit in der sogenannten „Mid-Cruise Phase“.

Doch es werden nicht weitere drei Missionsjahre vergehen, bis das nächste Etappenziel in Reisezeit und zurückgelegter Wegstrecke erreicht werden wird. Schon im kommenden Jahr nämlich ist die Hälfte des Weges geschafft. Und trotzdem lässt sich die Frage nicht so einfach beantworten, wann die Sonde auf dem Weg zum Pluto „Bergfest“ feiern kann. Es hängt ganz von den verwendeten Bezugsgrößen ab.

Wenn man also fragt, wann die Hälfte der Flugzeit zum Ziel erreicht wird, und man den Start von New Horizons am 19.01.2006 berücksichtigt, wäre dieser Zeitpunkt am 17. Oktober 2010 erreicht.

Fragt man aber, wann die Sonde halb so weit von der Sonne entfernt ist, wie der Pluto zum Zeitpunkt der dichtesten Annäherung (das wird der 14. Juli 2015 sein), so wird das schon am 20. April des Jahres 2010 der Fall sein.

Noch ein anderes Datum, nämlich der 25. Februar 2010 kann genannt werden, wenn man gerne wissen möchte, wann die Hälfte der heliozentrischen Distanz zum Pluto seit dem Start von der Erde erreicht wird.

Man könnte sogar sagen, dass die Hälfte der Mission bis zu ihrer Ankunft bei Pluto Mitte 2015 seit dem 4. April 2008 vorüber ist, wenn man den 20. Dezember 2000 als „Geburtstag“ der Sonde annimmt. An diesem Tag kurz vor Weihnachten fand die erste konkrete Vorstellung des New Horizons-Projektes statt. Damals noch in der Absicht, den sonnenfernsten Planten unseres Sonnensystems zu besuchen. Es lässt sich also durchaus sagen, irgendwie ist die Sonde schon fast halb am Ziel, man kann jedoch genauso mit Fug und Recht behaupten, dass es noch ein reichliches Jahr dauert, bis der Halfway-Point erreicht wird. So haben also Vertreter beider Standpunkte irgendwie auch immer ein bisschen Recht.

Seit Januar diesen Jahres befindet sich die Sonde in einer Ruhephase, währenddessen sie kaum wissenschaftliche Daten sammelt, sondern lediglich alle 14 Tage einen routinemäßigen Gesundheitsbericht zur Erde sendet. Nach wie vor befindet sich die Sonde in einem perfekten Zustand. Seit ihrer elfwöchigen Ruhephase ist die Sonde um weitere 112 Millionen Kilometer an Pluto herangerückt und in etwa 3 Wochen wird sie sich in einer Entfernung von 13 AE von der Sonne befinden.

Auf der Erde bereitet man sich unterdessen für den jährlichen Systemcheck vor, der am 7. Juli beginnen soll und sich über mehrere Wochen hinzieht. Er unterscheidet sich dabei in zwei wesentlichen Punkten von den bisherigen Checks: Zum ersten Mal findet die Prozedur nicht im Herbst, sondern schon im (Erd)Sommer statt. Auch in den kommenden Jahren sollen Sommerchecks durchgeführt werden. Hintergrund für die Vorverlegung ist einfach die Tatsache, dass man in einen Rhythmus kommen will, der die Planungs- und Vorbereitungsarbeiten im Frühjahr, und die Ausführung der Kontrolle im Sommer vorsieht.

Ein solcher Rhythmus ist von essenzieller Bedeutung für die Zeit der größten Annäherung im Juli 2015.

Ein weiterer Unterschied wird im Umfang der diesjährigen Aktivitäten der Sonde während des Checks liegen. Diese werden auf ein absolutes Minimum reduziert, um zusätzliche Zeitpolster für die Missionsplaner zu gewinnen, die derzeit noch mit dem Schreiben der Annäherungssequenzen beschäftigt sind, und die bis spätestens 2010 fertiggestellt sein müssen. Ebenso wird der Brennstoffverbrauch während dieser Phase niedrig gehalten, denn die Sonde muss nicht in ihrer Lage oder Orientierung verändert werden, da in diesem Jahr keine weiteren wissenschaftlichen Einsätze abseits der Hauptmission anstehen.

Anders wird es sich in den Jahren 2010, 2011, 2013 und 2014 verhalten. In diesen Jahren sind größere, brennstoffintensive Manöver und Ausrichtungen notwendig, zwischendurch wird im Jahre 2012 noch einmal etwas Ruhe einkehren.

Doch es gibt auch Neues von der Erde aus zu vermelden: So konnte während einer im August 2008 in Südamerika sichtbaren Verfinsterung eines Sterns durch Pluto, sein Durchmesser mit hoher Präzision neu vermessen werden. Er beträgt wenigstens 2.340 km und korrigiert den bisher angenommenen Wert von 2.300 km ein wenig weiter nach oben.

Raumcon:


(Autor: Lars-C. Depka - Quelle: NASA)

» GPS 2R-20 dringend im All benötigt
22.03.2009 - Der US-amerikanische Navigationssatellit GPS 2R-20 soll nach einer Reihe von Verzögerungen am 24. März 2009 ins All gebracht werden, wo man ihn möglichst rasch in Betrieb nehmen will.
GPS 2R-20 ist zusätzlich zur für die GPS 2R-Reihe üblichen L2-Nutzlast mit einer Demonstrationsnutzlast für die L5-Frequenz ausgestattet. Die künftige Nutzung von 1.176,45 MHz soll die Zuverlässigkeit beim GPS-Empfang weiter verbessern.

Seit 1978 gibt es GPS-Satelliten im Weltraum. Am 23. Juli 1997 erreichte der erste GPS 2R-Satellit eine Umlaufbahn. Ein Teil der von Lockheed Martin gebauten GPS 2R-Satelliten wurde vor dem Start modernisiert, es enstanden so die Satelliten in der M-Version. Die letzten beiden der auslaufenden Serie der GPS 2R-Satelliten, GPS 2R-20 (M7) und GPS 2R-21 (M8) sind aktuell am 22. März 2009 noch am Boden. Ein kurzfristiger Start eines Satelliten aus der GPS 2F-Baureihe, welche serienmässig L5-Signale abstrahlen sollen, ist nicht zu erwarten.

In der Stromversorgung eines Signalgenerators des ersten GPS 2F-Raumfahrzeuges wurde jüngst eine Anomalie beobachtet. Die Daten von Bodentests mit dem Satelliten in einer Weltraumsimulationskammer weisen darauf hin, dass eine Komponente im Sender für das L2-Signal nicht genug Reserven besitzt, um über die gesamte geplante Betriebsdauer ein leistungsstarkes Ausgangssignal sicherzustellen.

Im Weltraum könnten sogenannte "plasma events" Stromstöße verursachen, die alle Signale auf der L2-Frequenz beeinträchtigen würden. Wahrscheinlich wird sich der Transport des ersten GPS 2F-Raumfahrzeuges zum Startgelände deshalb verzögern.

Der Satellit ist ein Erzeugnis der Firma Boeing, die Navigationsnutzlast mit Hochleistungsverstärkern wird von ITT aus Clifton, New Jersey, beigesteuert. Boeing soll verschiedene Möglichkeiten erarbeitet haben, um das Problem zu lösen, und will im Sommer 2009 überarbeitete Sender zur Verfügung stellen können.

Nach derzeitiger Planung ist der Transport des ersten GPS 2F in den Weltraum Ende 2009 vorgesehen. Ob ein vorgesehener Termin im Oktober 2009 eingehalten werden kann, ist fraglich. Ursrünglich hätte der erste GPS 2F-Satellit im Februar 2009 ins All gebracht werden sollen. Das erste GPS 2F-Raumfahrzeug steht vor den letzten Integrationstests, ein weiteres an deren Beginn. Möglicherweise wird man dieses in der Luftwaffenbasis Los Angeles für Tests mit den überarbeiteten Sendern benutzen, während man versucht, das erste GPS 2F-Raumfahrzeug möglichst zügig flugfertig zu machen. Der zweite Satellit der neuen Serie soll abhängig von den Erfordernissen, die sich aus der Konstellation der in All befindlichen GPS-Satelliten ergeben, nicht früher als sechs Monate nach dem Start des ersten GPS 2F-Satelliten fliegen.

Um sicherzustellen, dass die geplante Nutzung des L5-Signals innerhalb des GPS-Systems nach den Regularien der International Telecommunications Union (ITU) auch tatsächlich zulässig ist, wird es notwendig, bis spätestens 26. August 2009 mit der Abstrahlung eines entsprechenden Signals aus dem Weltraum zu beginnen, da sonst die Frequenzzuteilung erlischt. Die L5-Demonstrationsnutzlast auf GPS 2R-20 war eigentlich als Reserve im All für den Fall vorgesehen, dass es beim Start des ersten GPS 2F-Satelliten Probleme geben sollte. Nun wird sie selbst das erste L5-Signal innerhalb des GPS-Systems zur Verfügung stellen müssen.

Raumcon:


(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: insidegnss.com)

» Nordkorea schließt Luftstraßen für Satellitenstart
23.03.2009 - Aus Sicherheitsgründen will Nordkorea durch das Land kontrollierten Luftraum sperren, weil der Start eines Kommunikationssatelliten durchgeführt werden soll.
Nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinuha vom 21. März 2009 sollen vom 4. April 2009 11:00 Uhr bis 8. April 2009 16:00 Uhr zwei durch den von Nordkorea kontrollierten Luftraum führende Luftstraßen nicht benutzt werden.

Außerdem wurden der International Civil Aviation Organisation (IACO) durch Nordkorea Daten zu zwei gefährdeten Gebieten übermittelt. Dabei handelt es sich vermutlich um die Regionen, in welchen abgetrennte Raketenstufen niedergehen. In einer IACO-Mitteilung vom 12. März 2009 wird darüber informiert, dass ein Raketenstart zwischen dem 4. April und dem 8. April 2009 in einem Zeitfenster zwischen 2:00 Uhr und 7:00 Uhr UTC stattfinden könnte.

Eine Rakete vom Typ Unha-2 soll nordkoreanischen Angaben zufolge einen experimentellen Kommunikationsatelliten namens Kwangmyongsong-2 in den Weltraum bringen. Andere Länder vermuten hinter dem geplanten Flug den Test einer militärischen Langstreckenrakete.


(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: IACO, KCNA, Xinhua)


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HotSpot: STS 119 - Statusreports (2) von Thomas Pallmann

Lesen Sie hier den Verlauf der Missionstage 2 bis 8 der STS-119-Mission.


Statusreport Nr. 2 (2. Flugtag)

Bild: Blick auf einen Teil des Hitzeschutzes der Raumfähre. (Quelle: NASA-TV)

Die Besatzung des Space Shuttles Discovery wurde um 15:13 Uhr MEZ mit dem Lied „Free Bird“ von Lynyrd Skynyrd geweckt. Das Lied wurde Shuttlepilot Tony Antonelli gewidmet.

Die Crew verbrachte ihren ersten kompletten Tag in der Umlaufbahn mit der Inspektion des Hitzeschildes. Antonelli, sowie die beiden Missionsspezialisten Joseph Acaba und John Phillips, nutzen dafür das Orbiter Boom Sensor System (OBSS). Das OBSS ist ein ca. 15 Meter langer Ausleger mit diversen Sensoren an seiner Spitze, die es der Crew ermöglichen, sehr detaillierte Aufnahmen des Hitzeschildes zu machen. Untersucht wurden die beiden Flügelkanten sowie die Nasenkappe des Orbiters. Neben der üblichen Kontrolle der Crewkabine wurden auch die T-0-Verbindungsklappen genauer untersucht. An einer dieser Klappen hatte sich während des STS-126-Starts Eis abgelöst. Da dieses Eis unter bestimmten Umständen das Hitzeschild des Orbiters beschädigen kann, entschied man am Boden, diese Stellen ganz genau zu untersuchen.

Währenddessen bereitete der Rest der Besatzung im Mid-Deck des Space Shuttles alles für das Anlegemanöver mit der Internationalen Raumstation vor. So installierten die Astronauten die Videokamera im Zentrum des Andocksystems, welche es dem Kommandanten ermöglicht, sehr präzise an die Station anzudocken und fuhren dann den Andockring des Systems aus. Zusätzlich bereitete die Besatzung die Weltraumanzüge für die drei bevorstehenden Außenbordeinsätze vor.

Das Mission Management Team (MMT) zeigte sich nach einer ersten frühen Auswertung der während des Starts gewonnen Bilder sehr erfreut über die Leistung des externen Tankes. Es wurde kein nennenswerter Verlust von Isolierschaum registriert. Eine abschließende Analyse aller bisher gewonnenen Daten wird in den kommenden Tagen erfolgen. Ein weiterer wichtiger Punkt, den das MMT besprochen hat, war eine mögliche Kollision eines Trümmerteils von dem russischen Satelliten Kosmos 1275 mit der Internationalen Raumstation. Die Analyse der Radardaten zeigte allerdings, dass eine Kollision sehr unwahrscheinlich und deshalb ein Manöver der ISS nicht notwendig ist. Somit steht der planmäßigen Ankunft des Space Shuttles nichts mehr im Wege.

Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 250 Kilometern.


Statusreport Nr. 3 (3. Flugtag)

Bild: Discovery hat an der ISS festgemacht.

Die Bodenkontrolle in Houston weckte um 14:44 Uhr MEZ die Besatzung des Space Shuttles mit dem Lied „Radio Exercise“, vorgetragen vom Kinderchor des japanischen Fernsehens. Das Lied wurde dem japanischen Astronauten Koichi Wakata gewidmet.

Das Space Shuttle Discovery legte um 22:20 Uhr MEZ sanft, unter dem Kommando von Lee Archambault, an die Internationale Raumstation an und läutete so über eine Woche gemeinsamer Arbeit mit der Besatzung der ISS ein.

Für die Crew der Discovery begann der Tag mit einer Reihe von Kurskorrekturen, um das Shuttle in die richtige Position unterhalb, auf der sogenannten R-Bar, der Raumstation zu manövrieren. Dort angekommen wollte Archambault das sogenannte Rendezvous Pitch Manöver (RPM) durchführen. Allerdings verzögerte sich aufgrund von Kommunikationsproblemen zwischen der Bodenkontrolle in Houston und der Internationalen Raumstation dieses Manöver. Das Problem lag an einem defekten Headset an Bord der Raumstation. Letztendlich wurde das RPM durchgeführt, ohne dass die Besatzung der Raumstation die Kommandos der Bodenkontrolle hörte.

Nach erfolgreichem Abschluss des RPM, manövrierte Archambault das Space Shuttle in einem Halbkreis direkt vor die Raumstation, der sogenannten V-Bar. Von dort aus steuerte er den Orbiter sanft zum Pressurized Mating Adapter 2 und legte dort an.

Nach den üblichen Überprüfungen der Dichtheit zwischen den beiden Raumfahrtzeugen konnten die Besatzungen um 00:09 Uhr MEZ die Luken öffnen und sich gegenseitig begrüßen. Nach dem Sicherheitsbriefing durch Stationskommandant Mike Fincke, machten sich die beiden Besatzungen wieder an die Arbeit. Der japanische Astronaut Koichi Wakata installierte seinen Sitz in der Sojus-Raumkapsel und wurde dadurch zu einem Besatzungsmitglied der Expedition 18. Wakata soll drei Monate auf der Raumstation verbleiben. Er ist der erste Japaner, der einen Langzeitaufenthalt im All auf der Raumstation durchführt. Sandra Magnus wechselte zur gleichen Zeit auf die Seite des Space-Shuttle-Teams und ist nun eine Missionsspezialistin der STS-119-Crew.

Die Besatzungen begannen zusätzlich mit dem Transfer von Versorgungsgütern vom Shuttle zur Station. Die Astronauten werden die gesamte Mission über Frachtgüter transferieren.

Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 352 Kilometern.


Statusreport Nr. 4 (4. Flugtag)

Die Besatzung des Space Shuttle Discovery wurde um 13:43 Uhr MEZ mit dem Lied „I walk the Line“ von Johnny Cash geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Steve Swanson gewidmet.

Bild: S6 wurde aus der Ladebucht der Discovery gehoben ... (Quelle: NASA-TV)

Der vergangene Flugtag brachte das S6-Trägersegment ein Stück näher an sein endgültiges Zuhause an der Raumstation. Beide Roboterarme waren Teil einer gut geplanten Choreografie, um das S6-Segment aus der Ladebucht des Shuttles zu heben und es am Ende des Steuerbordträgers in einer Warteposition über Nacht zu parken.

Der Roboterarm der Raumstation wurde kontrolliert von den Missionsspezialisten John Phillips und Sandra Magnus. Die beiden steuerten den Arm zur Ladebucht des Space Shuttles und hoben das S6-Segment an. Anschließend übergaben sie S6 an den Roboterarm des Space Shuttles, welcher von Tony Antonelli und Joseph Acaba kontrolliert wurde.

Während der Roboterarm des Space Shuttles die Kontrolle über das S6-Segment hatte, bewegte sich der Stationsarm mithilfe des mobilen Transporters zur Arbeitsstation Nummer 1. Von dort übernahm der Arm, zu diesem Zeitpunkt unter der Kontrolle von Phillips und dem japanischen Astronauten Koichi Wakata, wieder das Segment und brachte es in eine Parkposition, wo es die Nacht über verblieb.

Bild: ... und verbrachte seine erste Nacht "im Freien". (Quelle: NASA-TV)

Im Inneren der Raumstation bereiteten die Astronauten unterdessen alles für den ersten Außenbordeinsatz der Mission vor. Sie konfigurierten die Luftschleuse Quest und brachten die Raumanzüge in Position. Gegen Ende des Tages begaben sich Swanson und Richard Arnold dann in die Luftschleuse für das sogenannte Campout. Diese Prozedur, bei der die Astronauten in der Luftschleuse bei vermindertem Druck schlafen, dient zum Reduzieren von Stickstoff im Blut, um so der gefährlichen Dekompressionskrankheit entgegen zu wirken. Bei der Dekompressionskrankheit geht der im Blut gelöste Stickstoff in den gasförmigen Zustand über und kann dort unter Umständen lebensbedrohliche Folgen haben.

Am Boden schlossen die Experten derweil ihre Analyse der Bilder vom Hitzeschild, die während der vergangenen Tage gemacht wurden, ab und konnten keinerlei Schäden erkennen, die eine Rückkehr des Space Shuttles verhindern würden. Die Crew wurde außerdem von der Bodenkontrolle darüber informiert, dass keine detaillierte Inspektion des Hitzeschildes notwendig ist. Damit kann sich die Crew vollkommen auf die bevorstehenden Aufgaben an Bord der Raumstation konzentrieren.

Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 352 Kilometern.


Statusreport Nr. 5 (5. Flugtag)

Bild: ... noch 30 Zentimeter. (Quelle: NASA-TV)

Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Astronauten an Bord des Space Shuttles Discovery um 13:13 Uhr MEZ mit dem Lied „Que Bandera Bonita“ von Jose Gonzalez. Das Lied wurde Missionsspezialist Joseph Acaba gewidmet.

Der erste Außenbordeinsatz der Mission liegt hinter der Besatzung. Steve Swanson und Richard Arnold verließen für 6 Stunden und 7 Minuten die Raumstation, um das S6-Trägersegment an die Raumstation zu montieren.

Swanson und Arnold positionierten sich am Ende der Trägerstruktur auf der Steuerbordseite und halfen John Phillips und Koichi Wakata, die im Inneren der Station den Roboterarm kontrollierten, das S6-Segment präzise an seinen Platz zu steuern. Sobald S6 sich in seiner endgültigen Position befand, begannen Swanson und Arnold damit, die Bolzen und Klammern festzuziehen, um eine permanente Verbindung herzustellen. Anschließend verbanden die Astronauten die Strom- und Datenkabel und erlaubten so der Bodenkontrolle in Houston, das neue Trägersegment zum Leben zu erwecken.

Bild: Solarzellenträger ausgeklappt, Radiator fährt gerade aus. (Quelle: NASA-TV)

Die beiden Astronauten entfernten außerdem diverse Startsperren und entfalteten ein Kühlpaneel, das die Elektronik im S6-Segment konstant auf einer bestimmten Temperatur halten soll. Zusätzlich wurden einige Isolierdecken entfernt sowie die Aufhängungen für die Solarpaneele installiert, mit deren Hilfe die Paneele bewegt werden können.

Mit S6 ist die Trägerstruktur der Internationalen Raumstation nun komplett und hat eine Gesamtlänge von 102 Metern.

Im Space Shuttle nutzen die Astronauten noch die Gelegenheit, um das defekte Ergometer zu reparieren. Das Training am Ergometer soll dem Muskelschwund im All entgegenwirken und so die Rückkehr ins Schwerefeld der Erde erleichtern. Das Ergometer war seit Beginn der Mission defekt.

Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 352 Kilometern.


Statusreport Nr. 6 (6. Flugtag)

Die Crew an Bord des Space Shuttle Discovery wurde um 12:43 Uhr MEZ mit dem Lied „Box of Rain“ von Grateful Dead geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist John Phillips gewidmet.

Bild: Die Solarzellenflächen an S6 werden ausgefahren. (Quelle: NASA-TV)

Die Astronauten an Bord des Station-Shuttle-Komplexes fuhren das letzte Paar Solarpaneele aus und komplettierten damit die Stromversorgung der Raumstation. Insgesamt produziert die Station jetzt etwa 120 Kilowatt an elektrischer Leistung, wovon etwa 30 Kilowatt für die Arbeiten in den Forschungslaboren genutzt werden werden.

Die Arbeiten begannen, während die Astronauten noch schliefen. Die Bodenkontrolle in Houston fuhr die Paneele ein kleines Stück aus, um so das ganze System von der Sonne aufwärmen zu lassen. In der Vergangenheit zeigte sich, dass die einzelnen Paneele Probleme beim Ausfahren hatten, wenn sie sich im kalten Zustand befanden.

Nach dem Weckruf übernahmen die Raumfahrer die Kontrolle. Sie fuhren zuerst das sogenannte 1B-Paneel auf die Hälfte seiner Länge aus, damit in dieser Position die Sonne das Paneel wiederum aufwärmen kann. Nachdem die Besatzung sichergestellt hatte, dass sich alle Solarzellen ordnungsgemäß entfalteten, fuhren sie das 1B-Paneel auf seine volle Länge aus. Anschließend wiederholten sie die Prozedur mit dem 3B-Paneel. Auch hier traten keinerlei Probleme auf, sodass das S6-Segment einsatzbereit ist, sobald dessen Batterien voll aufgeladen sind.

Nachdem die Arbeiten an den Solarpaneelen abgeschlossen waren, widmeten sich Missionsspezialistin Sandra Magnus und Stationskommandant Mike Fincke der defekten Wasserdestillierungsanlage. Diese ist Teil des Recyclingsystems, das einer sechsköpfigen Besatzung in der Zukunft zusätzliches Trinkwasser liefern soll. Mit dem Space Shuttle kam eine neue Destillierungsanlage, welche die defekte ersetzten wird. Die alte Anlage wird mit dem Orbiter zur Erde zurückkehren, wo sie eingehend analysiert wird, um den Grund für das Versagen herauszufinden.

Die Besatzung der Expedition 18, zusammen mit Missionsspezialistin Sandra Magnus, nahm sich außerdem ein wenig Zeit, um mit verschieden Reportern am Boden zu sprechen.

Gegen Ende des Tages bereiteten sich Steve Swanson und Joseph Acaba auf den zweiten Außenbordeinsatz der Mission vor. Die beiden Raumfahrer begaben sich in die Luftschleuse Quest, um dort bei vermindertem Luftdruck zu schlafen.

Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 352 Kilometern.


Statusreport Nr. 7 (7. Flugtag)

Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung des Space Shuttles Discovery um 12:43 Uhr MEZ mit dem Lied „In A Little While“ von der Gruppe Pilgrim and Trout. Das Lied wurde Missionsspezialist Richard Arnold gewidmet.

Bild: US-Astonaut arbeitet an der Außenseite der ISS (Quelle: NASA-TV)

Steve Swanson und Joseph Acaba komplettierten den zweiten von insgesamt drei Außenbordeinsätzen der Mission. Sie verbrachten 6 Stunden und 30 Minuten außerhalb der Raumstation. Ziel dieses Außenbordeinsatzes war es, Vorbereitungen für zukünftige Mission zu treffen, um den Astronauten die Arbeit bei ihren jeweiligen Missionen zu erleichtern.

Zu den Aufgaben der Astronauten gehörte die Vorbereitung eines Batteriewechsels im P6-Segment. Sie lockerten die Schrauben, welche die Batterien am Platz halten, damit die Astronauten während der STS-127-Mission es einfacher haben werden, die Batterien auszutauschen. Durch ihre Arbeiten am Ende der Trägerstruktur und den daraus resultierenden induzierten Bewegungen konnten zeitweise die Gyroskope der Raumstation die Lage der Raumstation nicht mehr kontrollieren und so musste stellenweise das Space Shuttle die Lagekontrolle übernehmen.

Als nächstes wollten die beiden Astronauten eine Lagerplattform am P3-Segment der Raumstation anbringen. Allerdings verhinderte ein störrischer Stift, dass die Astronauten die Plattform sicher anbringen konnten. Nach mehreren erfolglosen Versuchen das Problem zu lösen, brach die Bodenkontrolle die Arbeiten ab und wies die Astronauten an, die verbleibenden Aufgaben in Angriff zu nehmen.

Die Installation einer GPS-Antenne an der Außenseite des japanischen Logistikmoduls war die nächste wichtige Aufgabe. Steve Swanson holte die Antenne aus der Luftschleuse Quest und montierte sie anschließend an ihren vorgesehenen Platz. Die beiden GPS-Antennen am Logistikmodul werden für das japanische H-II-Transferfahrzeug (HTV) benötigt, welches im Herbst zu seinem Jungfernflug zur Internationalen Raumstation starten soll.

Bild: Die Recyclingsanlage soll Trinkwasser aus Urin gewinnen. (Quelle: NASA-TV)

Während Swanson mit der Installation der Antenne beschäftigt war, machte Acaba eine Fotostudie eines beschädigten Kühlkörpers. Hierzu verwendete er eine Infrarotkamera. Die Fotos sollen Aufschluss darüber geben, ob eine Reparatur dieses Kühlkörper bei einer späteren Mission notwendig ist.

Die letzte Aufgabe des Tages war die Rekonfigurieration von Anschlüssen an einer Schalttafel am Z1-Trägersegment.

Der Außenbordeinsatz war der 122. Einsatz zum Aufbau der Raumstation. Für Swanson war es der vierte Außenbordeinsatz seiner Karriere und für Acaba der erste.

Im Inneren der Station aktivierten Stationskommandant Mike Fincke und Missionsspezialistin Sandra Magnus die neue Destillierungsanlage. Diese ist Teil der Urinverarbeitungsanlage. Die beiden führten zuerst einen Trockenlauf durch und bemerkten sofort, dass die neue Anlage deutlich leiser ist als die alte, defekte Anlage.

Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 352 Kilometern.


Statusreport Nr. 8 (8. Flugtag)

Die Besatzung des Space Shuttle Discovery wurde um 11:43 Uhr MEZ mit dem Lied „Alive Again“ von Chicago geweckt. Das Lied wurde Shuttlekommandant Lee Archambault gewidmet.

Die Crew erreichte den Halbzeitpunkt ihrer 13-tägigen Mission zur Internationalen Raumstation. Um ein wenig Kraft für die kommenden Aufgaben zu tanken, gönnte die Bodenkontrolle in Houston den Astronauten etwa drei Stunden Freizeit.

Stationskommandant Mike Fincke widmete sich in dieser Zeit der neuen Destillierungsanlage. Während des ersten Trockenlaufs am siebten Flugtag berichtete Fincke, dass die neuen Komponenten merklich leiser sind als die alte, defekte Destillierungsanlage. Dies veranlasste die Bodenkontrolle dazu, Fincke zu bitten, einen zweiten Trockenlauf durchzuführen und diesmal eine Tonaufnahme der Anlage durchzuführen, damit die Experten am Boden das Frequenzspektrum analysieren und so eventuelle Schäden bzw. Fehler erkennen können. Anschließend wollte Fincke den ersten nassen Testlauf mit Urin durchführen. Allerdings stieß er dabei auf ein Problem mit einem Lagertank, der den Urin der Astronauten in die Recyclinganlage einspeist. Nachdem der Tank ausgewechselt wurde, lief die Anlage fehlerfrei.

Die Bodenkontrolle initiierte zusätzlich gestern noch eine kleine Bahnänderung der Raumstation, um einem Trümmerstück auszuweichen. Bei diesem könnte es sich um einen Teil eines chinesischen Satelliten oder einer Rakete handeln. Hätte man die Bahnänderung nicht durchgeführt, dann hätte die Möglichkeit bestanden, dass das Trümmerteil die Station während des dritten Außenbordeinsatzes kreuzen würde.

Während des kompletten Tages wurde eifrig in Houston ein Plan erstellt, um die Probleme mit dem störrischen Nutzlastträger in den Griff zu bekommen. Die erfahrenen Astronauten Rex Walheim, der in seiner Karriere 5 Außenbordeinsätze mit einer Gesamtlänge von 36 Stunden durchführte, und Dan Burbank testeten verschiedene mögliche Szenarien im großen Schwimmbecken, dem sogenannten Neutral Buoyancy Lab, um so der Crew einen Plan für die Reparatur der Trägerhalterung zu geben.

Die Besatzung des Space Shuttle nahm sich außerdem ein wenig Zeit, um mit Fernsehstation am Boden über ihre Mission zu sprechen, bevor die Vorbereitungen für den dritten Außenbordeinsatz der Mission begannen.

Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 364 Kilometern.

Vorschau 9. Flugtag

Der letzte geplante Außenbordeinsatz der Mission steht heute auf dem Programm. Die Astronauten Joseph Acaba und Richard Arnold werden die Station verlassen, um sich diversen Aufgaben zu widmen. Sie werden versuchen, die Halterung für den Nutzlastträger zu reparieren, die während des letzten Einsatzes eine korrekte Verankerung des Trägers verhinderte. Außerdem sollen die beiden den Transportkarren, der für den Transport von schwerem Gerät dient, von einer Seite des mobilen Transporters der Raumstation auf die gegenüberliegende Seite bringen. Zusätzlich werden die Astronauten noch einige elektrische Relais austauschen, eine Halterung für Experimente aufstellen und das Greifsystem des Roboterarms der Raumstation schmieren, um Problemen mit dem Greifmechanismus vorzubeugen.


 

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Mars Aktuell: Aktuelle Meldungen von Redaktion



• Opportunity erblickt den Endeavour-Krater «mehr» «online»


» Opportunity erblickt den Endeavour-Krater
19.03.2009 - Am 22. September 2008 gab die NASA bekannt, dass der Marsrover Opportunity zu einem neuen Forschungsziel, dem 22 Kilometer durchmessenden Impaktkrater Endeavour aufbrechen wird. Am 8. März 2009 gelang es dem Rover, aus einer Entfernung von rund 12 Kilometern Teile von dessen Kraterrand abzubilden.
"Es ist schon aufregend, dieses Ziel zu sehen, obwohl wir natürlich nicht sicher sein können, dass wir es auch erreichen werden", so John Callas, der für die beiden Rover zuständige Projektmanager am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena/Kalifornien. Steve Squyres von der Cornell University, der für die wissenschaftlichen Instrumente Verantwortliche, meint dazu: "Wir können jetzt unser Ziel am Horizont erblicken. Es ist weit entfernt, aber wir freuen uns darauf, es größer und größer werden zu sehen, während wir uns Endeavour noch weiter nähern. Wir hatten eine ähnliche Erfahrung bereits zu Beginn der Mission, als Spirit sich den Columbia Hills näherte und diese Berge auf den Bildern immer größer wurden."

Seit dem Verlassen des Viktoria-Kraters und dem Beginn der Fahrt zum südöstlich gelegenen Endeavour-Krater hat Opportunity mittlerweile 3,2 Kilometer zurückgelegt. Allerdings kann man die Fahrt nicht auf dem direktem Weg zum Endeavour-Krater bewältigen, da diese Strecke auf einem Teilstück durch Sanddünen blockiert ist, welche sich anscheinend aus einem Material mit sehr lockerer Konsistenz zusammensetzten. Der Rover würde dort Gefahr laufen, in diesem Untergrund stecken zu bleiben, vergleichbar mit der Situation in der sogenannten Purgatory-Düne im Jahr 2005. Damals fuhr Opportunity sich in einer etwa 35 Zentimeter hohen Düne fest und konnte erst nach fünf Wochen aus dieser gefährlichen Situation befreit werden.

Aus diesem Grund bewegt sich Opportunity momentan in südwestliche Richtung. Nach weiteren etwa zwei bis drei Kilometern soll der Rover dann einen Schwenk nach Osten durchführen und den Endeavour-Krater direkt ansteuern. "Wenn wir das jetzige Tempo beibehalten können, so werden wir für den Rest der Strecke noch mehr als ein Marsjahr brauchen.", so John Callas. Dies würde knappen zwei Erdjahren entsprechen.

Unterstützung erhält Opportunity während seiner Fahrt übrigens auch aus dem Marsorbit. So gelang es der NASA-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter am 29. Januar 2009, den Rover aus einer Höhe von 276 Kilometern abzubilden. Die hochauflösende HiRISE-Kamera des MRO war dabei sogar in der Lage, Opportunitys Radspuren aufzulösen. Solche Bilder der amerikanischen Marssonden werden von den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern und Ingenieuren dazu verwendet, eine möglichst sichere Fahrtroute für die beiden Rover festzulegen.

Momentan hat Opportunity seine Fahrt allerdings erst einmal unterbrochen. Der Rover befindet sich in unmittelbarer Nähe zu einem etwa sechs Meter durchmessenden Impaktkrater. Aufgrund des sehr deutlich sichtbaren und noch nicht vom Sand bedeckten Auswurfmaterials kann man schlussfolgern, dass es sich bei dieser als Resolution-Krater benannten Struktur um einen sehr jungen Krater handeln muss. Im Laufe der zurückliegenden Woche wurde das frei zutage tretende Grundgestein am Rand von Resolution mit dem Mikroskop-Imager, einem der Instrumente des Rovers, untersucht. In den nächsten Tagen sollen weitere Untersuchungen mit den zwei Spektrometern folgen. "Wir halten auf unserem Weg in regelmäßigen Abständen immer wieder einmal an, um die Umgebung genauer zu analysieren. Das ist ein Teil unserer systematischen Untersuchungen", so Steve Squyres. Auf diese Weise kann man erkennen, ob und wie sich die chemische und mineralogische Zusammensetzung von Gesteinen und Böden ändert.

Des weiteren erhofft sich das Rover-Team, dass sich durch diese Unterbrechung der Fahrt ein Problem mit einem der Räder des Rovers verbessern lässt. Seit dem 12. Februar 2009 (Sol 1.797 der Mission) verbraucht das rechte Vorderrad Opportunitys nämlich etwa doppelt soviel Strom wie die restlichen fünf Räder des Rovers. Als Grund hierfür vermutet man am JPL eine unzureichende Schmierung des betreffenden Radgetriebes. Ein ähnliches Problem bei dem Marsrover Spirit, dem "Zwilling" von Opportunity auf der anderen Seite des Mars, kündigte bereits 2004 den kompletten Ausfall dessen Rades an, welcher dann 2006 tatsächlich erfolgte. Um dem bei Opportunity vorzubeugen und die Schmierung des Rades mittels Absenkung des Reibungswiederstandes zu optimieren, bewegte der Rover sich deshalb in den letzten Wochen fast ausschließlich im Rückwärtsgang vorwärts. Durch die momentane Pause erhält das Missionsteam zusätzliche Zeit, um diese Situation weiter zu analysieren.

Außerdem trat am 7. März 2009 ein Konflikt zwischen den übermittelten Kommandos des JPL und internen Testroutinen des Rovers auf, welche für eine autonome Fahrt Opportunitys benötigt werden. Der genaue Grund hierfür ist noch nicht bekannt. Deshalb muss dieses weitere Problem vor einer Fortsetzung der Fahrt erst einmal genauer analysiert werden.

Opportunity landete am 25. Februar 2004 im Meridiani Planum auf dem Mars. Die Zielsetzung der NASA bestand ursprünglich darin, innerhalb einer auf 90 Tage ausgelegten Mission etwa 600 Meter auf der Marsoberfläche zurückzulegen. In den nächsten Tagen wird der Rover stattdessen nach mittlerweile über fünf Jahren Missionsdauer die 15-Kilometer-Marke überschreiten. Momentan generiert Opportunity mit Hilfe seiner Solarpaneele täglich etwa 454 Wattstunden Energie (0,454 kWh). Dieser Rückgang, vor fünf Wochen wurde noch ein täglicher Wert von 0,567 kWh erreicht, resultiert aus einer momentan stattfindenden Zunahme des Staubanteils in der Marsatmosphäre. Dies ist allerdings noch nicht weiter bedenklich, da der Rover für den Betrieb seiner überlebensnotwendigen Systeme und die tägliche Kommunikation mit dem Deep Space Network der NASA täglich lediglich etwa 180 Wattstunden Energie benötigt.

Verwandte Website:


(Autor: Ralph-Mirko Richter - Quelle: JPL)


 

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Saturn Aktuell: Aktuelle Meldungen von Redaktion



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» Hubble: Saturn mit vier Monden
18.03.2009 - Das Weltraumteleskop hat ein faszinierendes Bild von Saturn mit vier seiner Monde aufgenommen.
Bilder von Saturn gibt es viele, von seinen Monden auch. Meist zeigen sie den jeweiligen Körper isoliert für sich. Auf einer neuen Aufnahme von Hubble, die am 24. Februar mit der Wide Field Planetary Camera 2 (WFPC2) entstand, sieht man nun mal den Planeten mit seinen Monden Titan, Mimas, Dione und Enceladus (von rechts nach links). Nicht nur die Größe des mächtigen Gasriesen wird hier deutlich - der selbst Titan, einen der größten Monde des Sonnensystems zum Zwerg degradiert - sondern auch mal die Größenverhältnisse der Monde untereinander.


Mimas (der kleine weiße Krümel unter Titan, nur im Großbild sichtbar) erscheint so hell, dass man ihn im ersten Moment für Enceladus halten könnte, doch dieser ist wiederum ganz weit links.

So schön man die Größenverhältnisse erkennt, so trügerisch ist dieses Bild in Bezug auf die Orbitverhältnisse. Die Schatten, die Titan und Mimas auf Saturn werfen, scheinen die Monde ja ganz dicht über ihrem Planeten schweben zu lassen, während Dione und Enceladus "ganz weit draußen" erscheinen. Aber das täuscht: In Wirklichkeit kreisen Mimas und Enceladus ähnlich nah um Saturn, dann folgt Dione und mit weitem Abstand erst Titan.


(Autor: Axel Orth - Quelle: NASA/ESA)


 

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ISS Aktuell: Aktuelle Meldungen von Redaktion



• ISS: Ausstieg, Geburtstag und Besuchsvorbereitungen «mehr» «online»


» ISS: Ausstieg, Geburtstag und Besuchsvorbereitungen
17.03.2009 - In der letzten Woche drehte sich vieles um den erfolgreichen Außenbordeinsatz von Juri Lontschakow und Michael Fincke. Außerdem bereitete man sich auf die Ankunft der Discovery vor.
Im Mittelpunkt stand der Ausstieg, der am 10. März stattfand und nur 4:49 Stunden dauerte. Damit bleib man fast eine Stunde unter der geplanten Zeit, wobei alle Aufgaben gelöst wurden. Diese waren das Kürzen mehrerer Aramid-Gurte in der Nähe von Anlagen, die zur Kopplung von Versorgungsraumschiffen benötigt werden, das Installieren und Anschließen eines Experimentalkomplexes der ESA zur Untersuchung der Auswirkungen kosmischer Umweltbedingungen auf lebende Organismen und organische Substanzen (Expose-R), das ordentliche Verlegen eines Kabels und das Schließen einer offengebliebenen Klappe, die Ausrichtung eines russischen Experiments an der Außenseite der Station und die Fotodokumentation aller Arbeiten und weiterer 29 Bereiche des russischen Segments, um den äußeren Zustand aktuell genau einschätzen zu können.

Vor- und Nachbereitung des Außenbordeinsatzes erforderten viel Zeit. Da mussten ein Experiment demontiert, verschiedene Geräte abgeschaltet, die Batterien der Anzüge geladen, die Kühlflüssigkeit überprüft, die Druckgasflaschen gecheckt und die Daten- sowie Sprach-Kommunikation getestet werden. Schließlich wurde der Druck auch im abgeschotteten Service-Modul Swesda gesenkt, während Sandy Magnus im US-Segment der Station zu tun hatte. Nach dem Ausstieg mussten Luken geöffnet, Systeme reaktiviert, der Druck stabilisiert und die Raumanzüge gereinigt und konserviert werden. Außerdem wurden die Batterien entladen und Dosimeter entnommen. Mit ihnen wird die Strahlenbelastung gemessen, denen die Raumfahrer während des Ausstieges ausgesetzt waren.

Wissenschaftliche Arbeiten betrafen in dieser Woche Untersuchungen zum Schlaf-Wach-Rhythmus und Aktivitäten bei wechselnden Lichtverhältnissen (Experiment SLEEP), medizinischen Untersuchungen vor und nach dem Ausstieg (vor allem Herz und Kreislauf) sowie bei Sandy Magnus in Vorbereitung auf die Rückkehr zur Erde, das Nehmen von Wasser-, Luft- und Oberflächenproben zur sofortigen oder späteren Untersuchung (u. a. Water Recycling System und Lab on a Chip), das Studium physiologischer Mechanismen der Atmung (Dichanije) und die Teilnahme an einer Ernährungsstudie per Fragebogen. Im Rahmen der Crew Earth Observation wurden Fotos Chaiten-Vulkan in Chile, von Gletschern auf den South-George-Inseln und den South-Sandwich-Inseln, dem 90 Kilometer durchmessenden Aeraman-Einschlagskrater in Südaustralien, Patagonischen Gletschern, Gebieten in Mosambique und um den Poopo-See in Kolumbien gemacht.

Wichtige Wartungsarbeiten wurden unter anderem an einem russischen Gas-Analysator und -Absorber, an Sportgeräten und am Ventilationssystem vorgenommen. Außerdem wurden erste Vorbereitungen für die Außenbordeinsätze im Rahmen der Shuttle-Mission STS 119 getroffen.

Zum Schluss noch ein Geburtstag: Der gegenwärtige Kommandant der Internationalen Raumstation, Michael Fincke, wurde am 14. März 42 Jahre alt. Unsere herzliche Gratulation dazu.

Verwandte Meldung:

Raumcon:


(Autor: Günther Glatzel - Quelle: NASA)


 

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Space Focus: GOCE auf Berg- und Talfahrt im Erdorbit von ESA-Pressemitteilung

GOCE (Gravity field and steady-state Ocean Circulation Explorer) ist aus flugbahntechnischer Sicht eine höchst anspruchsvolle Mission: Der Satellit soll dass Schwerefeld der Erde mit bisher unerreichter Genauigkeit vermessen.

In der bewusst niedrigen Flughöhe, in der GOCE die Erde umrundet, ist seine Bahn alles andere als ruhig und weit von einer Ideallinie entfernt. Es ist eine regelrechte Berg- und Talfahrt. Mal wird er mehr, mal weniger von der Erde angezogen. Gleichzeitig werden Bahnabsenkungen, die durch die oberen dünnen Schichten der Erdatmosphäre verursacht werden, durch Zünden des elektrischen Ionenantriebes automatisch ausgeglichen.

Die Wissenschaftler erwarten extrem präzise Daten, die detaillierten Aufschluss über den inneren Aufbau unseres Planeten geben, zur Erforschung von Erdbebenmechanismen beitragen sowie klimatologischen und ozeanografischen Untersuchungen dienen. Im besonderen Focus sind die Meeresspiegelhöhen. Welchen Schwankungen unterliegen sie? Welche Aussagen lassen sich hinsichtlich des erwarteten Anstiegs der Weltmeere treffen?

Damit die Forscherwelt die gewünschten Daten bekommen kann, müssen die Darmstädter Spezialisten die Flugbahn von GOCE während der gesamten aktiven Missionszeit millimetergenau vermessen. Es geht um winzigste Bahnänderungen. Daraus leiten die Wissenschaftler dann die Gravitationsanomalien ab und können so Stück für Stück das Schwerefeld der Erde immer genauer bestimmen.

Die Flugbahn als Forschungsobjekt

Die Flugbahn von GOCE wird also zum Forschungsobjekt. Sie ist der Indikator für das auf den Raumflugkörper wirkende Schwerefeld der Erde. Dieses unterliegt beträchtlichen örtlichen Schwankungen. Selbst bei Windstille wäre der Meeresspiegel nicht eben. An einigen Stellen ist er bis zu 85 Meter höher als die Norm „Normal Null“ angibt, an anderen Stellen dagegen 110 Meter tiefer. Ursache der „Beulen“ und „Dellen“ ist die ungleichmäßige Verteilung von Gesteinen unterschiedlicher Dichte im Erdinneren und die dadurch bewirkte veränderte Anziehung des Wassers. Wenig verwunderlich ist, dass in der Himalaya-Region erhöhte Gravitationswerte gemessen werden. Aber nicht allen Anomalien lassen sich heute eindeutig geologische Strukturen zuordnen. Es gibt für die Forscher also noch viel zu tun.

Und dabei sollen ihnen nun die Steuerungsexperten der ESA helfen. Normalerweise werden Satelliten auf eine vorbestimmte Umlaufbahn befördert, wo sie die Erde über Monate oder gar Jahre umkreisen, ohne dass diese häufig korrigiert wird. Für viele Missionen kommt es auf Abweichungen um einige Meter oder Kilometer gar nicht an. Gleichzeitig gilt: Je niedriger sich die Flugbahn über der Erdoberfläche befindet, umso schneller wird der Satellit durch die Erdatmosphäre gebremst um schließlich in ihr zu verglühen. Deshalb sind hier regelmäßige Bahnkorrekturen erforderlich.

Anders sieht die Aufgabe bei GOCE aus. Hier muss die Umlaufbahn ständig genauestens vermessen werden: „Das geschieht mit Hilfe eines sehr genauen GPS-Empfängers an Bord des Satelliten sowie durch Laserentfernungsmessungen von der Erde aus. Einflüsse der Restatmosphäre auf die Bahn werden von einem Gradiometer an Bord gemessen und über einen Regelkreis mittels eines elektrischen Ionentriebwerkes ausgeglichen. Gleichzeitig werden die Regelgrößen zur Erde übertragen und dienen den irdischen Forschern als Rohdaten zur Auswertung,“ erläutert Dr. Uwe Feucht, Leiter der Flugdynamik-Abteilung des ESOC, die komplizierte Aufgabe.

Professionell fliegen am Rand des Abgrunds

Warum wurde nun eine so vermeintlich ungünstig niedrige Umlaufbahn in 250 bis 260 Kilometern Höhe gewählt? „Die Antwort darauf ist eigentlich recht einfach“, so Feucht, „Da die Gravitation mit steigendem Abstand von der Erdoberfläche abnimmt, wurde GOCE für eine derart niedrige Umlaufbahn ausgelegt. Wünschenswert wäre eine noch geringere Höhe gewesen, aber wir hätten dann einen zu hohen Treibstoffbedarf für die Bahnkorrekturen gehabt.“

Die niedrige Bahn bringt jedoch neben dem planmäßigen Korrekturbedarf weitere Probleme mit sich. Die Teams in Darmstadt haben bei Problemen mit dem Ionentriebwerk nämlich nur maximal acht Tage Zeit, GOCE wieder auf eine sichere Bahnhöhe zu bringen, ansonsten verglüht der Satellit. Der Raumflugkörper befindet sich also „am Rand des Abgrunds“ und muss daher möglichst ständig im Auge behalten werden, was aufgrund der Bahnmechanik und den zur Verfügung stehenden Bodenstationen nur sechsmal am Tag möglich ist. Dazu dienen neben der Hauptbodenstation in Kiruna (Schweden) zwei weitere ESA-Bodenstationen als Backup-Lösung. Da GOCE aufgrund des niedrigen Orbits eine hohe Überfluggeschwindigkeit hat, müssen die Antennen am Boden sehr schnell und präzise nachgeführt werden, denn eine Passage über Kiruna dauert lediglich sechs bis acht Minuten. Danach verschwindet der Satellit am Horizont. Beim nächsten Überflug muss die Antenne dann genau auf den Bereich am Horizont ausgerichtet werden, wo laut Bahnberechnung GOCE wieder auftauchen soll. Das erfordert beim ESOC ständig eine präzise Ermittlung der Flugbahn unter Berücksichtigung aller Störfaktoren. Misslingt die Kontaktaufnahme, treten speziell dafür entwickelte Suchprozeduren und die beiden Ersatz-Bodenstationen in Aktion.

Um dem „Super-Gau“ – dem Verlust von GOCE – vorzubeugen, hat das dafür verantwortliche Team am ESOC seit Monaten in Simulationen alle Problemsituationen durchgespielt sowie Gegenmaßnahmen entwickelt. Das ESOC ist also für GOCE gut gerüstet.

Artikel übernommen aus ESA-Pressemitteilung
 

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"In Space" Magazin #381
ISSN 1684-7407


Erscheinungsdatum:
23. März 2009
Auflage: 3836 Exemplare


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